Interdisziplinäre Kompetenzerweiterungen

Ab dem Wintersemester 2026/27 sind rund ein Drittel der Bachelorstudien an der Universität Salzburg auch im flexiblen Major-Minor-Modell studierbar. Zusätzlich werden fachübergreifende Kompetenzerweiterungen angeboten. Studienbeginn ist jeweils Winter- und Sommersemester. Die Zulassungsvoraussetzungen richten sich nach dem jeweils gewählten Major-Fach. 

Die interdisziplinären Kompetenzerweiterungen lassen sich mit jedem Major-Fach bzw. anderen Kompetenzerweiterungen an der Universität Salzburg kombinieren.

  • Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

    Unterrichtssprache: Deutsch

    Curriculum: Link

    Empfohlene Vorkenntnisse/Interessen: Interesse an Sprache, hohe Sprachbewusstheit und sprachanalytische Fähigkeiten

    Studieninhalte: Sprachliche, soziale, kulturelle und mediale Dimensionen von Kommunikation und Bildung in Migrations- und Mehrsprachigkeitsgesellschaften; Sprachlernprozesse, Sprachvermittlung, Begleitung von Lernenden, Gestaltung von sprachsensiblen Lehr- und Lernprozessen in der Erwachsenenbildung und anderen Bildungs- und Kommunikationsfeldern

    Besonderheiten: Hervorragende Kombinationsmöglichkeit mit einem breiten Angebot an Major-Fächern sowie anderen Kompetenzerweiterungen, ausgezeichnete Betreuungsrelation

    Aufbau des Studiums: Die Kompetenzerweiterung besteht aus den zwei Modulen „Grundlagen des Lehrens und Lernens von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ sowie „Lerngegenstände und Praxisfelder in DaF/DaZ“.

    Berufliche Perspektiven: Ein Verständnis von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache ist in einer globalisierten und von Migration und Mehrsprachigkeit geprägten Welt in verschiedenen Domänen wichtig. Zum einen ist die Vermittlung des Deutschen an Lernendengruppen mit nicht-deutscher Erstsprache im In- und Ausland in verschiedenen institutionellen Kontexten ein potenzielles Tätigkeitsfeld. Zum anderen ist in verschiedenen Berufsfeldern von Sozialarbeit oder Pädagogik über Medien bis zu Unternehmens- und Personalentwicklung die Fähigkeit, mit mehrsprachigen Personen sprachlich und kulturell reflektiert, diversitätssensibel und unterstützend umzugehen, zentral.

    Weiterführende Studienmöglichkeiten: Die weiterführenden Studienmöglichkeiten richten sich primär nach dem gewählten Major-Fach.

    Kontakt: 

  • Die Künste: Praxis und Vermittlung

    Unterrichtssprache. Deutsch, Englisch

    Curriculum: Link

    Empfohlene Vorkenntnisse/Interessen: Interesse an Kunst und Kultur, Interesse an interdisziplinärem Arbeiten

    Studieninhalte: Die Kompetenzerweiterung Die Künste: Praxis und Vermittlung befasst sich mit den Konzepten, Phänomenen und Prozessen der Wechselwirkung zwischen den Künsten und ihren Resonanzräumen, den kulturellen und künstlerischen Feldern und ihren Öffentlichkeiten. Sie zielt insbesondere auf eine vertiefte und anwendungsorientierte Auseinandersetzung an und mit den Schnittstellen von Kunst und Wissenschaft. Im Sinne der Zielsetzung der Interuniversitären Einrichtung Wissenschaft und Kunst der Universität Salzburg und der Universität Mozarteum Salzburg ist diese Kompetenzerweiterung transdisziplinär ausgerichtet. Die Lehre fokussiert dabei auf ein praxisorientiertes Verständnis für das Zusammenspiel von Produktion, Distribution/Vermittlung, Rezeption und Wirkung von Kunst und Kultur, neue Formen der Partizipation, transdisziplinären Arbeitens und künstlerisch-wissenschaftlicher Forschung. Sie verbindet wissenschaftlich-theoretische Reflexionen mit künstlerischer Praxis und Kompetenzen in Vermittlung. Durch ein projektorientiertes Lehrprogramm sollen zum einen Einblicke in Formen der Kunst- und Kulturproduktion in die (Berufs-)Felder der Vermittlung von Künsten und Kultur gegeben werden. Zum anderen besteht die Möglichkeit, künstlerische Praktiken unmittelbar zu erfahren sowie theoretisch und historisch zu reflektieren. Im Lehrprogramm werden Formen der (Mit-)Gestaltung kultureller Produktionen und ihrer Wissensvermittlungen ausgelotet und ein zeitgenössisches kritisches Verständnis kultureller Bildung etabliert.

