Neue Projektmitteilung –
„VISION: ENVISIONING CONVIVIAL EUROPE” 

VISION zielt darauf ab, gemeinsam kritisches und transformierendes Wissen über ein gerechteres, nachhaltigeres und geselligeres Europa zu generieren. Es wird Wege aufzeigen, wie Europa seine normative Vision verwirklichen und ein Raum der Konnivenz werden kann.

Siehe auch Kyoko Shinozaki und  Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) 

 


Stellenausschreibung – Dissertant:in

GZ A 0108/1-2022

Am Fachbereich Soziologie und Sozialgeographie gelangt die Stelle e. wissenschaftlichen Mitarbeiter*in im Forschungs- und Lehrbetrieb gemäß UG und Angestelltengesetz mit e. Universitätsassistent*in gem. § 26 Kollektivvertrag der Universitäten (Dissertant*in) zur Besetzung. (Verwendungsgruppe B1; das monatliche Mindestentgelt für diese Verwendung beträgt € 2.294,00 brutto (14× jährlich) und kann sich eventuell auf Basis der kollektivvertraglichen Vorschriften durch die Anrechnung tätigkeitsspezifischer Vorerfahrungen erhöhen.)

  • Vorgesehener Dienstantritt: 1. Oktober 2022
  • Beschäftigungsdauer: 4 Jahre
  • Beschäftigungsausmaß in Wochenstunden: 30
  • Arbeitszeit: nach Vereinbarung
  • Aufgabenbereiche: wissenschaftliche Unterstützung im Forschungs- und Lehrbetrieb im Bereich Methoden der empirischen Sozialforschung (mit Schwerpunkt Surveyforschung) sowie administrative Aufgaben, selbständige Forschungstätigkeiten einschließlich der Abfassung und Veröffentlichung einer Dissertation und grundsätzlich ab dem dritten Verwendungsjahr selbständige Lehre im Ausmaß von zwei Wochenstunden; der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Bereich quantitativer Methoden der empirischen Sozialforschung, wobei am Fachbereich sowohl methodologische Grundlagenforschung als auch themenspezifische empirische Sozialforschung praktiziert wird. Insofern wird eine Offenheit gegenüber qualitativen Ansätzen und deren Kombination (Mixed Methods) vorausgesetzt. Es besteht die Möglichkeit, in der Dissertation eigene Fragestellungen und Forschungsinteressen zu verfolgen. Die Anbindung an laufende Umfrageprojekte (z.B. Digitize, Sozialer Survey Österreich), die potentielle Mitwirkung an fakultätsübergreifenden Doktoratskollegs sowie die Einbindung in internationale Methodennetzwerke (z.B. ESA RN 21, ISA RC33) bieten vielfältige Möglichkeiten der Vernetzung
  • Anstellungsvoraussetzungen: abgeschlossenes Diplom- bzw. Masterstudium der Soziologie oder eines verwandten sozialwissenschaftlichen Studiums mit Schwerpunkt in empirischer Sozialforschung; Aufnahme eines facheinschlägigen Doktoratsstudiums an der Universität Salzburg
  • Erwünschte Zusatzqualifikationen: Interesse an methodologischen Fragestellungen, Erfahrungen in quantitativer empirischer Sozialforschung, Bereitschaft zur Mitwirkung in themenspezifischen Forschungsprojekten
  • Gewünschte persönliche Eigenschaften: Teamfähigkeit und soziale Kompetenz, Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten und Zielstrebigkeit; Kreativität und Flexibilität

Bewerbungsfrist bis 8. Juni 2022.


Änderung Cuko-Vorsitz Soziologie

Liebe Studierenden,

ab Donnerstag, 27. Jänner, übernimmt Dr. Alexander Seymer die Agenden des Cuko-Vorsitzenden.
Sämtliche studienrechtlichen Angelegenheit (Anrechnungen etc.) werden daher ab 2. Februar in seiner Sprechstunde am Mittwoch, von 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr, bearbeitet.

Terminvereinbarungen richten Sie bitte per E-Mail an .

Mit besten Grüßen
Dr. Manfred Gabriel & Dr. Alexander Seymer


EUMIGS Double Degree webinar – 19.11.2021, 12-14 Uhr

–> Programme, structure and specifications for participants

 

Participants: Linköping University (SE), Malmö University (SE), Osnabrück University (DE), Universiidad de A Coruña (ES), Université de Neuchâtel (CH), Paris Lodron University Salzburg (AT), Liège University (BE)

Objective: information about the different programmes, recruitment

 


K. Hahn - Social Digitalisation

Neuerscheinung 2021 Kornelia Hahn

„Social Digitalisation. Persistent Transformations Beyond Digital Technology“

Heute ist die Monographie „Social Digitalisation. Persistent Transformations Beyond Digital Technology“ von Kornelia Hahn im international renommierten Verlag Palgrave Macmillan erschienen. 

Diese Monographie enthält eine neue Theorie zur langfristig andauernden Digitalisierung des sozialen Lebens. Mit dieser Theorie wird der aktuelle Digitalisierungstrend, der bisher allein durch das Aufkommen der digitalen Technologien erklärt wird, in einen breiteren Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen eingebettet.

Die Theorie ist ein innovativer und grundlegender Beitrag zum Diskurs und zur Erforschung des  Leitmotivs Digital Life der Universität Salzburg.

Link zur Monographie:  https://www.palgrave.com/gp/book/9783030798666


If: 3_2021 – Frauen und Digitalisierung

Standpunkt

Kyoko Shinozaki, Univ.-Professorin „Sozialer Wandel und Mobilitäten“

Shinozaki_standpunkt_if-3 2021
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Digitalisierung und Mobilität: zweischneidiges Schwert für Geschlechterverhältnisse

In der Coronopandemie hat sich Homeoffice in vielen Berufen sehr schnell durchgesetzt, was Pendelzeiten reduziert hat. Dies könnte im Prinzip auch gut ausgebildete Familienväter ,,entlasten“, die sonst aufgrund langer Pendelzeit negative Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu beklagen hoben (AK, 2019). Endlich mehr gemeinsame, entschleunigte Zeit -,,happy family“ also? Aktuellen Studien zufolge hat bei heterosexuellen Paaren die Zeit für Kinderbetreuung, die berufstätige Frauen verbringen, insgesamt viel stärker zugenommen, auch wenn bestimmte Gruppen von Vätern, die etwa auf Teilzeit reduziert hoben, nun mehr Zeit für Kinderbetreuung aufwenden (Berghammer, 2020). Die Work-Life-Balance in Familien, die getrennt über nationalstaatliche Grenzen hinweg leben, stellt eine weitere Herausforderung dar. Migrantische Altenpflegerinnen, die in österreichischen Privathaushalten arbeiten, werden durch ihre Mobilität Hauptbrotverdienerinnen, während sie täglich Kontakte mit ihren Kindern, (Ehe-)Partnerinnen und -Partnern und Eltern über soziale Medien aufrechterhalten. Berichtet wurde in vielen Fällen die ,,Intensivierung“ der Fürsorgerolle der transnationalen Mütter, weil sie – nicht den gesellschaftlichen Geschlechternormen entsprechend – ihre Kinder im Heimatort zurücklassen. Nicht neutral sind auch Algorithmen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind. Bekanntlich erkennen kommerzielle Gesichtserkennungssoftwares Gesichter von Frauen und Menschen mit nichtweißer Hautfarbe wesentlich ungenauer als die von weißen Männern. Neben der Frage der Objektivität der bereits eingesetzten Algorithmen für Gesichtserkennung fordern IT-Expertinnen und -Experten in den USA mehr Diversität bei Softwareentwicklerinnen und -entwicklern sowie Datenbanken, die die Algorithmen besser trainieren sollen (Buolomwini/ Gebru, 2018). Gerade bei neuen Berufen der Digitalisierung, in denen Frauen und Mädchen unterschiedlicher Herkunft ihre Karriere aufbauen können, ist dieses Thema auch in Österreich wichtig.

Zum Thema

Laura Ratusznik, Bachelor Soziologie, ob Oktober Masterstudium Soziologie an der Universität Salzburg

Frauen Digitalisierung - Zum Thema - L. Ratusznik
Frauen Digitalisierung – Zum Thema – L. Ratusznik

Die zunehmende Digitalisierung macht es für mich möglich, von zu Hause aus zu arbeiten. Das hat einen enormen Vorteil für mein Zeitmanagement. Durch die zunehmende Digitalisierung in vielen Bereichen ist man örtlich ungebundener und flexibler. Auch im Studium geht mit der zunehmenden Digitalisierung eine gewisse Flexibilität einher. Für mich gibt es aber auch einige Nachteile. Die örtliche Trennung von Arbeit und privat verschwindet und auch die sozialen Kontakte, die man vorher an der Universität oder in der Arbeit hatte, minimieren sich dadurch.

