Vortragsreihe Sozialpädagogische Blicke

Die Veranstaltungsreihe findet seit 2015 am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg statt und wird dort von der Arbeitsgruppe Sozialpädagogik jährlich ausgerichtet. Mit der Veranstaltungsreihe „Sozialpädagogische Blicke“ öffnet sich die Universität Salzburg immer im Herbst/Winter für aktuelle Entwicklungen und Debatten in Praxis, Fachpolitik und Forschung in verschiedenen Feldern der Sozialen Arbeit. 

Aktuelle Veranstaltung


Sozialpädagogische Blicke im Herbst 2023
Fachtag: Der lange Schatten der Pädagogik. Verstrickungen, Verwicklungen, Versprechungen der Salzburger Heilpädagogik (1945-1975)

An diesem Fachtag, der am 9. November 2023 von 15 bis 20 Uhr am Unipark Nonntal/Salzburg (HS 2) stattfindet, werden dieses Mal in vier Vorträgen Diskussionen zu Entwicklungen und Zusammenhängen von Pädagogik, Heilpädagogik und ihren Grenzgebieten in Österreich sowie aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darin, zu rekonstruieren, warum und wie es im Österreich der Nachkriegsjahre bis weit in die 1980er Jahre zu einer scheinbar unwidersprochenen Dominanz von heilpädagogischen Diskursen und Institutionen in der Jugendfürsorge mit all seinen problematischen Folgen für Kinder und Jugendliche kam. Vor allem soll exemplarisch für das Land Salzburg danach gefragt werden, welche Rollen dabei die Pädagogik (v.a. Fachdiskurse und Ausbildung) und die (Landes-)Politik gespielt haben. Und nicht zuletzt soll auch herausgearbeitet werden, ob und welche historischen Kontinuitäten auszumachen sind. 

Ablauf und Beiträge: 

  • 15:00-15:15 Ankommen + Begrüßung 
  • 15:15-16:15 Josef Scheipl (Universität Graz) – Kinder- und Jugendwohlfahrt in der Zweiten Republik – Ausgewählte Schwerpunkte 
  • 16:15-16:30 Pause 
  • 16:30 -17:30 Ina Friedmann (Universität Innsbruck) – Der Leitstern der Fürsorgeerziehung? Zur Geschichte der Heilpädagogik in Österreich zwischen 1900 und 1980 
  • 17:30-17:50 Pause 
  • 17:50-18:30 Birgit Bütow (Universität Salzburg) – Von „Kinderfehlern“ zur konstitutionslogischen, erbbiologischen Heilpädagogik – Ein historisch-systematischer Rekonstruktionsversuch zur (Salzburger) Pädagogik (1945-1975) 
  • 18:30 – 18:40 Pause 
  • 18:40-19:20 Daniela Steinberger & Vanessa Blaha (Universität Salzburg) – Entwicklungen der Kinder- und Jugendwohlfahrt im (Spannungs-) Verhältnis zur Heilpädagogik im Raum Salzburg (1945-1975) – Einblick in die Forschungsergebnisse
  • 19:20-19:50 Diskussion  

Organisatorisches:  
Die Teilnahme an den Sozialpädagogischen Blicken am Unipark Nonntal (Hörsaal 2) ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich und ab sofort unter folgender E-Mailadresse möglich:   

Es freut sich auf Ihr Kommen,
die Arbeitsgruppe Sozialpädagogik unter der Leitung von Univ.-Prof.in Dr.in Birgit Bütow

Plakat Sozialpädagogische Blicke / Fachtag 2023

Plakat Sozialpädagogische Blicke– Fachtag 2023

 

Vergangene Veranstaltungen aus der Vortragsreihe


RÜCKBLICK: Sozialpädagogische Blicke im Herbst/Winter 2022/2023
Soziale Arbeit in der Krise? Potenziale kritischen, solidarischen und partizipativen Handelns

Unter folgenden Links können Sie den Flyer sowie das umfangreiche Programmheft zur Vortragsreihe im Studienjahr 2022/2023 downloaden:
Plakat Sozialpädagogische Blicke 2022/23
Programmheft Sozialpädagogische Blicke 2022/23

Die aktuellen sozialen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Ereignisse stellen die Soziale Arbeit vor enorme Aufgaben. Angesichts sich krisenhaft zuspitzender Prognosen für die weltweite Entwicklung sind wir mehr denn je herausgefordert, etablierte Ansätze und Erfahrungen für lokales Handeln zu überdenken und Alternativen zu suchen.
In Zeiten von Krieg, Kostensteigerungen und Covid-19 Pandemie stoßen bisherige Sozialpolitiken und nationalstaatliche Rahmungen an ihre Grenzen. Dies gilt auch für die verberuflichten, institutionell verankerten Care-, Hilfe- und Unterstützungs-arrangements. Gefragt sind neuerlich zivilgesellschaftliche Aktivitäten und kritische soziale Bewegungen. Hierin gilt es, den rasanten Armutsentwicklungen nicht nur mit einer „Mitleidsökonomie“ und Bevormundung zu begegnen, sondern (mit) Betroffenen jene Handlungs- und Partizipationsräume zu eröffnen, die unser aller Lebensbedingungen und Lebenschancen nachhaltig verändern können. Dabei bedarf es auch einer Neubelebung von Konzepten der Solidarität.
In diesen Problemkreisen sollen an drei Abenden folgende Fragen verhandelt werden: Welche Bedeutung haben (zivilgesellschaftliche) soziale Bewegungen gegenwärtig und wie gestaltet sich ihr Verhältnis zur Sozialen Arbeit? Welche Chancen bieten Solidarität und Partizipation angesichts der gesteigerten Herausforderungen? Welches Potenzial bieten sie für eine Transformation Sozialer Arbeit?