    Besonderheiten: Verbindung von Theorie und Praxis, Wissenschaften und Künsten, praxisorientierte und projektbezogene Lehre, Zusammenarbeit mit Künstler:innen sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen vor Ort, sehr gute Betreuungsrelation, Gastvorträge, Exkursionen, Einblicke in die Berufsfelder; Möglichkeit, künstlerische Praktiken unmittelbar zu erfahren und zu erproben und historisch-theoretisch zu reflektieren.

    Aufbau des Studiums: Die Kompetenzerweiterung Die Künste: Praxis und Vermittlung besteht aus den folgenden zwei Modulen, für die 24 ECTS-Anrechnungspunkte vorgesehen sind:
    Basismodul Die Künste: Theorien und Diskurse – 12 ECTS
    Aufbaumodul Die Künste: Praxis und Vermittlung – 12 ECTS
    Summe gesamt: 24 ECTS

    Besondere Hinweise: Das Studium ist an der Interuniversitären Einrichtung Wissenschaft und Kunst angesiedelt. Dies ist die einzigartige Kooperation zwischen der Universität Mozarteum und der Universität Salzburg und bietet den Studierenden einen interuniversitären und interdisziplinären Austausch.

    Berufliche Perspektiven: Die Kompetenzerweiterung reagiert auf den strukturellen Wandel in Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft, in dem künstlerische Praktiken, Wissensproduktion und Formen der Vermittlung zunehmend ineinandergreifen. In Forschung, Lehre, Kulturinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Kontexten werden heute Kompetenzen benötigt, die disziplinäre Fachkenntnisse mit künstlerischen, projektbezogenen und vermittelnden Fähigkeiten verbinden. Dies entspricht internationalen Entwicklungen hin zu transdisziplinärer und gesellschaftlich eingebetteter Wissensproduktion.
    Im Kontext der Interuniversitären Einrichtung Wissenschaft und Kunst adressiert die Kompetenzerweiterung genau jene Kompetenzanforderungen, die aus der strukturellen Verschränkung von künstlerischer Praxis, wissenschaftlicher Forschung und Vermittlung entstehen. Die Kompetenzerweiterung übersetzt diese institutionelle Ausrichtung in eine systematische Qualifizierung der Studierenden für transdisziplinäre Projektarbeit, Vermittlungsformate und gesellschaftsbezogene künstlerisch-wissenschaftliche Forschungspraxis.
    Damit trägt die Kompetenzerweiterung zugleich zur Stärkung des Wissenschafts- und Kulturstandorts Salzburg und zur Qualifizierung der Studierenden in kultur-, bildungs- und wissenschaftsnahen Berufsfeldern bei, in denen Projektarbeit, Vermittlung und transdisziplinäre Zusammenarbeit zunehmend zentral sind. Wir vermitteln Zugänge in inter- und transdisziplinäre wissenschaftliche Praxis und Berufsfelder.

    Weiterführende Studienmöglichkeiten: Die weiterführenden Studienmöglichkeiten richten sich primär nach dem gewählten Major-Fach.

    Kontakte
    Martina Fladerer:
    Vanessa Friedl:
    Olga Syvovok:

    Websites
     https://w-k.sbg.ac.at/lehrangebot/
     https://w-k.sbg.ac.at/

  • Digital Earth und Geoinformation

    Unterrichtssprache: Deutsch

    Curriculum: Link

    Empfohlene Vorkenntnisse/Interessen: Die Kompetenzerweiterung Digital Earth & Geoinformation ist ideal für alle, die neugierig auf Karten, Satellitenbilder und digitale Welten sind. Besonders hilfreich ist, wenn du Interesse an räumlichen Zusammenhängen hast – also daran, wie Landschaften, Naturräume und Prozesse miteinander verbunden sind. Du solltest gerne mit Daten arbeiten, Dinge genau beobachten und Spaß daran haben, Informationen visuell darzustellen, zum Beispiel in Karten, Dashboards oder Storymaps. Nützlich sind außerdem grundlegende Computerkenntnisse und die Bereitschaft, neue digitale Werkzeuge auszuprobieren. Wenn du gerne kreativ arbeitest, Probleme löst und deine Ergebnisse klar erklären möchtest, bist du hier genau richtig. Teamfähigkeit und Offenheit für neue Perspektiven helfen dir zusätzlich, weil viele Aufgaben interdisziplinär sind und zeigen, wie Geodaten in Umwelt, Gesellschaft oder Alltag eingesetzt werden können.

