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Veröffentlicht am
März 4, 2026
Letzte Aktualisierung: März 9, 2026

Wie übersetzt man Natur und Gesellschaft der Mongolei in eine Ausstellung?

Aus der Werkstatt der großen Ausstellung „Steppenwächter“ (Dresden, Japanisches Palais, 15. April 2027), mit Universitätsprofessor Matthias Theodor Vogt

Dienstag, 10. März 2026 I 10:00-12:00 Uhr I Forum Asia Pacific, HS 888 I Sigmund-Haffner-Gasse 18 | 5020 Salzburg

Die weltweit intakteste Graslandschaft, die Mongolei mit ihrer unendlichen Weite von 1,5 Millionen km² unter ewig blauem Himmel, beherbergt gleichzeitig die einzige echte Demokratie zwischen Polen und Japan und muss sich historisch wie gegenwärtig zwischen den beiden Riesenreichen China und Russland behaupten.

Die Steppe der Graslandschaft ist keineswegs einfach Natur, vielmehr ist sie das Ergebnis einer vieltausendjährigen Beweidung durch umherziehende Nomaden, deren Schafe, Ziegen, Yaks, Pferde und Kamele durch Transport der Pflanzensamen und Abweidung die Biomasse entscheidend geprägt haben. Die Hirten der Mongolei sind also „Steppenwächter“ in einem sehr breiten Sinne. In der derzeit vorbereiteten großen Ausstellung „Steppenwächter“ (Dresden, Japanisches Palais April 2027) wird zum ersten Mal überhaupt das Ringen der Nomaden um ein ökologisches Gleichgewicht als Grundlage ihrer Familienökonomie im Format einer Publikumsausstellung dargestellt, die aktuelle naturwissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Erkenntnisse der Humanökologie verbindet.

Wie aber nun übersetzt man Natur und Gesellschaft der Mongolei in eine Ausstellung? Wie reagiert die Mongolei auf das ungeheure Bevölkerungswachstum, das Ulaanbaatar zu einer der schmutzigsten Hauptstädte der Welt gemacht hat? In seinem Werkstattbericht stellt Matthias Theodor Vogt einige der Überlegungen zur Diskussion mit all denen, die sich für Konstruktion und Dekonstruktion wirkmächtiger Mythen interessieren.


Matthias Theodor Vogt, Prof. Dr. phil. Dr. habil. Univ.-Prof. h.c. Dr. iur. h.c., geboren in Rom, Gastprofessor u.a. an der Universität Kobe, dem College of Arts and Culture Toyooka, der Sophia-Universität Tokio, Japan (Herbstsemester 2024). Gründungsdirektor des Sächsischen Instituts für kulturelle Infrastruktur; seit 1994. Forschungsgebiete: Kulturpolitikwissenschaft; Kulturgeschichte Europas, insbesondere kulturelle Transformationsprozesse; Minderheitenfragen, Interkulturalität, zeitgenössisches Musiktheater. Seit 1983 regelmäßige Lehrtätigkeit in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache an mehr als 60 Universitäten weltweit. Rund 400 Bücher und Artikel als Autor, Co-Autor, Herausgeber, Mitherausgeber und Redakteur.   https://kultur.org/wordpress/wp-content/uploads/Vogt_CV_lang_2023-12-28.pdf

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Foto: Algirmaa Luvsan © Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen: Das Zugvogelparadies am See Uvs Nuur im Nordwesten der Mongolei