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Veröffentlicht am
Juni 1, 2026
Letzte Aktualisierung: Juni 1, 2026

SchülerUNI auf den Spuren von Orwell

SchülerUNI unter dem Titel „Big Brother: Wie gläsern ist der Mensch?“ mit Dr. Johannes Warter

Oft merken wir gar nicht, wie viele Daten über uns gesammelt werden: beim Surfen im Internet, beim Nutzen von Apps, beim Einkaufen oder durch Kameras und digitale Systeme im Job. Was manchmal mit Sicherheit, Service oder Komfort begründet wird, kann schnell zur unsichtbaren Grenze unserer Freiheit werden.

Bei der SchülerUNI unter dem Titel „Big Brother: Wie gläsern ist der Mensch?“ mit Dr. Johannes Warter vom Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht der Rechtwissenschaftlichen Fakultät erkundeten knapp 100 Schülerinnen und Schüler die aktuelle Gesetzeslage. Doch wer beobachtet hier eigentlich wen – und zu welchem Preis? Der Referent zeigte drei zentrale Perspektiven auf, die einem gemeinsamen Prinzip folgen: Kontrolle durch Staat, Wirtschaft und Arbeitswelt. Als Beispiel für staatliche Überwachung diente der Klassiker von George Orwell, der den meisten bereits bekannt war. „Überwachung ist nicht nur technische Kontrolle, sondern eine Machtstrategie. Wenn ich Dinge über Sie weiß, habe ich einen Machtvorsprung“, betonte er. Ergänzend verwies er auf die Bücher „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ und „Your Boss Is an Algorithm“, um die Rolle von Wirtschaft und Arbeitswelt zu beleuchten.Anhand von konkreten Beispielen zog er gemeinsam mit dem Publikum die Grenze zwischen notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, zulässigen Überwachungen und überschießenden Eingriffen.

Teilgenommen haben fünf Klassen aus dem Borromäum, dem Akademischen Gymnasium und dem BRG Salzburg. Das Vorwissen der Jugendlichen war breit gefächert, sie beteiligten sich aktiv an den Diskussionen und brachten eigenständig Fragen ein. Im Feedback schätzten sie die lebendige Art des Vortragenden und die vielen interaktiven Aspekte – und verlängerten die Veranstaltung sogar freiwillig um einige Minuten. Eine Schülerin resümierte: „Es wurde sehr gut präsentiert und war informativ.“


Mit dabei war auch die Social Media Redaktion der Salzburger Nachrichten. Hier geht es zum  Beitrag von Hilde Mayer mit Kurzvideo.  Alle Fotos der Veranstaltung gibt es im Flickr-Album.

260528 SchuelerUNI c Simon Haigermoser

Mag.a Sylvia Kleindienst

Wissenschaftskommunikation für junge Menschen/Familienservice

Universität Salzburg I Abteilung FGDD

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© Simon Haigermoser