    Studieninhalte: Die Kompetenzerweiterung Digital Earth und Geoinformation vermittelt grundlegende, fächerübergreifende Kompetenzen in Geoinformation und Digital Earth. Sie umfasst Methoden der Erfassung, Verarbeitung, Analyse und Modellierung raum-zeitlicher Daten sowie deren kartographische Aufbereitung, geovisuelle Darstellung und Kommunikation über digitale Geomedien. Die Lehrveranstaltungen basieren auf den konzeptionellen Grundlagen der Geographischen Informationswissenschaften und behandeln geoinformatische sowie modellbasierte Ansätze zur Bewertung räumlicher und raum-zeitlicher Prozesse. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung, Interpretation und kritischen Nutzung visueller und multimedialer Repräsentationen räumlicher Informationen.

    Besonderheiten: Die Kompetenzerweiterung befähigt Studierende, raum-zeitliche Fragestellungen wissenschaftlich fundiert zu bearbeiten, sie visuell klar zu kommunizieren und datengestützte Handlungsoptionen für Entscheidungsprozesse aufzuzeigen. Ziel ist der systematische Aufbau methodischer und analytischer Fähigkeiten mit raum-zeitlicher Perspektive, die für eine informationsorientierte digitale Gesellschaft und für Prozesse der digitalen Transformation erforderlich sind.

    Aufbau des Studiums: Die Kompetenzerweiterung Digital Earth und Geoinformation besteht aus insgesamt vier Modulen, für die 24 ECTS-Anrechnungspunkte vorgesehen sind. Diese gliedern sich in zwei Pflichtmodule und zwei Wahlmodule zu je 6 ECTS:

    Modul 1: Grundlagen: Digital Earth und Geoinformation (Pflichtmodul, 6 ECTS)

    Modul 2: Geomedien und Geovisualisierung (Pflichtmodul, 6 ECTS)

    Als Wahlmodule stehen zur Auswahl: Modul WM1 Datenerfassung und Datenintegration, Modul WM2 Erdbeobachtung, Modul WM3 Digitale Gesellschaft und Modul WM4 Integrierende Projektstudie.

    Besondere Hinweise: Digital Earth gilt als integraler Bestandteil moderner Geotechnologien. Dazu zählen Geoinformationssysteme, Fernerkundung, Satellitennavigation, Sensor- und Kommunikationsnetzwerke, Cloud-basierte Datenverarbeitung sowie immersive Darstellungen wie Virtual und Augmented Reality. Diese Technologien bilden die Grundlage für digitale Repräsentationen der realen Welt, einschließlich Digital-Twin-Ansätzen, die für das Verständnis, die Analyse und die Kommunikation komplexer räumlicher und raum-zeitlicher Phänomene wesentlich sind. Der Arbeitsmarkt verzeichnet zudem eine zunehmende Nachfrage nach grundlegenden Kompetenzen im Umgang mit Geodaten, digitalen Modellen und geomedialer Kommunikation. Die Interdisziplinäre Kompetenzerweiterung Digital Earth und Geoinformation vermittelt eine fachübergreifende, zukunftsorientierte Qualifikation, die Studierende befähigt, raumbezogene Fragestellungen fachübergreifend fundiert zu bearbeiten, und die in vielen Anwendungsfeldern erforderlich ist.

    Berufliche Perspektiven: Absolvent*innen erwerben grundlegende Kompetenzen im Umgang mit Geodaten, digitalen Modellen und geomedialer Kommunikation, wodurch die Kompetenzerweiterung eine fachübergreifende, zukunftsorientierte Qualifikation vermittelt, die in vielen Anwendungsfeldern erforderlich ist. Im Mittelpunkt steht dabei das Konzept der „Digital Earth“, die als integraler Bestandteil moderner Geotechnologien zu verstehen ist. Dazu zählen Geoinformationssysteme, Fernerkundung, Satellitennavigation, Sensor- und Kommunikationsnetzwerke, Cloud-basierte Datenverarbeitung sowie immersive Darstellungen wie Virtual und Augmented Reality. Diese Technologien bilden die Grundlage für digitale Repräsentationen der realen Welt, einschließlich Digital-Twin-Ansätzen, die für das Verständnis, die Analyse und die Kommunikation komplexer räumlicher und raum-zeitlicher Phänomene zunehmend unverzichtbar sind.

    Weiterführende Studienmöglichkeiten: Die weiterführenden Studienmöglichkeiten richten sich primär nach dem gewählten Major-Fach.

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  • Gender, Diversity & Equality

    Unterrichtssprache: Deutsch, Englisch

    Curriculum: Link

    Empfohlene Vorkenntnisse/Interessen: Hilfreich sind ein ausgeprägtes Interesse an interdisziplinären Fragestellungen sowie die Bereitschaft zur kritischen und reflexiven Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen, Rollenbildern und Ungleichheitskategorien. Da die fachliche Kommunikation sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache stattfindet, sind gute Englischkenntnisse für die Bearbeitung internationaler Fachliteratur von Vorteil. Zudem sind Team-, Diskussions- und Argumentationsbereitschaft für die stark interaktiven Lehrveranstaltungstypen (wie Seminare und Konversatorien) sehr förderlich.

    Studieninhalte: Die Kompetenzerweiterung „Gender, Diversity & Equality“ vermittelt interdisziplinäre und forschungsgeleitete Kenntnisse zu Geschlechterverhältnissen, Diversität und Gleichstellung in historischen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, ökonomischen, religiösen, kulturellen, künstlerischen und medialen, naturwissenschaftlichen und lebenswissenschaftlichen Kontexten. Sie trägt zudem zur Förderung demokratischer Kompetenzen, insbesondere im Hinblick auf Teilhabe, Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit, bei. Auf Basis forschungsgeleiteter Lehre aus den Digital-, Gesellschafts-, Kultur-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, den Natur- und Lebenswissenschaften sowie der Theologie fördert das „Gender, Diversity & Equality“-Angebot eine kritische, analytische und reflexive Auseinandersetzung mit Geschlechterunterschieden, -verhältnissen, -identitäten und -rollenbildern. Dabei werden intersektionelle Bezüge zu weiteren Struktur- und Ungleichheitskategorien wie Klasse, Ethnizität, Alter, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung, Behinderung sowie Digitalisierung systematisch berücksichtigt.

    Besonderheiten: Die Salzburger Kompetenzerweiterung zeichnet sich durch ihren stark interdisziplinären und interfakultären Charakter aus. Sie verknüpft theoretische Grundlagen eng mit anwendungs- und praxisorientierten Zugängen sowie einer fundierten Ausbildung in qualitativen, quantitativen, computergestützten und künstlerischen Methoden der Geschlechter- und Diversitätsforschung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung von methodischen Kompetenzen zur intersektionellen Analyse komplexer sozialer Ungleichheitsverhältnisse und der kritischen Reflexion von Daten, Methoden und potenziellen Biases in Forschung und Praxis. Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit, im dritten Modul ein vierwöchiges, forschungsbezogenes Praktikum durch aktive Mitwirkung an universitären Forschungsvorhaben im Bereich GDE zu absolvieren. Zudem bietet das Curriculum innovative und erfahrungsorientierte Lehrformate, wie beispielsweise geschlechterbezogene Kurse mit Elementen aus Theater und Debatten.

    Aufbau des Studiums: Die Kompetenzerweiterung ist klar modular aufgebaut und verbindet theoretische und historische Grundlagen der Geschlechterforschung, methodische Kompetenzen intersektioneller Forschung sowie anwendungs- und praxisorientierte Zugänge mit vertiefenden thematischen Schwerpunkten:

    Modul 1: Einführung in die Geschlechterforschung (6 ECTS-Anrechnungspunkte): theoretische Grundlagen der Geschlechterforschung sowie historische und politische Perspektiven

    Modul 2: Vertiefende Geschlechterforschung (12 ECTS-Anrechnungspunkte): vertiefende thematische Schwerpunkte in ausgewählten Themenbereichen

    Modul 3: Angewandte Geschlechterforschung (6 ECTS-Anrechnungspunkte): methodische Kompetenzen intersektioneller Forschung und anwendungsorientierte Zugänge

    Das Modul 1 (6 ECTS-Anrechnungspunkte) vermittelt grundlegende theoretische, historische und interdisziplinäre Zugänge der Geschlechterforschung und schafft ein gemeinsames Begriffs- und Theorienverständnis zu Gender, Macht, Ungleichheit und Diversität in gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontexten. Das Modul 2 (12 ECTS-Anrechnungspunkte) ermöglicht eine individuelle Vertiefung in zwei thematischen Schwerpunkten und adressiert zentrale Fragestellungen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Recht, Medien, Kultur, Religion und Ethik, Bildung, Organisationen und Arbeitswelt, Digitalisierung und Gleichstellung sowie Natur-, Gesundheits- und Umweltkontexten. Es fördert interdisziplinäre Analysekompetenz und eine profilbildende Schwerpunktsetzung. Das Modul 3 (6 ECTS-Anrechnungspunkte) fokussiert auf methodische Kompetenzen der intersektionellen Geschlechter- und Diversitätsforschung sowie auf den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in praxis- und forschungsbezogene Anwendungsfelder.

    Besondere Hinweise: Diese Kompetenzerweiterung bietet die Möglichkeit, ein Major-Fach um ein hochaktuelles interdisziplinäres Profil zu ergänzen. Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit Geschlechterverhältnissen werden fundierte Analysekompetenzen und Methodenkompetenzen vermittelt, die in modernen Arbeitswelten wie dem Diversitätsmanagement, in NGOs, der öffentlichen Verwaltung oder der Personalentwicklung verstärkt nachgefragt werden. Das Curriculum zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus: Es können individuelle thematische Schwerpunkte gewählt, wie zum Beispiel in den Bereichen Digitalisierung, Medien, Wirtschaft, Recht oder Naturwissenschaften, und theoretische Inhalte im Rahmen eines forschungsgeleiteten Praktikums direkt angewendet werden. In den Lehrveranstaltungen wird großer Wert auf ein inklusives, diskriminierungssensibles und reflexives Lernumfeld gelegt, das den interdisziplinären Austausch und die gemeinsame Diskussion fördert.

    Berufliche Perspektiven: Die Kompetenzerweiterung reagiert auf den stark wachsenden Bedarf an fundierter Gender- und Diversitätskompetenz am Arbeitsmarkt. In Kombination mit einem Major-Fach bereitet das Studium auf Führungs-, Gestaltungs- und Beratungsaufgaben in einer von globalen Transformationsprozessen geprägten Arbeitswelt vor. Absolvent*innen stehen vielseitige Berufsfelder offen, darunter das Gleichstellungs- und Diversitätsmanagement, die Personal- und Organisationsentwicklung, die öffentliche Verwaltung und Politikberatung, Tätigkeiten in NGOs und internationalen Interessenvertretungen sowie Arbeitsfelder im Bildungs- und Mediensektor, im Kulturmanagement, der Unternehmensberatung (Nachhaltigkeit & Compliance) oder im Wissenschaftsmanagement.

    Weiterführende Studienmöglichkeiten: Da es sich um eine Kompetenzerweiterung (24 ECTS) im Rahmen des Bachelorstudiums handelt, qualifiziert der Abschluss primär im Verbund mit dem Major-Fach für die entsprechenden konsekutiven Masterstudien der jeweiligen Fachbereiche an der Universität Salzburg. Die erworbenen interdisziplinären Kompetenzen bieten zudem eine hervorragende Basis für spezialisierte, weiterführende Master- oder Universitätslehrgänge im Bereich Gender und Diversity im In- und Ausland.

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  • Interdisziplinäre Mittelalter- und Frühneuzeitstudien mit Schwerpunkt Digital Humanities

    Unterrichtssprache: Deutsch, Englisch

    Curriculum: Link

    Empfohlene Vorkenntnisse/Interessen: Die Kompetenzerweiterung zeichnet sich durch vielfältige Wahlmöglichkeiten an Lehrveranstaltungen aus, wodurch individuelle Schwerpunktsetzungen möglich sind. Je nach gewähltem Fokus können daher unterschiedliche Kenntnisse, Interessen und Fähigkeiten für das Absolvieren der Kompetenzerweiterung hilfreich sein. Für Studierende kann es hilfreich sein, über Kenntnisse in Latein und in verschiedenen Sprachen des europäischen Mittelalters und der Frühen Neuzeit zu verfügen, ein grundlegendes Verständnis für Daten und Datenstrukturen mitzubringen sowie Basiswissen zu soziopolitischen, soziokulturellen, literatur- und kunstgeschichtlichen sowie kulturwissenschaftlichen Fragen und Themen zu den Epochen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit zu besitzen.

    Kombinationsmöglichkeiten: Grundsätzlich lässt sich diese Kompetenzerweiterung mit jedem Major-Fach bzw. anderen Kompetenzerweiterungen an der Universität Salzburg kombinieren. Besonders empfehlenswert sind Kombinationen mit Major-Fächern der Kulturwissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Digitale und Analytische Wissenschaften im Kontext der Digital Humanities.

