HomeKunst-, Musik- und TanzwissenschaftAbteilung KunstgeschichteBLOGFUNDSTÜCK: VOGEL SELBSTERKENNTNIS
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Schlittenköpfe, 18./19. Jh. Tiroler Volkskundemuseum, Innsbruck Vogel Selbsterkenntnis
Im Tiroler Volkskundemuseum, Innsbruck, begegnet einem gleich mehrfach ein eigentümliches Mischwesen aus Mensch und Federvieh – ein Vogel, der auf der Brust ein Männergesicht trägt und diesem mit seinem Schnabel in die Nase kneift. Einmal aufmerksam geworden, meint man das Motiv bald überall zu sehen. Kein Wunder, denn in bürgerlichen Milieus des 17. und 18. Jahrhunderts erfreute sich der „Vogel Selbsterkenntnis“ enormer Beliebtheit. Ausgangspunkt war ein Augsburger Bilderbogen aus dem Verlag Joseph Friedrich Leopold (1668–1726), der vielen anderen Stechern, aber auch Stuckateuren, Schnitzern, Modelleuren und Hausmalern als Vorlage diente. Eine Deutungshilfe findet sich am oberen Rand des hier abgebildeten Blatts: „Nimm dich nur selbst bey der Nase“, steht dort geschrieben.
Fotos: Matthias Weiß, Bayerisches Nationalmuseum, Wikimedia Commons -
Vogel Selbsterkenntnis, Pustertal, 18. Jh. Tiroler Volkskundemuseum, Innsbruck
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Schlittenkopf, Gröden, 18. Jh. Tiroler Volkskundemuseum, Innsbruck -
Augsburger Bilderbogen, 18. Jh. -
Schlittenkopf, Süddeutschland, Mitte 18. Jh. Bayerisches Nationalmuseum, München -
Stockknauf aus Porzellan, Bayerisches Nationalmuseum, München, Leihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung