Kelag-Preis für Dissertantin Kinga Tóth
Grenzen in Sprache und Körper: Kinga Tóths „OstblockMädl“ überzeugt in Klagenfurt
Kinga Tóth, Dissertantin am Doktoratskolleg „Kulturen im Wandel“ an der Interuniversitären Einrichtung Wissenschaft & Kunst, holte bei den 50. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt den Kelag-Preis mit dem Text „OstblockMädl“, der Frauen und ihren Erfahrungen im Grenzland zwischen Ungarn und Österreich eine Stimme gibt. Die Grenzen, um die es in dem Text geht, haben nicht nur geografische und politische Dimensionen, sondern sind vor allem auch sozialer und ökonomischer Natur und von Nationalismus und Sexismus geprägt. Kinga Tóth übersetzt die Klischees und die Unmenschlichkeit, die diese Grenzüberschreitungen prägen, sowie die Abgründe des Kapitalismus in beeindruckende Sprachbilder. Sie erhielt für ihren Vortrag, der auch Gesangseinlagen erhielt, viel Zustimmung der Jury und lag bei der Abstimmung nur knapp hinter der Gewinnerin des Bachmannpreises.
In ihrer Dissertation im internationalen Doktoratskolleg beschäftigt sich Kinga Tóth seit Oktober 2024 ebenfalls mit Grenzüberschreitungen und zwar zwischen Nonnenkunst und zeitgenössischer performativer Literatur.
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