    Studieninhalte: Die Kompetenzerweiterung „Interdisziplinäre Mittelalter- und Frühneuzeitstudien mit Schwerpunkt Digital Humanities“ bietet ein fakultätsübergreifendes Studienprogramm, das Disziplinen wie Geschichte, Kunstgeschichte, Jüdische Kulturgeschichte, Mittelalterarchäologie, Philologien (Anglistik/Amerikanistik, Germanistik, Latein, Romanistik, Slawistik), Philosophie, Theologie und Medizingeschichte miteinander verbindet. Interdisziplinäre Perspektiven werden insbesondere in Lehrveranstaltungen wie der jährlichen Ringvorlesung des IZMF und des IMAREAL gefördert.

    Die Kompetenzerweiterung vermittelt fundierte und praxisorientierte Kenntnisse zu Geschichte, Kultur, Kunst, Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Dabei werden die historischen, kulturellen und ästhetischen Bedingungen dieser Epochen ebenso behandelt wie deren nachhaltige Wirkung bis in die Gegenwart, etwa in Form von Kunstwerken, literarischen Traditionen, Denkformen oder Baudenkmälern.

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Digital Humanities. Die Studierenden erwerben Kompetenzen im Umgang mit digitalen Methoden, Daten und Werkzeugen sowie mit aktuellen Standards und Best Practices der geisteswissenschaftlichen Forschung. Dadurch verbindet die Kompetenzerweiterung historische und kulturwissenschaftliche Expertise mit einer zeitgemäßen, berufs- und forschungsorientierten Ausbildung.

    Besonderheiten: Das IZMF (Interdisziplinäres Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitstudien) bietet seit vielen Jahren erfolgreich eine Studienergänzung an und freut sich, dieses Angebot nun durch eine Kompetenzerweiterung auszubauen.

    Besonders attraktiv ist das Studium in Salzburg durch die enge Verbindung von Lehre und Forschung sowie den fachübergreifenden Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen, der bereits im Selbstverständnis des Interdisziplinären Zentrums verankert ist. Die Kompetenzerweiterung ermöglicht individuelle Schwerpunktsetzungen und die flexible Kombination von Lehrveranstaltungen verschiedener Fakultäten. Begünstigt wird dies durch die räumliche Nähe der Universitätsstandorte, die unkompliziert zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.

    Ein weiterer Vorteil des Studienstandorts Salzburg liegt in der persönlichen Betreuung der Studierenden. Kleine Lehrveranstaltungsgruppen fördern den direkten Austausch mit den Lehrenden und schaffen optimale Voraussetzungen für eine individuelle Begleitung im Studium.

    Inhaltlich liegt ein besonderer Schwerpunkt der Salzburger Geisteswissenschaften auf der materiellen Kultur sowie auf Fragen des (Digital) Cultural Heritage. Zahlreiche Kooperationen mit Salzburger Kulturerbeeinrichtungen ermöglichen unmittelbare Zugänge zu den Forschungsgegenständen und bieten praxisnahe Einblicke in deren wissenschaftliche Bearbeitung. Die Beteiligung zahlreicher Fächer eröffnet darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten interdisziplinären Arbeitens. Für den Bereich Digital Humanities steht mit dem Database Research Cluster an der DAS eine Core Facility zur Verfügung, die Forschung und Lehre durch entsprechende Infrastruktur und Expertise unterstützt.

    Aufbau des Studiums: Die Kompetenzerweiterung „Interdisziplinäre Mittelalter- und Frühneuzeitstudien mit Schwerpunkt Digital Humanities“ besteht aus zwei Modulen, für die insgesamt 24 ECTS-Anrechnungspunkte vorgesehen sind.
    Im Basismodul muss die Interdisziplinäre Ringvorlesung des IZMF (3 ECTS) besucht werden (angeboten jedes Wintersemester), sowie LVs aus dem Themenbereich Interdisziplinäre Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (3 ECTS) und LVs aus dem Themenbereich Digital Humanities (6 ECTS).
    Im Aufbaumodul werden LVs aus dem Themenbereich Interdisziplinäre Mittelalter- und Frühneuzeitforschung besucht (9 ECTS) und LVs aus dem Themenbereich Digital Humanities (3 ECTS).

    Besondere Hinweise: Die Kompetenzerweiterung vermittelt den Studierenden Kompetenzen, darunter aktuelle Arbeitstechniken aus den Digital Humanities, die sie im Bereich universitärer und außeruniversitärer Forschungsinstitutionen, der Archiv-, Bibliotheks- und Museumslandschaft sowie in anderen Branchen der Kulturvermittlung beruflich fruchtbar machen und zukunftssicher anwenden können.

