Respekt statt Sprüche: SchülerUNI klärt auf
Laute Pfiffe, anzügliche Rufe, abwertende Kommentare, obszöne Gesten: Täglich erleben Frauen, Mädchen und nicht-binäre Personen auf der Straße, im Bus oder im Park sogenannte Catcalls. Ein Forschungsteam der Universität Salzburg untersucht die Ursachen dieses Verhaltens.
Bei der SchülerUNI unter dem Titel Catcalling: Nur ein Kompliment oder klarer Übergriff?“ gaben Dr.in Sarah Schuster und Alina Zahn vom Centre for Cognitive Neuroscience des Fachbereichs Psychologie Einblick in die Ergebnisse ihrer Online-Studie. Sie zeigten auf, welche Faktoren die Entstehung dieses Verhaltens begünstigen können.
Mit dabei waren rund 100 Schülerinnen und Schüler aus der HTL Salzburg, dem Sport- und Musikgymnasium Akademiestraße, dem WRG Salzburg und der HAK Salzburg. Die Teilnehmenden wurden dazu angeregt, eigene Wahrnehmungen zu reflektieren, Zuschreibungen zu hinterfragen und Handlungsspielräume im Umgang mit Catcalling zu erkennen. Gleichzeitig wurde transparent gemacht, welche Schlussfolgerungen aus den Studiendaten möglich sind – und wo die Grenzen der Interpretation liegen.
Das Publikum zeigte sich von der lebendigen Einbindung durch Mentimeter und dialogischen Elementen sehr begeistert und bewertete die Interaktivität ausgesprochen hoch. Besonders sensibel griffen die beiden Referentinnen die Thematik der Täter-Opfer-Umkehr auf und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Prävention im Bereich psychischer Gesundheit. Auch der dramaturgische Spannungsbogen der Veranstaltung erhielt im Feedback durchgehend positive Rückmeldungen. Im O-Ton hieß es etwa: „Hat mir gefallen. Ein sehr wichtiges Thema!“ Eine Lehrerin ergänzte: „Ich komme sicher auch zu weiteren Themen!“
Alle Fotos der Veranstaltung gibt es im Flickr-Album.
