Himmel und Unipark
Foto: © Hubert Auer

 

Drittmittelprojekte

 

Gesicht und Bild. Kunst und Kosmetik, 1500–1800

Dr. Romana Sammern (Filzmoser), FWF Elise Richter Programm (V822)

 

Aktuelle Veranstaltungen

 

Weiterbauen am Denkmal. Eine internationale Tagung

Weiterbauen am Denkmal ist ein so altes wie aktuelles Thema. Seit wir von einer modernen Denkmalpflege sprechen, beschäftigt alle daran Beteiligten die Frage, in welcher Form eine angemessene Fortschreibung des Erhaltenswerten geschehen kann. Auf der Tagung soll das Fortschreiben des Bestehenden in den Blick genommen werden. Baudenkmale sind beständiger Transformation ausgesetzt, sei es durch die nagende Zeit, sei es durch Ansprüche an Nutzung und Funktion. Um sich über diese Übertragungs-, Umformungs- und Wandlungsgeschichten eine Vorstellung zu machen, sollen vor allem jüngere und aktuelle Projekte befragt werden: Was haben wir geerbt, was ist der Wert des Bestehenden, was geht auf dem Weg der Transformation ins Heute verloren, was gewinnen wir und was wollen wir der nächsten Generation übergeben. Die Tagung möchte durch die Verschränkung praktischer und theoretischer Perspektiven die kontroversen Herangehensweisen von Kunsthistorikern, Denkmalpflegern und Architekten zur Diskussionstellen. Der Tagungsort Salzburg, selbst Weltkulturerbe und durch kontrovers diskutierte Projekte ganz unmittelbar mit dem Thema derTagung verbunden, ist dabei bestens geeignet, um den Diskurs im Bereich des UNESCO-Welterbes voranzubringen

Salzburg, 11. bis 12. November 2021

Das detaillierte Programm folgt Anfang September.

 

Ut pictura medicina? Visuelle Kulturen und Medizin – Ut pictura medicina? Visual Arts and Medicine

Die Tagung befragt die Beziehung zwischen Medizin und Kunst auf allen Ebenen: Die soziale Stellung der Praktiker*innen, der Austausch von theoretischem und praktischem Wissen, geteilten Terminologien und Konzepten und die mit letzterem verbundene Disposition zum Teilen von Methoden der Beobachtung und Beschreibung. Aufgrund des Interesses an den parallelen Etablierungsprozessen in Bildender Kunst und Medizin liegt der Fokus der Tagung auf der Frühen Neuzeit, wobei ein möglichst weitgefasster zeitlicher Rahmen – vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert – zugleich die bedeutende Scharnierstellung dieser Epoche betonen möchte.

This conference investigates the relationship between medicine and art on all levels: the social position of practitioners, the exchange of theoretical and practical knowledge, the existence of shared nomenclature and concepts, and the concomitant tendency toward shared modes of observation and description. In order to better understand the parallel establishment of the two disciplines, the event will focus on early modernity, while also encompassing a broader time frame – from the Middle Ages to the nineteenth century – so as to cast the transitional status of the period into sharper relief.

11. – 13. November 2021, Salzburg/Online

Organisation: Robert Brennan (Sydney), Fabian Jonietz (München/Florenz), Romana Sammern (Salzburg)

Programm:

11. November 2021 Online/Salzburg, Unipark, Hörsaal 4 (Anna Bahr-Mildenburg)

Begrüßung und Abendvortrag / Welcome and Evening Lecture 18:0020:00 CET 

18:00 Romana Sammern (Salzburg): Einleitung / Introduction

18:30 Mechthild Fend (Frankfurt am Main): Das Krankheitsbild 

12. November 2021Online/Salzburg, Unipark, Seminarraum 4.101

Bilder, Ansteckung, Therapie / Images, Contagion, Therapeutics

10:00 Marianne Koos: Introduction to the Session

10:15–10:55 Catherine Lawless (Dublin): Images, Faith and Medicine in Medieval Tuscany

