Kulturwissenschaftliche Fakultät: Buch-Präsentation „Double Standards
Vier Sprachwissenschafter*innen der Universität Salzburg stellten am 28. Jänner 2026 ihr gemeinsames Buch zur internationalen vergleichenden Standardsprachenforschung vor.
Zum Jahresende ist im Peter Lang-Verlag (Oxford) der Band „Double Standards. Codified norms and norms of usage in European languages (1600 – 2020)” erschienen. Der Sammelband wurde gemeinsam von vier Linguist*innen der Kulturwissenschaftlichen Fakultät herausgegeben: Stephan Elspaß (FB Germanistik), Imke Mendoza (FB Slawistik), Bernhard Pöll (FB Romanistik) und Erik Schleef (FB Anglistik und Amerikanistik). Der Band ist erstes Ergebnis einer fächer- und sprachenübergreifenden Kooperation der Salzburger Sprachwissenschaften zu Fragen der Standardisierung in europäischen Sprachen.
Der ‚open access‘ publizierte Band präsentiert 15 Fallbeispiele aus zwölf germanischen, romanischen bzw. slawischen Sprachen Europas. Die Beiträge fokussieren auf drei Hauptaspekte des Konzepts der „doppelten Standards“: die deskriptive vs. präskriptive Auffassung von Standardsprachen, die Koexistenz von Standardvarietäten in plurizentrischen oder pluriarealen Kontexten sowie die Auswirkungen des Nebeneinanders mehrerer Standards im Mutter- und Fremdsprachenunterricht.
Elspaß, Stephan, Imke Mendoza, Bernhard Pöll & Erik Schleef (eds.). 2025. Double Standards. Codified norms and norms of usage in European languages (1600 – 2020). (Historical Sociolinguistics 9). Oxford: Lang. (DOI 10.3726/b22873)

