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Veröffentlicht am
Juni 10, 2025
Letzte Aktualisierung: Juni 10, 2025

Porträtreihe des Fachbereichs Umwelt & Biodiversität: Dr. Karin Gross

Dr. Karin Gross

Fachgebiet Ökologie der Pflanzen

FORSCHUNG:

Meine Forschung beschäftigt sich im weitesten Sinn mit Prozessen, die die Vielfalt vom Leben auf der Erde beeinflussen. Polyploidie (das Vorhandensein von mehr als zwei Chromosomensätzen in den Zellen; viele Nutzpflanzen wie zum Beispiel Weizen, viele Kartoffelsorten, Zuckerrohr, Erdbeeren, Baumwolle sind polyploid) und die Interaktion mit Bestäubern sind zwei der wichtigsten Faktoren, die die Evolution der Vielfalt der Blütenpflanze antreiben. In meiner Forschung untersuche ich insbesondere, wie sich Polyploidisierung auf die Vielfalt von Blütenmerkmalen innerhalb einer Art auswirkt. Dabei fokussiere ich mich auf Blütenmerkmale, die von zentraler Bedeutung für die Anlockung von Bestäubern sind wie Größe und Form der Blüten sowie Blütenduft. Zudem untersuche ich wie diese Vielfalt selektiv gefiltert wird zum Beispiel durch Bestäuber. Das Verständnis solcher evolutiven Prozesse ist auch essenziell, um verstehen zu können, wie Umweltveränderungen, inklusive solcher, die durch den Menschen gemacht sind, Biodiversität und Interaktionen zwischen verschiedenen Lebewesen beeinflussen.

NACHHALTIGKEIT:

Auch wenn komplette und dauerhafte Nachhaltigkeit schwierig zu erreichen ist, bin ich überzeugt, dass jede einzelne Person versuchen kann und soll sich dieser so gut wie möglich anzunähern. Jede bewusste ressourcen- und umweltschonende Entscheidung und Verhaltensweise leistet einen Beitrag dazu. Ich persönlich versuche meinen Beitrag dazu zu leisten, zum Beispiel indem ich mich (seit ich mich erinnern kann) vegetarisch und zum Teil vegan ernähre, kein Auto besitze und auch selten Auto fahre. Mit Flugreisen verbundene Konferenzbesuche versuche ich gerne möglichst gut und wenn möglich mehrfach zu nutzen, z.B. indem ich sie mit einem Besuch von Forschungskollaboratorinnen und -kollaboratoren und/oder Urlaub verbinde.

HOFFNUNG:

Das größte Hindernis, das es zu überwinden gilt, ist, dass es sowohl Einzelpersonen wie auch der Gesellschaft als Ganzes, der Wirtschaft und der Politik schwerfällt, die langfristigen Konsequenzen zu verstehen (oder verstehen zu wollen) und danach zu handeln. Hoffnung gibt mir jedoch, dass es, zumindest in einigen Teilen der Gesellschaft, mittlerweile weiter verbreitet und selbstverständlicher ist, sich Gedanken dazu zu machen, möglichst nachhaltig zu handeln und auch danach zu leben. Auch wenn es leider nicht immer danach aussieht, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass solche Gedanken und Handlungen in immer weitere Teile der Gesellschaft vordringen und dass dabei aktives Vorleben und sachliche Kommunikation im privaten Bereich, in der Lehre und/oder der Öffentlichkeit helfen können. Nachhaltigeres Leben muss nicht Verzicht und Einschränkungen bedeuten, sondern neue, spannende Herausforderung und Erfahrungen.

Karin Gross

Dr. Karin Gross

Fachgebiet Ökologie der Pflanzen

Fachbereich Umwelt & Biodiversität | Universität Salzburg PLUS

Hellbrunnerstraße 34 | A-5020 Salzburg

Tel: 066280445546

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Foto: © Karin Gross