Das Berufsleben endet, die Forschung jedoch nicht
Dass mit der Pensionierung der Eros des Forschenden nicht enden muss, ist offensichtlich – wird das universitär verfasste Berufsleben in den verdienten Ruhstand überführt, bedeutet dies nicht, dass Studium und Beforschung eines Faches/Themengebietes, dem die akademische Karriere diente, einfach abreißt. Vielmehr eröffnet sich durch Wegfallen der Verpflichtungen der Raum, im Alltagsgeschäft Liegengebliebenes aufzugreifen und den Fokus auf Vermittlung dessen zu legen, für das man als Wissenschafter „brennt“, was – jenseits der notwendigen intellektuellen Kunststücke – manchmal über Jahrzehnte als Essenz des eigenen Fachgebietes destilliert wurde: jenes, das man an die nächsten Generationen von Interessierten weitergeben möchte.