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    Horatius Cocles verteidigt eine Tiberbrücke, während diese hinter ihm abgebaut wird. Mucius Scaevola hält seine Hand ins Feuer

    Vorbildliche Antike

    Römischen Geschichte an der Decke des Ständesaals

    Für den Grundkurs Ikonografie hieß es ein letztes Mal: „Auf zu den Originalen!“ Nach dem Besuch des Tugendsaals führte uns eine weitere Mini-Exkursion mit Matthias Weiß in die eigentlich geschlossene Neue Residenz – diesmal in den Ständesaal, der einst als Versammlungsort der Landstände des Erzstifts Salzburg diente.
    Im Fokus stand das Deckenprogramm des prächtigen Saals, dessen bunte Stuckreliefs römische Heldensagen zeigen. Das zentrale Bildfeld ist Horatius Cocles gewidmet, der Rom auf einer Brücke gegen die heranrückenden Truppen des Etruskerkönigs Porsenna verteidigt. Die beiden rahmenden Felder zeigen Mucius Scaevola, der seine Furchtlosigkeit demonstriert, indem er seine rechte Hand ins Feuer hält, und Marcus Curtius, der sich zum Wohl der Ewigen Stadt in eine Erdspalte stürzt. Gemeinsam vermitteln die Darstellungen vorbildhaftes Verhalten wie Loyalität und Opferbereitschaft im Dienst des Gemeinwohls. Dass die Szenen ausgerechnet den Ständesaal schmücken, ist dabei kein Zufall, denn die antiken Helden sollten als moralische Vorbilder für jene fungieren, die ‚unter ihnen‘ über die Belange des Erzstifts berieten

    Fotos: Julia Ortner
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    Marcus Curtius stürzt sich samt Pferd in eine Erdspalte auf dem Forum Romanum, um Rom zu retten
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    Nicht nur römische Heldensagen zieren den Ständesaal, sondern auch Grotesken und Büsten antiker Herrscher·innen
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    Auch zum Wappen des Bauherrn Wolf Dietrich von Raitenau galt es aufzuschauen
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    Zum Abschluss wurden weitere uomini famosi genauer betrachtet