Das Ich in der Krise: Römer 7 im Kontext römisch-hellenistischer und frührabbinischer Moralpsychologie
Dienstag, 09.06.2026, 18:00 Uhr, Residenzplatz 1, SR E.33 (Abgusssammlung)
AlPhA plus: Vortragsreihe des Fachbereichs Altertumswissenschaften
Gemeinhin erkennt man in den Confessionesdes Augustinus von Hippo frühe Züge modernerSubjektivität. Zugleich sind sie tief von paulinischerSprache, besonders Römer 7, geprägt.Trotz der breiten Paulus-Rezeption wird man denVölkerapostel dennoch nicht in eine Entwicklungsliniemit Augustin einzeichnen dürfen. Dieszeigt der Vortrag, indem er das paulinische „Ich“im Kontext antiker moralpsychologischer Diskurseverortet und es als ein kollektives Ich ineinem kollektiven Konflikt deutet.
Randbemerkungen: Die Klassiker der Moderne, jüdisch gelesen
Montag, 01. Juni 2026 | 15:15 –16:45 Uhr, Unipark Nonntal, Erzabt-Klotz-Straße 1 | Seminarraum 2.442 | Die Geschichte der Moderne ist auch eine der Grenzgänge, des Marginalen, der Spuren, der Ausnahmen und Details, der Indizien und Mikrogeschichte(n). Auch des anderen Denkens und der Isolation und des Exils, des Zuhörens, des Echos der Vergangenheit sowie des elliptischen Verstehens von etwas, das nicht da, aber trotzdem spürbar ist.
Referintin: Prof. Dr. Liliana Ruth Feierstein, Professur für Transkulturelle Geschichte des Judentums am Kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin