AGIT 2026: Salzburg wurde erneut zum internationalen Zentrum der Geoinformatik
AGIT 2026: Internationale Geoinformatik-Community diskutierte die Zukunft von GeoAI und Erdbeobachtung in Salzburg
Rund 500 Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung aus aller Welt kamen am 8. und 9. Juli 2026 an der Natur- und Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg zur AGIT 2026 zusammen. Unter dem Motto „Shaping Geospatial Futures“ stand die Konferenz im Zeichen aktueller Entwicklungen in Geoinformatik, Künstlicher Intelligenz und Erdbeobachtung.
Die Universität Salzburg wurde damit erneut zum internationalen Treffpunkt der Geoinformatik-Community. Veranstaltet vom Fachbereichs Geoinformatik (Z_GIS) – bot die AGIT wissenschaftlichen Vorträge, Workshops, Posterpräsentationen, Industry Pitches und zahlreichen Möglichkeiten zum fachlichen Austausch.
Geoinformatik als Schlüsseltechnologie
Die diesjährige Konferenz zeigte eindrucksvoll, wie rasant sich das Fach Geoinformatik weiterentwickelt. Im Mittelpunkt standen unter anderem Anwendungen von Künstlichen Intelligenz in der räumlichen Datenanalyse (GeoAI), aktuelle Entwicklungen der Erdbeobachtung, Digitale Zwillinge, Spatial Data Spaces, Mobilität, Klimawandel, Naturgefahren sowie Fragen rund um Datenethik und den verantwortungsvollen Umgang mit Geodaten.
„Die AGIT lebt vom Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Gerade in Zeiten großer technologischer Veränderungen braucht es Plattformen, auf denen neue Ideen diskutiert und gemeinsam weiterentwickelt werden können“, betont Bernhard Zagel vom Team AGIT am Fachbereich Geoinformatik der Universität Salzburg.
Internationale Keynotes und wissenschaftliche Exzellenz
Zu den Höhepunkten zählten die Keynotes von Trisalyn Nelson, Director des Center for Spatial Studies and Data Science und Chair of Geography an der University of California, Santa Barbara zum Thema Ethik räumlicher Daten im Zeitalter der KI sowie Michael Putz, Co-Founder und CEO von Blackshark.ai. Insgesamt wurden rund 200 wissenschaftliche Beiträge, Poster und Workshops präsentiert.
Wissenschaftliche Nachwuchs Exzellenz ausgezeichnet
Ein Höhepunkt der Konferenz war erneut die Verleihung des AGEO Awards. Den ersten Platz erhielt Sarah Prinz (TU Wien) für ihre Arbeit „Think positive! – Comparing positive and negative experiences of bicycle riders“. Weitere Auszeichnungen gingen an Anna-Lena Müller (Universität Salzburg) und Mario Pracher (TU Wien).
Beim Best Student Paper Award überzeugten David Hackert, Raphaela Edler und Blake Byron Walker mit ihrer Arbeit über räumliche Analysen für Open-Source-Human-Rights-Untersuchungen. Weitere Preise gingen an Isabella Tkalec, Nikola Koktavá und Florian Winkler.
Austausch, Netzwerke und starke Partnerschaften
Neben dem wissenschaftlichen Programm bot die AGIT zahlreiche Möglichkeiten zum Networking und förderte den Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Konferenz leisteten die langjährigen Kooperationspartner und Sponsoren, darunter Esri, Synergis, movingLayer, AGEO, die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) sowie der H.Wichmann Verlag.
Blick nach vorne
Die AGIT 2026 machte deutlich, dass Geoinformatik eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen einnimmt – von der Klimaanpassung über nachhaltige Mobilität bis hin zu datenbasierten Entscheidungsprozessen. Themen wie GeoAI, hochauflösende Erdbeobachtung, Digitale Zwillinge und vertrauenswürdige Geodaten werden die Entwicklung des Fachgebiets in den kommenden Jahren maßgeblich prägen.
Die nächste AGIT findet am 7. und 8. Juli 2027 erneut an der Universität Salzburg statt.
Mehr Informationen:
Website: www.agit.at
Proceedings: eplus.uni-salzburg.at/agit
