Bachelor Professional Psychosoziale Beratung
Zielgruppe
Der Universitätslehrgang richtet sich an Personen, die
- in sozialen Handlungsfeldern psychosozial beraten möchten – selbstständig (eigene Praxis) oder in Beratungsstellen, Organisationen und Institutionen),
- ein fundiertes Interesse an Psychologie, Soziologie und Beratungsmethoden mitbringen,
- gerne mit Menschen arbeiten und Freude an der Begleitung von Veränderungsprozessen haben,
- eine qualitätsgesicherte, wissenschaftlich fundierte Qualifikation in psychosozialer Beratung anstreben,
- aus Wirtschafts-, Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereichen sowie aus dem Trainingskontext kommen und
- ihre persönliche Reflexions- und Selbstkompetenz vertiefen möchten.
Ziel
Der Universitätslehrgang „Psychosoziale Beratung (BPr)“ qualifiziert die Studierenden umfassend für die Ausübung des reglementierten Gewerbes der Lebens- und Sozialberatung gemäß § 119 GewO. Im Mittelpunkt steht die praxisnahe, wissenschaftlich fundierte Vermittlung fachspezifischer Kompetenzen für die Beratung von Einzelpersonen und Gruppen. Konzepte und Methoden der psychosozialen Beratung werden evidenzbasiert vermittelt und in realitätsnahen Settings trainiert. Ziel ist die Ausbildung von Berater:innen, die über fundiertes Fachwissen, ein breites methodisches Repertoire sowie ausgeprägte Selbst- und Beziehungskompetenzen verfügen. Die Studierenden werden befähigt, Klient:innen bei der Bewältigung individueller, sozialer und gesellschaftlicher Herausforderungen lösungs- und ressourcenorientiert zu begleiten.
Qualifikationsprofil
Absolvent:innen des Universitätslehrgangs „Psychosoziale Beratung BPr“
Fach- und Theoriekompetenz
- beschreiben und erklären zentrale Theorien, Modelle und Methoden der Lebens- und Sozialberatung (u. a. systemische, humanistische, kommunikationspsychologische Ansätze) und setzen diese kontextspezifisch ein.
- unterscheiden Beratung von Psychotherapie, benennen Indikationen und Grenzen, leiten bei Bedarf an geeignete Professionen weiter und nutzen ihr berufliches Netzwerk.
Methoden- und Handlungskompetenz
- führen professionelle Beratungsgespräche, gestalten Prozesse strukturiert und planen, begründen und evaluieren Interventionen.
- arbeiten ressourcen- und lösungsorientiert mit unterschiedlichen Zielgruppen und Settings und wählen geeignete Methoden und Tools evidenzbasiert aus.
Wissenschafts- und Reflexionskompetenz
- wenden wissenschaftliche Grundprinzipien an, um die eigene Praxis systematisch zu reflektieren, weiterzuentwickeln und zu begründen.
- integrieren evaluative Rückmeldungen (Supervision, Intervision, Feedback) in die Qualitätsentwicklung der Beratungspraxis.
Selbst- und Beziehungskompetenz
- reflektieren die eigene Biografie, Werte und Haltungen und leiten deren Bedeutung für die Beratungsbeziehung ab.
- gestalten Arbeitsbeziehungen mit Empathie, Beziehungsfähigkeit und kommunikativer Klarheit und balancieren Nähe und professionelle Abgrenzung.
Professionelles Rollenverständnis und Ethik
- handeln auf Grundlage eines klaren professionellen Rollenverständnisses sowie der berufsständischen ethischen Richtlinien und begründen Entscheidungen transparent.
- entwickeln ein eigenes Beratungsprofil, positionieren sich im psychosozialen Berufsfeld und kommunizieren ihr Angebot adressatengerecht.