News

Veröffentlicht am
Januar 26, 2026
Letzte Aktualisierung: Januar 26, 2026

Atelier Gespräch „Das Glücksrad der Fortuna – die Faszination eines Welterfolgs“

Anlässlich der Aufführung der Carmina Burana bei der Kulturvereinigung Salzburg.
In Kooperation mit der Universitätsbibliothek Salzburg und der Kulturvereinigung Salzburg

2. Februar 2026 | 17:00 Uhr | Bibliotheksaula | Hofstallgasse 2 | 5020 Salzburg | Austria 

Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Coelsch-Foisner im Gespräch mit dem künstlerischen Leiter Benjamin Schmid, dem Leiter des Bachchors Salzburg Michael Schneider und zwei Zeitzeugen: dem Komponisten Wilfried Hiller und der bildenden Künstlerin Antje Tesche-Mentzen.

Vorstellungen:

  • Mittwoch, 4. Februar 2026
  • Donnerstag, 5. Februar 2026
  • Freitag, 6. Februar 2026

1803 wurden die „Carmina Burana“, die Beurer Lieder, in der Bibliothek des Klosters Benediktbeuern gefunden. 1934 fiel Carl Orff diese Textsammlung von mittelhochdeutschen und lateinischen Spottgesängen, Liebesliedern, Trink- und Spielerliedern sowie geistlichen Theaterstücken aus dem 11. und 12. Jahrhundert in die Hände. Klang, Bilder und Sprachrhythmik inspirierten ihn derart, dass er noch am selben Tag zu komponieren begann und sich in Gedanken ein Bühnenwerk mit Sing- und Tanzchören ausmalte. Dafür fügte er 24 dieser Texte, hauptsächlich in Latein zu einem Libretto zusammen. Der Anrufung Fortunas folgend, deren Glücksrad den Aufstieg und Fall der Menschen bestimmt, werden in drei Teilen weltliche Themen besungen: die Freude über die Wiederkehr des Frühlings mit seinen wohltuenden Düften, Blüten und ‚süßtönendem Gesang‘, das Spielen und Trinken, Wollust und Genüsse, sowie Amors Pfeile, die Freud und Leid bringen. Im Schlusschor wird abermals die Wechselhaftigkeit der Schicksalsgöttin und das unerbittliche Rollen ihres Glücksrads beklagt. Carl Orffs szenische Kantate Carmina Burana wurde 1937 in der Oper zu Frankfurt am Main unter der musikalischen Leitung von Bertil Wetzelsberger und der Regie von Oskar Wälterlin uraufgeführt und zählt heute weltweit zu den meistgespielten Kompositionen des 20. Jahrhunderts, wenngleich sie häufiger konzertant als szenisch aufgeführt wird.

Gemeinsam mit den Zeitzeugen Wilfried Hiller (vielfach ausgezeichneter Komponist und Orff-Schüler) und Antje Tesche-Mentzen (Bildhauerin und Gestalterin des Orff-Denkmals für die Carl-Orff-Stiftung in Dießen am Ammersee) sowie dem künstlerischen Leiter der Kulturvereinigung Benjamin Schmid und dem Leiter des Bachchors geht das Atelier Gespräch in der Universitätsbibliothek Salzburg der Faszination nach, die die Beurer Liedtexte einst auf Carl Orff ausübten und die Carl Orffs „Carmina Burana“ heute ausüben.

Anmeldung zum Atelier Gespräch unter: 

Rad der Fortuna

Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Coelsch-Foisner 

Projektleiterin Atelier Gespräche

Universität Salzburg | Anglistik und Amerikanistik

Erzabt-Klotz-Straße 1 | 5020 Salzburg | Austria

E-Mail an Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Coelsch-Foisner 

Bild: Rad der Fortuna © Antje Tesche-Mentzen