Mittwoch12.05.21
Caroline Berghammer (Universität Wien) Vortrag von Caroline Beghammer zum Thema „Kinderbetruung und Hausarbeit während des Lockdowns in Österreich: Traditionelle Arbeitsteilung oder neue Rollen?“ im Rahmen des Soziologie Kolloquiums. Caroline Berghammer ist Assistenzprofessorin am Institut für Soziologie der Universität Wien (seit 2019) und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Vienna Institute of Demography (OeAW), Wittgenstein Centre (IIASA, OeAW, Univ. Vienna) (seit 2005). Sie promovierte 2010 in Soziologie an der Universität Wien. Caroline Berghammer absolvierte die European Doctoral School of Demography am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock, Deutschland. Sie war Gastwissenschaftlerin an der Princeton University, der University of California, Berkeley und der University of Toronto. Sie präsentiert im Rahmen des Vortrags erste Ergebnisse aus ihrem FWF-Projekt, das im Rahmen der Corona-Akutförderung bewilligt wurde, wie sich der Lockdown in Österreich auf die Verteilung der Erwerbs- und Familienarbeit ausgewirkt hat. Die Studie untersucht, wie viel Zeit Mütter und Väter im ersten Covid-19 Lockdown für Kinderbetreuung und Hausarbeit aufwendeten und wie sie die Zeit untereinander aufteilten. Es wird weiters erforscht, wie die Zeitverwendung mit der Familiensituation (z. B. Alter der Kinder), der Erwerbstätigkeit (z. B. Homeoffice, Kurzarbeit) sowie dem Bildungsniveau in Zusammenhang stand. Die im Vortrag präsentierten Ergebnisse beziehen sich auf Daten des Austrian Corona Panels 2020, einer wöchentlichen Umfrage, die in der zweiten Woche des Lockdown startete (n=343). Die Daten werden mittels linearer und logistischer Regressionsmodelle ausgewertet. LINK: https://uni-salzburg.webex.com/uni-salzburg/j.php?MTID=m9ab77a7eba2d5d111eb973cb0372dacd* Online Termin *09:15 Uhr
Mittwoch12.05.21
Sarah-Lena Eitrich und Wojciech Latocha (Gesang), Klaus Eibensteiner (Klavier): Gesprächskonzert „Der Tod und das Mädchen“ (Schubert, Brahms, Mussorgsky) Das Motiv „Tod und Mädchen“ und dessen unterschiedliche Behandlungen in der Bildenden Kunst, in der Musik und Literatur tangieren die großen existenziellen Fragen von Leben und Tod, Blüte und Verfall, Angst und Hoffnung und laden zu kulturwissenschaftlichen Befragungen ein: Das Thema des Totentanzes ist seit dem Mittelalter bekannt und steht in der Musikgeschichte für eine lange Tradition. In der Gattung des Kunstliedes scheint sich das Sujet vom „Tod und das Mädchen“ durchgesetzt zu haben. Wie gingen Schubert, Brahms und andere Komponisten mit diesem Thema um? Auf welche Weise wird der Tod im Lied dargestellt und wie wird er von den Betroffenen aufgenommen? Diese Fragen sollen im Rahmen des Gesprächskonzerts aufgegriffen und behandelt werden. Aufgrund der aktuellen Pandemie werden die Lieder für diesen Vortrag vorproduziert, um eine qualitative Wiedergabe zu gewährleisten. MEETING LINK https://uni-salzburg.webex.com/uni-salzburg-de/j.php?MTID=m43f497c6c9acfd1370 Meeting-Kennnummer: 121 561 0584 Passwort: MMxmtmX2m68* Online Termin *17:15 Uhr
Montag17.05.21
