News

Veröffentlicht am
Mai 26, 2026
Letzte Aktualisierung: Mai 26, 2026

Gastvortrag: „Animation unterm Davidstern“

Das Zentrum für jüdische Kulturgeschichte lädt zum Gastvortrag mit Medienhistoriker Mag. Florian Schmidlechner

Dienstag, 2. Juni 2026 I UNIPARK Nonntal HS E.001 I Erzabt-Klotz-Straße 1 I 5020 Salzburg I Austria | Plakat

Die frühe Geschichte des österreichischen Animationsfilms wurde maßgeblich von jüdischen Filmschaffenden geprägt – von Peter Eng (Engelmann), der in den 1920er-Jahren hunderte Filme gestaltet haben soll, bis hin zu Otto Neurath, der mit ISOTYPE grundlegende visuelle Konzepte moderner Piktogramme entwickelte. Zugleich geht es um eine Emigrationsgeschichte: Max Fleischer z.B. verarbeitete seine eigene Migrationserfahrung in der Figur Betty Boop, deren Eltern mit österreichischem Akzent sprechen – und die als „cartoon ambassador“ ein Stück österreichische Identität in die Welt trug.


Referent: Mag. Florian Schmidlechner, Medienhistoriker am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, untersucht in seinem Aufsatz „Der Jude mit der roten Badehose“ (2011) die Darstellung jüdischer Figuren im frühen Animationsfilm. In seinem Buch „Animation in Austria“ (2025) beleuchtet er zudem die eng mit jüdischen Künstlern verknüpfte Frühgeschichte und den Einfluss emigrierter Filmschaffender auf die internationale Entwicklung.

Animation unterm Davidstern

Dr.in Susanne Plietzsch

Leitung Zentrum für jüdische Kulturgeschichte

Universität Salzburg I Altertumswissenschaften

Erzabt-Klotz-Straße 1 I 5020 Salzburg I Austria

Tel: +43 662 8044-2962

E-Mail an Dr.in Susanne Plietzsch

Bild: @ Mag. Florian Schmidlechner