lnes Fingerlos, Bachelorstudium Soziologie im sechsten Semester, Masterstudium beginnt im Oktober

Frauen  Digitalisierung_Zum Thema_Ines Fingerlos
Frauen Digitalisierung_Zum Thema_Ines Fingerlos

Als Pendelstudierende und dreifache Mutter ermöglichen mir die Bestrebungen der Uni, Lehrveranstaltungen im Hörsaal und online anzubieten, hoffentlich auch in regulären Semestern mehr Flexibilität. Allerdings haben die drei Distanzlehre-Semester eindrucksvoll bestätigt, dass nicht alles digitalisiert werden kann. Die Qualität der Präsenzlehre übertrifft die Onlinelehre haushoch, besonders wenn es um Diskussionen, Nachbesprechungen am Gang und den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen geht. Bei meinem nach dem Studium angestrebten Job und meinem Wohnort mehr als 100 Kilometer vom Ballungsraum entfernt ist die Digitalisierung eine Chance, den Lebensmittelpunkt im ländlichen Raum beizubehalten und trotzdem meiner Qualifikation entsprechend flexibel arbeiten zu können.

Lucia Wöß, Bachelorstudium Soziologie im vierten Semester

Frauen  Digitalisierung - Zum Thema - Lucia Wöß
Frauen Digitalisierung – Zum Thema – Lucia Wöß

Digitalisierung bedeutet für mich die Möglichkeit, immer und überall studieren und arbeiten zu können. Die Herausforderung besteht jedoch darin, genau das nicht zu tun. Als junge Frau, die sich am Übergang zwischen Ausbildung und Berufsleben befindet, habe ich das Gefühl, mit einer Unmenge an neuen Anforderungen konfrontiert zu sein. Trotz all der Vorteile, die die Digitalisierung bietet, wünsche ich mich manchmal in eine weniger schnelllebige und vernetzte Welt zurück.


Informationen für Maturant*innen


 
 

Univ.-Prof. Dr. Beat Fux – Generations and Gender Surveys werden Teil der ESFRI-Roadmap

Foto von Univ.Prof. Dr. Beat FuxMit Beat Fux ist unsere Abteilung Teil eines Konsortiums, mit dem gemeinsamen Ziel der Planung, Durchführung und Auswertung des österreichischen Generations and Gender Panels im Rahmen des internationalen Generations and Gender Programms (GGP). Dieses Programm steht in einer langen Reihe soziodemographischer Strukturerhebungen, wie dem Princeton European Fertility Project (A.J. Coale und S.C. Watkins), dem World Fertility Survey (WFS) und dem Family and Fertility Surveys Projekt (FFS).

Das „Generations and Gender Programme“ (GGP) wurde 2000 von der UNO-Wirtschaftskommission (UNECE) als international vergleichende Panel-Studie konzipiert. 20 europäische und vier nicht-europäische Länder beteiligen sich derzeit mit nationalen Panels am Projekt, in deren Kontext einerseits repräsentative Daten zu individuellen Lebensverläufen (retrospektive Daten zur Berufs- und Ausbildungsbiographie, zur Familienbiographie (Geburten, Partnerschaftsverläufe) und zur Migrationsbiographie) und andererseits Längsschnittdaten (Panel) zu gender- und familienrelevanten Einstellungen und Werthaltungen bereit gestellt werden. Das Vorhaben liefert damit eine einzigartige sozialwissenschaftliche Infrastruktur zur Erforschung der Bevölkerungs- und Familiendynamik ( https://www.ggp-i.org/).

Am Konsortium unter der Federführung des Vienna Instituts of Demography (VID, ÖAW) beteiligen sich das Österreichische Institut für Familienforschung (Uni Wien), das Institut für Soziologie (Uni Wien), die Abteilung Soziologie und Kulturwissenschaft (Uni Salzburg), das Institut für Volkswirtschaftslehre (Uni Linz) und das Department für Sozioökonomie (WU Wien). Weitere Infos finden sich hier:  https://www.ggp-austria.at  Vor Kurzem wurde das Projekt vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung in die ESFRI-Roadmap (European Strategy Forum on Research Infrastructures) aufgenommen und erhält damit das Gütesiegel einer hochkarätigen europäischen Forschungsinfrastruktur ( https://www.esfri.eu/about-esfri)