Die Tabula Peutingeriana. Eine antike Karte im digitalen Zeitalter. Die Tabula Peutingeriana, seit 2007 UNESCO Welterbe, ist ein einzigartiges Zeugnis der Kartographie Geschichte. Das uns vorliegende Exemplar ist eine um 1200 n. Chr. entstandene Darstellung geographischen Wissens, dessen letzte antike Überarbeitung um 435 anzusetzen ist. Da es sich um die einzige großformatige Karte handelt, die aus der Antike überliefert ist, wird klar, wie essentiell es für unser Verständnis der Raumauffassung in der Antike ist, dieses wichtige Zeugnis zu analysieren. Singulär ist bereits das kuriose Format dieser Pergamentrolle: Mit einer Länge von knapp 6,80 m und einer Höhe von lediglich 33 cm bildet die Tabula die Oikumene von Iberien (der Anfang ist leider nicht erhalten) bis Indien in einer extremen Verzerrung ab. Wir fassen hier eine antike Traditionslinie nichtmaßstäblicher Karten außerhalb der hochelitären mathematischen Geographie, die Rückschlüsse auf das geographische Wissen eines breiteren Publikums innerhalb der römischen Oberschicht erlaubt und seit über 250 Jahren immer wieder neue wissenschaftliche Diskussionen entfacht. Das DFG-Projekt „Kommentar zur Tabula Peutingeriana“ greift diese Forschungskontroversen auf und fokussiert dabei vor allem auf folgende Aspekte: Zeitstellung und Entstehungsstufen, Bezüge zu anderen Kartenwerken sowie literarisch-geographischen Quellen, Design, geographische Korrektheit und Benutzbarkeit, Zweckbestimmung und Publikum, sowie Umfang der mittelalterlichen Modifikationen und möglicher Kopistenfehler. Der bei der Kommentierung und Auswertung der rund 3.500 Toponyme gewählte Zugang ist in vielerlei Hinsicht innovativ: Die gängigen Theorien zu Datierung, Quellen und Zweckbestimmung werden in Frage gestellt. So wird eine frühhellenistische Grundform der TP angenommen, woraus sich Konsequenzen für die Geschichte der antiken Kartographie als Ganzes ergeben, die neu zu durchdenken ist, da die Tabula nicht mehr als Resultat einer griechisch-römischen Kartographie, sondern vermutlich als Frühprodukt in dieser Entwicklungsgeschichte zu sehen ist. Außerdem sollen statt einer fixen Datierung die verschiedenen Bearbeitungsstufen im Vordergrund stehen. Die TP soll dabei als „work in progress“ gedeutet werden, deren Zweckbestimmung mit ihren sich wandelnden historisch-kulturellen Hintergründen möglicherweise wechselte. Gestützt auf moderne Raumtheorien soll die TP als ein Kulturzeugnis verstanden werden, das dokumentiert, wie Menschen diese besondere Form der Darstellung eines geographischen, aber auch gesellschaftlichen, politischen und religiösen Raumes im Wandel der Zeit genutzt haben. Ihre Deutung als Wissensspeicher und Medium der Memoria erlaubt Rückschlüsse auf Methoden, Möglichkeiten und Grenzen des Generierens und Tradierens von Wissen allgemein. Die Erstellung eines Kommentars ist in vielerlei Hinsicht Pionierarbeit, die vor einige Schwierigkeiten gestellt ist: Insbesondere zum westlichen Africa existieren bislang nur wenige, verstreute Vorarbeiten. Auch zu den Regionen östlich des Römischen Reiches kann oftmals nur auf vereinzelte, aus dem späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammende Veröffentlichungen, nicht jedoch auf umfassende Referenzwerke rekurriert werden. Univ. Prof. Dr. Monika Frass Fachbereichsleiterin * Online Termin *18:00 Uhr
Vortragsreihe SS 2021

Der Fachbereich Erziehungswissenschaft bietet im Sommersemester 2021 wieder eine Vortragsreihe zum Thema „Erziehungswissenschaftliche
Migrationsforschung in vergleichender Perspektive“.

© Ditact/PLUS

Die Anmeldung zu den Kursen der ditact_womens IT summer studies der Universität Salzburg, welche von 23.08. – 04.09.2021 stattfindet, ist geöffnet!

Perpetua

Über „Gefängnis und Gefängniserfahrung als Erzählmotiv christlicher Märtyrerberichte“ berichtet Univ.-Prof. Dr. Christoph Schubert (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) 19. Mai 2021 um 17.30 in einem Online-Vortrag.