Dienstag20.04.21
Projektpräsentation „Unearthing In Conversation“ und „Voids“ Belinda Kazeem-Kamińskis Arbeiten nehmen ihren Ausgang oft in der Auseinandersetzung mit Archivmaterial, welches auf koloniale Gewaltverhältnisse verweist. Dabei interessiert sie sich für das Herausschälen der Blickregime, die die Produktion dieser Fotografien, Gemälde sowie anderer visueller Zeugnisse erst ermöglicht haben ebenso, wie für die Zentrierung oder Akzentuierung oppositioneller Blickmöglichkeiten. In ihrer Präsentation im Rahmen der Ringvorlesung „Übergänge, Transformationen, Zwischenräume: Netzwerke zwischen Wissenschaften und Künsten“ spricht die Autorin und Künstlerin über die Entstehungsprozesse zweier Projekte „Unearthing In Conversation“ (2017), sowie „Voids“ (2018, ongoing) in denen sie sich mit Kolonialität, Flashbacks und Heimsuchungen auseinandersetzt. Dabei legt sie dar, wie sie die Lücken und Leerstellen im Archiv zum Ausgang nimmt, um fragmentarische, oftmals spekulative, Narrationen zu entwickeln. Belinda Kazeem-Kamiński ist Autorin und Künstlerin. Derzeit hat sie eine Gastprofessur an der Kunsthochschule für Medien und Design Köln inne. Verwurzelt in Schwarzer feministischer Theorie, arbeitet sie mit einer recherchebasierten und prozessorientierten investigativen Praxis, welche sich mit Archiven – im Speziellen den Lücken und Leerstellen in öffentlichen Sammlungen und Archiven – auseinandersetzt. Mit der Verbindung von Dokumentarischem und Fiktionalem legt sie dabei die Gegenwärtigkeit einer andauernden kolonialen Vergangenheit frei. Die Veranstaltung ist Teil der Ringvorlesung „Übergänge, Transformationen, Zwischenräume: Netzwerke zwischen Wissenschaften und Künsten“ des Doktoratskollegs „Die Künste und ihre öffentliche Wirkung: Dynamiken des Wandels“, die aktuelle Transformationsprozesse unserer Weltbeziehungen problematisiert und Fragen nach deren ästhetischen, politischen, ökologischen, soziokulturellen Implikationen aufwirft . * Online Termin *17:30 Uhr
Mittwoch21.04.21
Ist China eine Wissenschaftsgroßmacht? Abstract: Viel wird weltweit davon gesprochen, dass die VR China nicht nur in den nächsten Jahren die USA in ihrer Wirtschaftskraft überholen wird. Es wird auch angenommen, dass dasselbe im Bereich der Wissenschaft passieren wird. In diesem Vortrag geht es darum, diese Thesen zu hinterfragen, zu verstehen, wie wir die Charme-Offensive der chinesischen Wissenschaft einordnen und das Potential der Wissenschaft in der VR China erfassen können. Univ.-Prof.in Dr.in Susanne Weigelin-Schwiedrzik war von 2002 bis 2020 Professorin für Sinologie an der Universität Wien. Nach einem Studium der Sinologie, Japanologie und der politischen Wissenschaft in Bonn, Bochum und Peking wurde sie im Jahr 1982 in Bochum promoviert und 1989 an selber Stelle habilitiert, bevor sie als Professorin für Moderne Sinologie einen Studiengang zum modernen China an der Universität Heidelberg aufbaute. Viele Forschungsaufenthalte führten sie an Universitäten in der VR China, Hongkong, Japan und den USA. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der chinesischen Geschichte und Geschichtsschreibung im 20. Jahrhundert sowie in der Analyse der Innen- und Außenpolitik der VR China. Derzeit schreibt sie zusammen mit Wolfgang Schwentker den Band über die Geschichte Ostasiens im 19. und 20. Jahrhundert für die Neue Fischer Weltgeschichte.* Online Termin *18:00 Uhr
Donnerstag22.04.21
Fabian Jonietz (München): „Cacatum (non) est pictum“? Ernährung und Ausscheidung als Metapher kreativer Akte in der Reihe „Physiologien“ Meeting Link https://uni-salzburg.webex.com/uni-salzburg-de/j.php?MTID=mdc9ca3376049e079490bdd8261b714d3 Meeting-Kennnummer (Zugriffscode): 121 393 4350 Meeting Passwort: ypN37T5Rm6R Seit der Antike werden sowohl intellektuelle Tätigkeiten, als auch kreative Prozesse in der Dichtkunst oder Malerei als ein körperlicher Vorgang beschrieben: Rezeption erfolgt wie die Aufnahme einer Speise oder eines Getränks, ein Gegenstand oder Gedanke wird im Körper verarbeitet, und zuletzt in neuer, verarbeiteter Form wieder ausgeschieden. Da jedoch die kulturelle Bewertung von Digestionsprodukten traditionell negativ konnotiert ist, werden derartige metaphorische Vergleiche und Bilder seit der Frühen Neuzeit von satirischen Intentionen überwogen und sie finden vorwiegend als Mittel harscher Kritik Einsatz. Der Vortrag analysiert einerseits diese Dialektik, andererseits ordnet er die Ausscheidungsmetaphern mit Blick auf reale Praktiken der kreativen Tätigkeit ein. Fabian Jonietz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München, wo er seit Anfang 2021 das DFG-finanzierte Forschungsprojekt „Tier-Memoria in der Vormoderne: Adaption, Reflexion und Entwicklung alteritärer Formen des Gedenkens“ leitet. Zuvor war er über einen Zeitraum von neun Jahren wissenschaftlicher Assistent am Kunsthistorischen Institut in Florenz (Max-Planck-Institut) in Florenz. Nach seiner Promotion an der LMU München (2012) lehrte Fabian Jonietz zudem Kunstgeschichte an den Universitäten Basel, Konstanz, Mainz sowie München und er nahm Fellowships u.a. am Collegium Carolinum und dem Forschungszentrum Gotha wahr. Der Schwerpunkt seiner Forschungen und Publikationen liegt auf den frühneuzeitlichen Bildkünsten und der Kunsttheorie der deutschsprachigen Länder und Italiens.* Online Termin *18:00 Uhr
Students walking outdoors

Die SchülerUNI der Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) freut sich über die Teilnahme an einem besonderen Event des Sommerprogramms 2021:

Chinesischer Meister unterweist Schüler

Abstract: Viel wird weltweit davon gesprochen, dass die VR China nicht nur in den nächsten Jahren die USA in ihrer Wirtschaftskraft überholen wird. Es wird auch angenommen, dass dasselbe im Bereich der Wissenschaft passieren wird. In diesem Vortrag geht es darum, diese Thesen zu hinterfragen, zu verstehen, wie wir die Charme-Offensive der chinesischen Wissenschaft einordnen und das Potential der Wissenschaft in der VR China erfassen können.

News Amaral-Zettler

Am 23.04. hält Prof. Dr. Linda Amaral-Zettler einen Gastvortrag zum Thema ‚A Hitchhiker’s Guide to the „Plastisphere“‚. Der Fachbereich Biowissenschaften lädt herzlich dazu ein!