    Berufliche Perspektiven: Am Ende des Studiums verfügen Absolvent*innen der Kompetenzerweiterung über fundierte fachliche, methodische und theoretische Kenntnisse sowie über die Fähigkeit zur kritischen Reflexion. Sie sind in der Lage, interdisziplinäre geisteswissenschaftliche Fragestellungen im Bereich der Mittelalter- und Frühneuzeitstudien zu bearbeiten und dabei digitale Methoden zielgerichtet einzusetzen. Dadurch können sie unter fachlicher Anleitung eigenständige Forschungsleistungen erbringen.

    Die Kompetenzerweiterung vermittelt ein spezialisiertes Qualifikationsprofil, das für Tätigkeiten im universitären wie auch außeruniversitären Bereich qualifiziert. Durch den Schwerpunkt Digital Humanities erwerben die Absolvent:innen zudem Kompetenzen, die sie für Berufsfelder befähigen, in denen die Digitalisierung und digitale Transformation von Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft aktiv mitgestaltet werden.

    Je nach individueller Schwerpunktsetzung in den gewählten Lehrveranstaltungen eröffnen sich unter anderem folgende Berufsfelder:

    • Datenmodellierung, Datenanalyse und Datenmanagement im akademischen und unternehmerischen Umfeld
    • Digitale Services und Infrastrukturmanagement
    • Archiv- und Ausstellungswesen
    • Bibliotheks- und Dokumentationswesen
    • Bau- und Denkmalpflege
    • Öffentlichkeits-, Verlags-, Presse- und Medienarbeit
    • Kunst- und Kulturvermittlung
    • Jugend- und Erwachsenenbildung

    Die Kombination mit informationstechnologischen Fächern erweitert und vertieft diese beruflichen Perspektiven zusätzlich.

    Weiterführende Studienmöglichkeiten: Die weiterführenden Studienmöglichkeiten richten sich primär nach dem gewählten Major-Fach.

    Kontakt:

    Websites

     Interdisziplinäres Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitstudien: https://izmf-salzburg.at/

     Institut für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit: https://www.imareal.sbg.ac.at/

     Mittelhochdeutsche Begriffsdatenbank:  https://mhdbdb.sbg.ac.at/

     Database Research Cluster: https://dbresearch.uni-salzburg.at/

  • Klimawandel und Nachhaltigkeit

    Unterrichtssprache: Deutsch

    Curriculum: Link

    Empfohlene Vorkenntnisse/Interessen: Da die Kompetenzerweiterung alle Fakultäten umfasst, sind auch die benötigten Fähigkeiten vielseitig.

    Studieninhalte: Der Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit dar. Wissenschaftliche Befunde belegen, dass dringendes Handeln notwendig ist, um die negativen Konsequenzen des Klimawandels zu reduzieren. Die Kompetenzerweiterung „Klimawandel und Nachhaltigkeit“ ermöglicht Studierenden aller Fachrichtungen eine vertiefende und kritische Auseinandersetzung sowie einen ganzheitlichen, wissenschaftlich fundierten Blick für Lösungen hinsichtlich des Klimawandels und der Förderung von Nachhaltigkeit. Ziel ist es, interdisziplinäre Grundlagen zu vermitteln sowie einen Überblick über die Zugänge zur Thematik der an der Universität Salzburg vertretenen Disziplinen zu geben. Da künftig bei der Entwicklung von Handlungskonzepten im Umgang mit dem Klimawandel und der Förderung von Nachhaltigkeit Expertisen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen gefragt sind und es sich um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung handelt, richtet sich die Kompetenzerweiterung an Studierende aller Fachrichtungen.

    Besonderheiten: Im Rahmen der Kompetenzerweiterung „Klimawandel und Nachhaltigkeit“ an der Universität Salzburg wird die Thematik aus Fachrichtungen aller Fakultäten der Universität beleuchtet. Dadurch haben die Absolvent*innen die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild zu verschaffen.

    Aufbau des Studiums: Die Kompetenzerweiterung „Klimawandel und Nachhaltigkeit“ ist interdisziplinär angelegt und umfasst Lehrveranstaltungen aus natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen. Sie gliedert sich in ein Basismodul bestehend aus „Naturwissenschaftliche Grundlagen“ und „Gesellschaftliche Grundlagen“ sowie ein Aufbaumodul bestehend aus „Naturwissenschaftliche Vertiefung“ und „Gesellschaftliche Vertiefung“. Die Ring-Vorlesung „Einführung in die Klima- und Energiepolitik“ ist eine Pflicht-Lehrveranstaltung. Aus den anderen Bereichen in den beiden Modulen müssen jeweils Lehrveranstaltungen im Ausmaß von mindestens 3 ECTS-Anrechnungspunkten absolviert werden. Insgesamt hat die Kompetenzerweiterung ein Gesamtausmaß von 24 ECTS-Anrechnungspunkten.

