Jahrestagung der Gesellschaft für Globalgeschichte 2027 – CfP
Christliche Missionen waren transnationale, transimperiale und transkulturelle Projekte, die maßgeblich an der Entstehung, Legitimation und Aufrechterhaltung kolonialer Herrschaftsordnungen mitwirkten. Missionarische Praktiken unterschiedlicher Konfessionen innerhalb des Christentums waren dabei auf den subtileren Ebenen der Wissensordnung, Erziehung sowie alltäglichen Kontrolle angelegt und zielten auf die Regulierung privater Bereiche von Familie und Haushalt sowie von Intimsphären der Sexualität und Körper. Diese geschlechterspezifischen Ordnungen und sexuelle Normen dienten nicht nur der Disziplinierung im kolonialen Kontext, sondern wirken in postkolonialen Kontexten nach. Gleichzeitig waren sie auch Gegenstand der Aushandlung und des Widerstandes seitens lokaler Gemeinschaften. Mission erscheint damit als epistemischer, sozialer, kultureller und politischer Handlungsraum, in dem Geschlecht, Sexualität, Race, Klasse und Religion in ihrem wechselseitigen Verhältnis in interkultureller Interaktion immer wieder neu konfiguriert wurden.
ZEITGESCHICHTE goes public & SOWETO50
Anlässlich des 50. Jahrestags des Soweto-Aufstands fand am 9. Juni 2026 in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Salzburg eine Podiumsdiskussion mit Walter Sauer, Anna Hable-Mayer und Ruth Zehetner statt. Die Veranstaltung wurde vom Afro-Asiatischen Institut, dem Friedensbüro Salzburg und afrika.info in Kooperation mit ZEITGESCHICHTE goes public durchgeführt. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Johannes Dafinger, Postdoc und Universitätsassistent für Zeitgeschichte an der Universität Salzburg.
ZEITGESCHICHTE goes public: nächste Veranstaltung am Dienstag, 9. Juni 2026 um 18:00 Uhr
Die nächste ZEITGESCHICHTE goes public Veranstaltung findet kommenden Dienstag, den 9. Juni um 18:00 Uhr im Imaculada (Wiener-Phil.-Gasse 2) statt.
Am 16. Juni 2026 jährt sich der Aufstand im südafrikanischen Soweto zum 50. Mal.