Arbeiten mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen

Initiative "Uni Salzburg inklusiv"

Die Universitätsleitung steht dazu, der gesellschaftlichen Verpflichtung einer öffentlichen Universität zu Inklusion und Diversität nachzukommen. Besonders wichtig ist es der Universität, Inklusion in den Kernbereichen der Universität (Forschung & Lehre) zu leben. Entsprechend ist die Universität Salzburg bemüht, eine inklusive Arbeitsumgebung zu gestalten. Der Weg dorthin ist ein andauernder Prozess, in dem es natürlich noch Barrieren abzubauen gilt.

Illustration: Ein Papierschiff umschifft Hürden

Einen wichtigen Beitrag dazu soll die Initiative Uni Salzburg inklusiv leisten, welche im Frühling 2025 durch das Rektorat ins Leben gerufen wurde, um den Anteil an Mitarbeiter*innen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen zu erhöhen und Arbeitsplatz-Bedingungen zu verbessern. Die Abteilung FGDD (Family, Gender, Disability & Diversity) ist mit der Umsetzung betraut.

  • Welche Ziele strebt „Uni Salzburg inklusiv“ an?

    Die Hauptziele der Initiative sind zum einen, die Universität Salzburg als inklusive Arbeitsgeberin zu positionieren und zum anderen die Erhöhung des Anteils von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen (kurz: MmB) sowohl im Bereich des wissenschaftlichen Personals als auch im Bereich des Personals aus Dienstleistung und Verwaltung.

    Damit verknüpft sind folgende Unterziele:

    • Schaffung eines Arbeitsumfeldes, das eine langfristige Beschäftigung von MmB an der Universität Salzburg fördert
    • Übernahme der gesellschaftlichen Verantwortung für eine inklusive und diverse Gesellschaft durch die Universität Salzburg
    • Verringerung der Ausgleichstaxe, welche bei Nicht-Erfüllung der verpflichtenden Anstellungsquote von begünstigt behinderten Personen (je 1 Person aus dem Kreis der begünstigt behinderten Personen pro 25 Mitarbeiter*innen) zu bezahlen ist (Stand 1.1.2026: 512,- € / monatlich je nicht besetzter Pflichtstelle).
  • Wie soll die Zielerreichung gelingen und was trägt „Uni Salzburg inklusiv“ dazu bei?

    Um diese Ziele zu erreichen, setzt Uni Salzburg inklusiv mehrere Schritte.

    • Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen werden auf der Webseite ermutigt, Initiativbewerbungen an die Initiative zu schicken.
    • Das Team hinter Uni Salzburg inklusiv versucht – aufgrund der Bewerbungsunterlagen – eine Vermittlung an passende Abteilungen bzw. Fachbereiche der Universität.
    • Die in einer ersten Projektphase einmalig zusätzlich geschaffenen Stellen für MmB konnten an Initiativbewerber*innen vergeben werden. Nach der Anstellung erfolgt eine Begleitung der MmB durch Projektmitarbeiter*innen, so dass die jeweilige Stelle behalten, und nach der ersten Phase an der Universität eine Stelle im Rahmen des „regulären“ Stellenplans gefunden sowie langfristig besetzt werden kann.
    • Um den Einstieg in eine wissenschaftliche Karriere zu fördern, konnten zudem zusätzliche Studienassistenz-Stellen für Studierende mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen angeboten und besetzt werden.
    • Neben der Besetzung der zusätzlich geschaffenen Stellen erfolgt eine Sensibilisierung der bestehenden Arbeitsteams und der Vorgesetzten. Bei Bedarf werden Schulungen zur jeweiligen Behinderung oder Erkrankung angeboten, um eine gute Zusammenarbeit zu fördern.
    • Bauliche und digitale Barrierefreiheit sind ebenfalls wichtige Bausteine der Inklusionsstrategie. Ziel ist eine bedarfsgerechte barrierefreie Arbeitsplatzgestaltung – möglichst mit Beginn des Anstellungsverhältnisses, jedenfalls aber sobald entsprechende Bedarfe kommuniziert oder festgestellt werden.
    • Durch die Initiative kommt es noch stärker zur Hinterfragung von bestehenden Strukturen und Prozessen und deren (Weiter-)Entwicklung in Hinblick auf Barrierefreiheit und Inklusion.
  • An wen richtet sich „Uni Salzburg inklusiv“?

