MAJA – Mathematische Algorithmen für jedermann analysiert
Mehr als Formeln und Zahlen: Das Sparkling-Science-Projekt MAJA eröffnete neue Zugänge zur Mathematik und brachte Forschung direkt ins Klassenzimmer.
Das MAJA-Projekt – „Mathematische Algorithmen für Jedermann analysiert“ – widmete sich in seiner dreijährigen Laufzeit von Oktober 2022 bis Dezember 2025 der Analyse von mathematischen Algorithmen. Ziel des Projekts war es, mathematische Algorithmen aus dem oft abstrakten Kontext der Forschung herauszulösen und für ein breites Publikum verständlich zu machen. Gleichzeitig sollte vermittelt werden, wie stark Algorithmen unseren Alltag beeinflussen, welche Chancen sie bieten und wo ihre Grenzen liegen.
Das Sparkling Science Projekt wurde vom OeAD (Agentur für Bildung und Internationalisierung der Republik Österreich) gefördert und von Clemens Fuchs vom Fachbereich Mathematik der Universität Salzburg geleitet. Unterstützt wurde er dabei von seinen Fachbereichskollegen Andreas Schröder (Arbeitsgruppe Technische Mathematik) und Wolfgang Schmid (Arbeitsgruppe Diskrete Mathematik) und auch Lehrer an der HTL Braunau. Zudem war Simon Plangg von der Pädagogischen Hochschule Salzburg an dem Projekt beteiligt.
Das interdisziplinäre Team der Universität Salzburg und der Pädagogischen Hochschule Salzburg arbeitete bei MAJA eng mit Lehrkräften sowie Schüler:innen des Akademischen Gymnasiums Salzburg und der HTL Braunau zusammen.
Im MAJA-Projekt wurden Schüler:innen selbst zu Forschenden: Sie entwickelten eigene Ideen, programmierten Lösungen und tauchten in mathematische Fragestellungen ein, die weit über den Schulunterricht hinausreichen. So wurden etwa Kettenbrüche und numerische Methoden praxisnah und verständlich erlebbar.
Ein Highlight war etwa die Arbeit an sogenannten multiplikativ abhängigen Tupeln. Mithilfe selbst entwickelter Computerprogramme entdeckten die Schüler:innen neue mathematische Zusammenhänge.
Die klassische Knobelaufgabe die „Türme von Hanoi“ wurde genutzt, um algorithmisches Denken für die Allgemeinheit anschaulich zu vermitteln und eine Brücke zwischen Theorie und Anwendung zu schlagen.
Parallel dazu entstand eine speziell entwickelte MAJA-App, die zentrale mathematische Inhalte visuell aufbereitet und niederschwellig zugänglich macht. Sie zeigt beispielhaft, wie digitale Werkzeuge dazu beitragen können, Interesse zu wecken und komplexe Inhalte intuitiv verständlich zu machen. Das Abschlussgutachten, eingeholt vom OeAD bestätigt nun: MAJA hat wissenschaftliche Exzellenz mit innovativer Didaktik verbunden. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen hinterlässt das Projekt, praxiserprobte Konzepte, Materialien und digitale Werkzeuge, die auch in Zukunft in Schule und Forschung eingesetzt werden können.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein forschungsnaher Zugang das Verständnis von Mathematik und die Begeisterung für das Fach Mathematik deutlich steigert. Für viele Schüler:innen eröffnete MAJA einen neuen Blick auf die Mathematik: als Fach voller spannender Fragestellungen, kreativer Lösungswege und echter Forschungsarbeit.
Sparkling Science 2.0 ist ein österreichisches Forschungsförderprogramm, das Wissenschaft und Schule miteinander verbindet. Schüler*innen forschen gemeinsam mit Wissenschafter*innen an aktuellen Fragestellungen und gewinnen dabei direkte Einblicke in den Forschungsalltag.
Besonders erfreulich: Der OeAD hat soeben den Start der dritten Ausschreibung von Sparkling Science 2.0 angekündigt. Ab 1. September 2026 können neue Projekte eingereicht werden – auch die Universität Salzburg plant erneut eine Bewerbung.
