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Veröffentlicht am
Juni 1, 2026
Letzte Aktualisierung: Juni 2, 2026

Brücken bauen durch Forumtheater

Erfolgreiches internationales Studierendenprojekt zu Migration und Intersektionalität auf Schloss Leopoldskron

Migration, Identität und Zugehörigkeit zählen zu den polarisierendsten Themen der gegenwärtigen Politik. Sie stehen in Verbindung mit der Agenda 2030 (Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen/SDGs) und fordern Gesellschaften weltweit dazu heraus, Vielfalt, Machtstrukturen und Menschenwürde neu zu denken. Diese Themen standen im Mittelpunkt des englischsprachigen Seminars „Global Citizenship: Migration, Identity and Belonging“, geleitet von Univ.-Prof.in Dr.in Zoe Lefkofridi (Professorin für Politik & Geschlecht, Diversität & Gleichheit am Fachbereich Politikwissenschaft) in Zusammenarbeit mit der Global Citizenship Alliance (GCA), dem Salzburg Global Seminar und dem Theater der Unterdrückten Wien (Theatre of the Oppressed Vienna – TdU Wien).

Eine transatlantische Lernreise über Grenzen hinweg

Dieses intensive internationale Seminar brachte Studierende der Universität Salzburg mit einer Partnergruppe der Molloy University (New York, USA) zusammen. Gemeinsam begaben sich die Studierenden auf eine tiefgehende Lernreise, die theoretische Module mit bewegenden praktischen Erfahrungen verknüpfte. Zusätzlich zu akademischen Vorträgen umfasste das Programm einen gemeinsamen reflektierenden Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau, um historische Kontinuitäten von Ausgrenzung sowie die zentrale Bedeutung der Menschenrechte zu untersuchen.

Ohne jegliche Voraussetzung an Schauspielerfahrung nutzten die Studierenden Methoden des Forumtheaters, um gemeinsam ihre eigene künstlerische Performance zu entwickeln.

„Ein Abend des Forumtheaters“ im Großen Saal von Schloss Leopoldskron

Der Höhepunkt des Seminars war die öffentliche Aufführung „MIGRATION, IDENTITÄT, ZUGEHÖRIGKEIT“, die am Donnerstagabend, dem 28. Mai 2026, im beeindruckenden Großen Saal von Schloss Leopoldskron stattfand. Ganz im Sinne der Prinzipien des Forumtheaters blieb das Publikum nicht passive Zuschauer; stattdessen wurden die Anwesenden aktiv eingeladen, selbst die Bühne zu betreten. Jede Stimme im Raum wurde zu einem integralen Bestandteil der Aufführung.

Für das ATHENA Center for Intersectional Research zeigte dieses Projekt, wie intersektionale Forschung und Lehre mithilfe künstlerischer und partizipativer Methoden (wie Legislative und Forum Theatre) praktisch umgesetzt werden können, um verborgene Diskriminierungen und soziale Ausgrenzungen sichtbar zu machen.

Ausblick

Das Engagement sowie die Diskussionen während der interaktiven Performance unterstrichen den großen Bedarf an innovativen, dialogorientierten Räumen zur Auseinandersetzung mit drängenden gesellschaftlichen Fragen. Nach diesem Erfolg und der positiven Dynamik zwischen den beteiligten Institutionen wird bereits darüber nachgedacht, dieses transatlantisch-kooperative Lehrformat künftig zu wiederholen und langfristig fortzuführen.

Die Universität Salzburg und das ATHENA Center bedanken sich herzlich bei allen Partnern – GCA, Salzburg Global Seminar, Molloy University und TdU Wien – sowie bei den engagierten Studierenden für dieses wegweisende Projekt.

Copyright: Zoe Lefkofridi

Mag.a Nikolina Sokic

Universität Salzburg | Politikwissenschaft | ATHENA – Salzburg Center for Intersectional Research

Sigmund-Haffner-Gasse 18 | 5020 Salzburg | Austria

E-Mail an Mag.a Nikolina Sokic

Foto: © David Appel