    Die Initiative Uni Salzburg inklusiv wendet sich prinzipiell an alle Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, welche Interesse an einer Beschäftigung an der Universität Salzburg haben, sowie bereits zum Kreis der begünstig behinderten Personen gehören oder aufgrund eines Grades der Behinderung von mindestens 50% begünstigbar sind.

    Zudem werden weitere Personengruppen an der Universität angesprochen und in die Initiative involviert:

    • Bereits beschäftigte Mitarbeiter*innen mit Behinderungen oder chronische Erkrankungen
    • Teams der Fachbereiche und Abteilungen, die Interesse an einem inklusiven Arbeitsbereich sowie an einer Zusammenarbeit mit MmB haben
    • Student*innen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, die Interesse an einer wissenschaftlichen Karriere haben und im Rahmen einer Studienassistenz-Stelle die Arbeit im wissenschaftlichen Feld ausprobieren möchten
    • Alle Fachbereichs- und Abteilungsleiter*innen der Universität
  • Wer sind die beteiligten Akteur*innen?

    Die Universität Salzburg, und hier insbesondere:

    • Vizerektorat für Personal
    • Team der Initiative Uni Salzburg inklusiv, Abteilung „Family, Gender, Disability & Diversity“
    • Personalabteilung

    In Kooperation mit NEBA – Netzwerk berufliche Assistenz ( www.neba.at)

  • Welche Erfahrungen konnten bisher gemacht werden?

    Das Interesse von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen an der Initiative ist sehr hoch, viele Initiativbewerbungen sind eingelangt.
    Alle zusätzlich geschaffenen Stellen konnten besetzt werden. Aktuell arbeitet das Projektteam mit den MmB daran, geeignete unbefristete Stellen an der Universität zu identifizieren und eine Übernahme zu fixieren.

    Im Oktober 2026 startet die zweite Runde der Studienassistenz-Stellen, wobei einige Studierende ihre Stellen verlängert haben.

    Die Zusammenarbeit in den Teams gelingt großteils gut, entstehen doch einmal Konflikte oder Missverständnisse konnten diese gemeinsam bearbeitet werden.

    Die Gestaltungsspielräume sowie die Begleitung durch Uni Salzburg inklusiv werden von den MmB sowie den Arbeitsteams und Vorgesetzten in Anspruch genommen.

    Die Initiative führt auch dazu, dass das Thema Behinderungen/chronische Erkrankungen stärker in den Fokus rückt, dass Mitarbeitende darüber nachdenken, was Arbeit mit Behinderungen bedeutet und wie das Arbeitsumfeld entsprechend angepasst werden kann – es findet somit eine gewisse Normalisierung im Umgang mit dem Thema statt.

    Uni Salzburg inklusiv schafft Möglichkeitsräume für MmB zur Teilhabe am Erwerbsleben und zeigt dadurch auch eine aktiv fördernde Wirkung auf die persönliche Entwicklung.

    Anzumerken ist aber auch, dass nicht jede vermittelte Stelle umgehend eine passende war. Teilweise wurden Arbeitsbereiche, Ansprechpersonen oder sogar Abteilungen bzw. Arbeitsgruppen geändert und angepasst. Insgesamt arbeitet die Initiative Uni Salzburg inklusiv sehr erfolgreich. Personen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen konnten neu eingestellt und somit deren Anteil am wissenschaftlichen Personal sowie am Personal aus Dienstleistung und Verwaltung gesteigert werden. Die Universität Salzburg zeigt sich – in einer vorläufigen Zwischenbilanz – sehr zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen.

  • Wie kann ich mich bewerben?

    Aktuell sind leider keine Stellen im Rahmen der Initiative Uni Salzburg inklusiv verfügbar. Senden Sie uns jedoch gerne jederzeit eine Initiativbewerbung an folgende E-Mail-Adresse:

    Voraussetzung für die Bewerbung ist eine Zugehörigkeit zum Kreis der begünstigt behinderten Personen (Feststellungsbescheid) oder ein Grad der Behinderung von mindestens 50% sowie der Bereitschaft, den  Feststellungsbescheid beim Sozialministeriumservice zu beantragen.

    Zudem können Sie sich jederzeit gerne auf  reguläre Stellenausschreibungen der Universität Salzburg bewerben können. Wenn Sie im Zuge Ihrer Bewerbung angeben, dass Sie über eine Behinderung und/oder chronische Erkrankung verfügen (unabhängig vom Grad der Behinderung), wird dies im Bewerbungsprozess entsprechend berücksichtigt.