Zeitgeschichte goes public: „NS-Verbrechen. Dynamiken – Dimensionen – Strukturen – Interpretation“
Am Montag, dem 25. November, fand die zweite Veranstaltung der Reihe „ZEITGESCHICHTE goes public“ im Studienjahr 2024/25 statt. Der Abend stand unter dem Titel „NS-Verbrechen. Dynamiken – Dimensionen – Strukturen – Interpretation“ und bot einen Vortrag von Dieter Pohl, Universitätsprofessor für Zeitgeschichte mit besonderer Berücksichtigung Ost- und Südosteuropas an der Universität Klagenfurt, gefolgt von einer Diskussion unter der Moderation von Johannes Dafinger.
Dieter Pohl betonte in seinem Vortrag die Bedeutung einer umfassenden Perspektive für die Strukturen der nationalsozialistischen Massenverbrechen – eine Herangehensweise, die lange Zeit fehlte. Mit seiner Arbeit analysiert Pohl die Dynamiken und die Ausbreitung der beispiellosen Gewalt in Deutschland und den von Deutschland besetzten Gebieten, insbesondere in der Ukraine.
Er beleuchtete die Dimensionen der Verbrechen, die Bandbreite der Opfergruppen sowie die Rolle der deutschen Gewaltorganisationen und ihre Zusammenarbeit mit ausländischen Akteuren. Durch seine systematische Herangehensweise eröffnet Pohl die Möglichkeit, die Verbrechen nicht nur im mitteleuropäischen, sondern auch im globalhistorischen Kontext einzuordnen.
Im Anschluss an den Vortrag entstand eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum. Dabei standen Pohls Forschungsergebnisse und offene Fragen in der wissenschaftlichen Aufarbeitung im Mittelpunkt sowie eine Einordnung von Begrifflichkeiten im Forschungszusammenhang.
Das Team von „ZEITGESCHICHTE goes public“ bedankt sich herzlich bei dem zahlreich erschienenen Publikum für das große Interesse und die engagierte Teilnahme an der Diskussion.
