Forschungsdatenmanagement und FAIR DATA

 

Was versteht man unter Forschungsdatenmanagement?

Der Begriff Forschungsdatenmanagement bezeichnet alle Maßnahmen im Umgang mit Daten, die im Zuge von Forschungsprozessen generiert werden, mit dem Ziel, die Qualität und langfristige Nachnutzbarkeit dieser Daten zu verbessern. Strukturiertes Forschungsdatenmanagement ist damit Bestandteil guter wissenschaftlicher Praxis und bringt Vorteile für alle Stakeholder im wissenschaftlichen Prozess.

  • Aus Sicht der Forschungsfördergeber sind Transparenz und Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen sowie Vermeidung von Doppelarbeit durch Sicherstellung der Nachnutzbarkeit von Daten relevante Faktoren.
  • Aus Sicht der Forschenden erhöht das Teilen von Forschungsdaten Sichtbarkeit, Impact und langfristige Sicherung des Wertes der eigenen Forschung.
  • Aus Sicht der Forschungseinrichtungen bewirkt gezieltes Datenmanagement Kostenersparnis durch effizientere Datenhaltung und eine Leistungssteigerung in den Forschungsprojekten.

 

Die FAIR Prinzipien

Zur Beschreibung guten Forschungsdatenmanagements haben sich die  FAIR Prinzipien etabliert. Das Akronym steht für Findable, Accessible, Interoperable, Reusable und beschreibt Eigenschaften, die im Rahmen von Forschungsprojekten generierte Daten aufweisen sollten.

Konkret erreicht man dies durch Umsetzung folgender Maßnahmen:

  • Findable – Registrierung der Datensätze in wissenschaftlichen Nachweissystemen
  • Accessible – Archivierung der Daten in einem Forschungsdatenrepositorium (wenn nötig mit Zugriffsbeschränkung) und Beschreibung mit Metadaten
  • Interoperable – Verwendung von persistenten Identifikatoren (mindestens DOI und ORCID)
  • Reusable – Daten mit etabliertem Metadatenstandard beschreiben und freie Lizenz vergeben

Die Forschungsdaten-Policy der Universität Salzburg garantiert die Umsetzung dieser Prinzipien. Informationen zur Umsetzung der Policy finden Sie in dieser Handreichung.


 

Der Forschungsdatenlebenszyklus

Der Forschungsdatenlebenszyklus, also alle Phasen, die im Rahmen eines Forschungsprojektes durchlaufen werden, dient als Grundlage für eine strukturierte Planung des Datenmanagements.

Eine Einteilung der einzelnen Phasen finden Sie etwa bei  forschungsdaten.info. In jeder Phase sollte der Umgang mit Daten bewusst geplant werden. Beispiele für die einzelnen Schritte sind:

  • Planung des Forschungsvorhabens
  • Datenerhebung
  • Datenaufbereitung – und Analyse
  • Publikation der Daten
  • Archivierung
  • Nachnutzung

Der Umgang mit Daten in jedem Schritt dieser Phase wird in einem Datenmanagementplan dokumentiert.