Herzlich Willkommen am Zentrum für Climate Change Resilience (CC:R)

Resilienz im Fokus
Die globalen klimatischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte stellen Gesellschaften, Ökosysteme und Wirtschaftssysteme vor tiefgreifende Herausforderungen. Im Zentrum der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung steht dabei zunehmend die Frage der Resilienz: Wie können wir mit den Folgen des Klimawandels umgehen, uns anpassen, Risiken mindern und zugleich zukunftsfähige Lebens- und Wirtschaftsräume gestalten?
Resilienz bedeutet, die Fähigkeit von sozialen, ökologischen und technischen Systemen zu stärken, auf klimabedingte Veränderungen vorbereitet zu sein, Störungen zu bewältigen und aus ihnen zu lernen. Angesichts steigender Temperaturen, zunehmender Extremereignisse wie Dürren, Starkniederschlägen oder Hangrutschungen sowie tiefgreifender Veränderungen von Kryosphäre, Hydrosphäre und Biosphäre wird Resilienz zur zentralen Zukunftskompetenz. Besonders Gebirgsregionen – in denen sich die Erwärmung überdurchschnittlich schnell vollzieht – stehen exemplarisch für die Notwendigkeit, Anpassungsstrategien, Risikovorsorge und nachhaltige Transformationspfade zu entwickeln.
Resiliente Lebensgrundlagen schaffen
Klimawandel wirkt nicht nur auf physische Räume, sondern auf die Grundlagen menschlichen Lebens insgesamt. Er verändert Ökosysteme, Wasserverfügbarkeiten, landwirtschaftliche Produktionsbedingungen und Infrastrukturen. Gleichzeitig beeinflussen klimabedingte Belastungen soziale Stabilität, wirtschaftliche Sicherheit und psychisches Wohlbefinden. Resilienzforschung setzt genau hier an: Sie untersucht, wie Gesellschaften mit Unsicherheit umgehen, wie Verwundbarkeiten reduziert und wie adaptive, lernfähige Systeme aufgebaut werden können. Dazu gehört auch, strukturelle Ungleichheiten sichtbar zu machen und transformative Lösungsansätze zu entwickeln, die ökologische Stabilität mit sozialer Gerechtigkeit verbinden.
Das CC:R als Plattform für Resilienzforschung
Die Universität Salzburg bündelt umfassende Expertise zur Klimawandel-Resilienz über zahlreiche Disziplinen hinweg. Das Zentrum für Klimaforschung und Klimawandel-Resilienz (CC:R) versteht sich als inter- und transdisziplinäre Plattform, die wegweisende Forschung zu Anpassung, Minderung und systemischer Transformation vorantreibt.
Im Mittelpunkt stehen:
- die Entwicklung resilienter Ökosysteme und Landschaften
- technologische Resilienz
- gesellschaftliche Resilienz
Darüber hinaus fungiert das Zentrum als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. In enger Zusammenarbeit mit Industrie, Politik, Zivilgesellschaft und NGOs werden wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Handlungsstrategien, Technologien und gesellschaftliche Innovationsprozesse übersetzt.
Resilienz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Der Aufbau von Klimawandel-Resilienz ist eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe. Er umfasst ökologische, technologische, ökonomische und soziale Dimensionen gleichermaßen – von Biodiversitätsschutz über Kreislaufwirtschaft bis hin zu Bildung, Gesundheit und regionaler Entwicklung.
Das CC:R adressiert diese Vielfalt in thematischen Schwerpunkten (siehe Forschung), die unterschiedliche Perspektiven auf Resilienz integrieren und neue Lösungsräume eröffnen. Ziel ist es, nicht nur Risiken zu verstehen, sondern aktiv zukunftsfähige, robuste und regenerative Systeme zu gestalten.