Interdisziplinäre Tagung: Aufstand in Salzburg. 500 Jahre „Bauernkrieg” 1525/26
Anlässlich des 500. Gedenkjahres zum Salzburger Bauernkrieg findet vom 11. bis 13. Februar 2026 an der Universität Salzburg eine interdisziplinäre Tagung statt, bei der Historiker*innen und Expert*innen aus dem ganzen Alpenraum neue Perspektiven auf die Ereignisse von 1525/26 präsentieren.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Grußworten von Vizerektorin Michaela Rückl und Hofrat Josef Schöchl in Vertretung von Landesrätin Daniela Gutschi sowie einer Keynote von Gerd Schwerhoff, Universität Dresden, der den mitteleuropäischen Massenaufstand von 1524 bis 1526 im interregionalen Vergleich beleuchtet.
„Die Tagung verdeutlicht, wie wichtig wissenschaftliche Perspektiven für die Erforschung und das Verständnis historischer Konflikte sind. Als Universität Salzburg ist es unser Ziel und besonderes Anliegen, die Landesgeschichte interdisziplinär zu erforschen und voranzutreiben. Diese Veranstaltung beleuchtet ein zentrales Kapitel neu und trägt dazu bei, den Dialog über dessen Bedeutung für die Gegenwart zu fördern. Wir freuen uns, dass dieses Vorhaben in enger Kooperation mit unseren Partnerinstitutionen im Rahmen des Landesprojekts umgesetzt wird – ein starkes Beispiel für gelebte Third Mission“, so Vizerektorin Michaela Rückl.
Für Martin Knoll, Dekan der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät und Projektleiter seitens der Universität Salzburg, „trägt die Tagung durch ihre hochkarätige und internationale Besetzung dazu bei, das Salzburger Aufstandsgeschehen überregional vergleichend besser einordnen zu können.“
Ausblick
An den folgenden Tagen skizzieren Robert Rebitsch den Tiroler Aufstand und Martin Knoll die Salzburger Aufstandswellen. Die Rolle der Bischofsstadt wird durch Beiträge von Peter F. Kramml und Helmut Flachenecker vertieft. Danach werden Einblicke in bäuerliche Lebenswelten und regionale Unterschiede durch Wolfgang Neuper und Dieter Weiß gewährt. Othmar Hofer und Armin Torggler stellen den Einfluss des Bergbaus auf die Unruhen dar. Eine abendliche Podiumsdiskussion verbindet die Perspektiven von wissenschaftlicher Forschung und öffentlicher Vermittlung.
Der Abschlusstag widmet sich religiösen und gesellschaftlichen Fragen: Thomas Mitterecker untersucht Glaubenskonflikte im Salzburg des Erzbischofs Matthäus Lang, Johannes Lang die utopischen Vorstellungen der Aufständischen. In der Rezeption schlägt Sabine Veits-Falk Brücken zur Erinnerungskultur. Barbara Huber macht sich auf die schwierige Spurensuche nach der Rolle von Frauen im Aufstand. Maximilian Bertet und Andreas Zechner werden ihre Forschung zu einer historischen Holzkanone aus der Bauernkriegszeit vorstellen. Eine gemeinsame Schlussrunde beendet die Tagung.
Kontakt:
Univ.-Prof. Knoll Martin
Universität Salzburg | Geschichte
Rudolfskai 42/I | 5020 Salzburg