10:55–11:35 Katharine Stahlbuhk (Rom): Farben Sehen: Ficino und die grünen Wände. Ansätze zu einer frühneuzeitlichen ‘Chromotherapie’ oder die Assimilation durch Farbe

11:45–12:25 Bernhard Seidler (Köln): Impressive images and transmissible diseases – on the intersection between early modern theories of infection and psychology of art

12:25–13:05 Carly Boxer (Chicago, IL): Mimesis and Molds as Medicine: Wax Ex-Votos and Self-Portraits in Late Medieval England

Diagnose, Urteil / Diagnosis, Judgement

14:30 Introduction to the Session

14:45–15:25 Fabian Jonietz (München/Florenz): Die uroskopische Palette. Urinanalyse und Künstlerwissen nach Quintus und Galen

15:25–16:05 Christiane J. Hessler (Berlin): Der schamloseste Maler über die Scham: Erröten und Blutschwitzen – eine Maleranekdote in Andrés de Lagunas ‚Anatomica Methodus‘ (1535)

16:15–16:55 Fabrizio Federici (Rom): Giulio Mancini and Sebastiano Vannini: Medicine and Connoisseurship in Early Baroque Rome

16:55–17:35 Anna Arabindan-Kesson (Princeton, NJ): Case Notes: Doctors, Drawings and Diagnosis on the Plantation

Abendveranstaltung / Evening Event 18:3020:00 CET – Online/Salzburg, Unipark, Hörsaal 3 (Georg Eisler)

Artist Talk with Diana Policarpo (London/Lissabon)

13. November 2021Online/Salzburg, Unipark, Seminarraum 4.101

Scientia und die Artes / Scientia and the Artes

10:00 Introduction to the Session

10:15–10:55 Robert Brennan (Sydney): Painters, Physicians, and Skin Color in the ‘Beauty Industry’ of Late-Medieval Italy

10:55–11:35 Ariella Minden (Florenz/Toronto): Crafting Surgical Expertise in the Medical Manuals of Berengario da Carpi (1518–23)

11:45–12:25 Jasmin Mersmann (Linz): Life prolonging Colors, or: The Arts of Preservation         

12:25–13:05 Frances Gage (Buffalo, NY): ‘Little Different Than Anatomists’: Butchers, Painters and Professional Practice in the Carracci Academy

13:05–13:45 Katharina Anna Sabernig (Wien): Visualized Tibetan Materia Medica

Mittagessen und Abschluss / Lunch and Conclusion

Abreise / Departure 14:30 CET

Eine Veranstaltung des Programmbereichs Figurationen des Übergangs, interuniversitäre Kooperation Wissenschaft&Kunst zwischen Universität Salzburg und Universität Mozarteum mit großzügiger Unterstützung durch das Land Salzburg und den FWF.

 

Veranstaltungsreihe: Physiologien

Die Veranstaltungsreihe diskutiert Visualisierungen physiologischer Konstitutionen und ihre Rolle für die Genese, Transformation und Verbreitung von Wissen (medizinisches, naturkundliches, etc.) entlang von konkreten körperlichen Prozessen: Zeugen, Gebären, Altern, Sterben, Verdauen.Eine Veranstaltungsreihe des Programmbereichs Figurationen des Übergangs, interuniversitäre Kooperation Wissenschaft & Kunst zwischen Universität Salzburg und Universität Mozarteum.

Konzept: Romana Sammern

Programm:

16. Dezember, 17:00 Uhr Gespräch und Filmvorführung mit Alys George (New York) und Irini Athanassakis (Paris): Ökonomien des Mutterleibs. Voraussichtlicher Ort: Atelier/Kunstquartier Salzburg

Die Veranstaltungsreihe wird fortgesetzt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Programmbereichs: Figurationen des Übergangs.