    Berufliche Perspektiven: Die konkreten Berufsperspektiven ergeben sich aus der Kombination mit dem gewählten Major-Fach. Da der Klimawandel eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung darstellt und in nahezu allen Berufsfeldern an Bedeutung gewinnt, ist eine fundierte Grundbildung in diesem Bereich eine wertvolle Ergänzung für die spätere berufliche Entwicklung.

    Weiterführende Studienmöglichkeiten: Die weiterführenden Studienmöglichkeiten richten sich primär nach dem gewählten Major-Fach.

    Kontakt:

  • Kulturmanagement und Kulturelle Produktion

    Unterrichtssprache: Deutsch, Englisch

    Curriculum: Link

    Empfohlene Vorkenntnisse/Interessen: Bereitschaft für interdisziplinäre Zugänge; Interesse an Kunst und Kultur

    Studieninhalte: Die Kompetenzerweiterung Kulturmanagement und Kulturelle Produktion vermittelt transdisziplinäres Wissen an den Schnittstellen künstlerischer und kultureller Managementprozesse und gesellschaftlicher Bedeutungsproduktionen. Das Angebot beinhaltet theoretische und praxisnahe Grundlagen in folgenden Bereichen: zeitgenössische Kunst, Kulturarbeit, Konzepte und Methoden des Kulturmanagements sowie teilhabeorientierte kulturelle Produktions- und Bildungsprozesse im Kontext gesellschaftlich relevanter Themen und Entwicklungen. Die Lehre fokussiert dabei auf ein praxisorientiertes Verständnis für das Zusammenspiel von Produktion, Distribution/Vermittlung, Rezeption und Wirkung von Kunst und Kultur, neue Formen der Partizipation, transdisziplinären Arbeitens und künstlerisch-wissenschaftlicher Forschung.

    Besonderheiten: Verbindung von Theorie und Praxis, Wissenschaften und Künsten, praxisorientierte und projektbezogene Lehre, Zusammenarbeit mit Künstler:innen sowie kulturellen und sozialen Einrichtungen vor Ort, sehr gute Betreuungsrelation, Gastvorträge, Exkursionen, Einblicke in die Berufsfelder; Möglichkeit, künstlerische Praktiken unmittelbar zu erfahren und zu erproben und historisch-theoretisch zu reflektieren.

    Aufbau des Studiums: Die Kompetenzerweiterung Kulturmanagement und Kulturelle Produktion besteht aus den folgenden zwei Modulen, für die 24 ECTS-Anrechnungspunkte vorgesehen sind:
    Basismodul Die Künste: Theorien und Diskurse – 12 ECTS
    Aufbaumodul Kulturmanagement und Kulturelle Produktion – 12 ECTS
    Summe gesamt: 24 ECTS

    Besondere Hinweise: Das Studium ist an der Interuniversitären Einrichtung Wissenschaft und Kunst angesiedelt. Dies ist die einzigartige Kooperation zwischen der Universität Mozarteum und der Universität Salzburg und bietet den Studierenden einen interuniversitären und interdisziplinären Austausch.

    Berufliche Perspektiven: Arbeitsmarktbezogen trägt die Kompetenzerweiterung der wachsenden Nachfrage nach Kulturmanager:innen Rechnung, die künstlerische Inhalte mit Managementkompetenz verbinden. In einem zunehmend projektorientierten Feld vermittelt sie praxisnahe Fähigkeiten für Planung, Finanzierung und Umsetzung kultureller Projekte und qualifiziert für neue Berufsfelder in Kulturinstitutionen, der freien Szene, der Community-Arbeit, der Kulturvermittlung, der Kreativwirtschaft und in kulturpolitischen Organisationen.
    Wir vermitteln Zugänge in inter- und transdisziplinäre wissenschaftliche Praxis und Berufsfelder.

    Weiterführende Studienmöglichkeiten: Die weiterführenden Studienmöglichkeiten richten sich primär nach dem gewählten Major-Fach.

    Kontakte
    Martina Fladerer:
    Vanessa Friedl:
    Olga Syvovok:

    Websites
     https://w-k.sbg.ac.at/lehrangebot/
     https://w-k.sbg.ac.at/