  • 19.10.2022: Soziale Arbeit – im Zusammenspiel mit sozialen Bewegungen
    Referent:innen: Susanne Maurer (Universität Marburg), Elke Edlinger (Mehr für Care!)
  • 16.11.2022: Solidarität – im Kontext von Migration und Mobilität
    Referent:innen: Caroline Schmitt (Universität Klagenfurt), Bettina Pirker, Barbara Ambrusch-Rapp & Baback Soleymani (Verein Kärnten andas)
  • 23.11.2022: Armut und Partizipation – im Horizont von ungesichertem Wohnen
    Referent:innen: Gottfried Schweiger (Universität Salzburg), Petra Geschwendtner (Forum Wohnungslosenhilfe)

Die Veranstaltungsreihe wird in diesem Studienjahr von der Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft, Arbeitsgruppe Sozialpädagogik, in Kooperation mit der Bertha von Suttner Privatuniversität, St. Pölten, organisiert.

 


RÜCKBLICK: Sozialpädagogische Blicke im Herbst/Winter 2021/2022
Kinder und Jugendliche in der Krise!? Ein sozialpädagogischer Blick auf die Konsequenzen der Pandemie

Unter folgendem Link finden Sie eine Zusammenfassung der letzten Vortragsreihe:
Zusammenschau Sozialpädagogische Blicke 2021/22
Plakat Sozialpädagogische Blicke 2021/22
Programmheft Sozialpädagogische Blicke 2021/22

„Corona“ steht sinnbildlich für tiefgreifende Veränderungen und Herausforderungen weiter gesellschaftlicher Bereiche. Dabei kommt Kindern und Jugendlichen eine besondere Rolle zu. Kinder und Jugendliche wurden, politisch und medial befeuert, als eine gleichzeitig besonders gefährdete und gefährdende Personengruppe verhandelt, um die sich in besonderer Weise zu sorgen ist. Einerseits wird der jüngeren Generation besondere Betroffenheit durch die medizinisch legitimierten Maßnahmen attestiert („social distancing“, „home schooling“, „Bildungsverlierer:innen“). Andererseits werden sie auch als potentielle Gefährder:innen adressiert („Superspreader, „Corona-Partys“).
Während „klassischen“ sozialpädagogischen Feldern, wie der offenen Kinder- und Jugendarbeit, kaum in größerem Maße mediale Aufmerksamkeit zuteilwurde, geriet das Bildungssystem ins Zentrum der Debatte. Dabei spielten unterschiedlichste Logiken, Ansprüche und Zuschreibungen eine Rolle, die oftmals weniger auf die tatsächlichen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen abzielten, sondern stärker gesellschafts- bzw. familienstabilisierende und leistungsbezogene Funktionen intendierten („Betreuung“).
Die diesjährigen Sozialpädagogischen Blicke wenden sich den komplexen wie spezifischen Problemlagen von Kindern und Jugendlichen im Kontext der COVID-19-Pandemie im institutionellen Kontext von Kindergarten, Schule und offener Jugendarbeit zu. Übergreifend werden hierbei insbesondere Fragen nach Gender, Care und sozialer Ungleichheit in den – sozialpädagogischen – Blick genommen.

  • 20.10.2021 – Kindheit in elementarpädagogischen Institutionen: zwischen Notbetreuung und Normalität?
    Referent:innen: Johanna Wilmes (Universität Frankfurt), Monika Ude & Eva Kickingereder (NeBÖ – Netzwerk elementare Bildung Österreich)
  • 24.11.2021 – Von home schooling bis soziale Ungleichheit: Schule im Spannungsfeld von sozialpädagogischen und Bildungsansprüchen?
    Referent:innen: Hanna Lichtenberger & Judith Ranftler (Universität Wien & FH Campus Wien), Petra McGuire & Sabine Helmberger (ÖLI-UG – Österreichische Lehrer*innen Initiative)
  • 19.01.2022 – (Keine) Orte für die Jugend? Folgen der Pandemie für die Offene Kinder- und Jugendarbeit
    Referent:innen: Lea Heyer (Universität Hildesheim), Nicole Walzl-Seidl & Florian Arlt (Steirischer Dachverband der Offenen Jugendarbeit)

Veranstalter:innen:
Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft
Univ.-Prof.in Dr.in Birgit Bütow, Univ.-Ass. Melanie Holztrattner MA, Lic. Maria-Amancay Jenny, MA

 


RÜCKBLICK: Sozialpädagogische Blicke im Herbst/Winter 2020/21
Sozialpädagogische Fachlichkeit?! Herausforderungen und Kontroversen in Spannungsfeldern von Theorie und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe

Unter folgendem Link können Sie den Flyer zur Vortragsreihe im Studienjahr 2020/2021 downloaden:
Plakat Sozialpädagogische Blicke 2020/21

In der sozialpädagogischen Praxis sehen sich Mitarbeiter*innen (Akteur*innen) mit vielerlei Herausforderungen in komplexen, offenen sozialen Problemsituationen konfrontiert, denen es „fachlich“ und „qualitätsvoll“ zu begegnen gilt. Doch was bedeutet qualitätsvolles fachliches Handeln überhaupt? Inwieweit ist dieses auf institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen verwiesen? Kann es mittels Standards „verbessert“ werden? Welcher Ausbildung bedarf fachliches Handeln? Und welche Ideen, Ansprüche und Fallstricke, welche Chancen und Risiken, verbergen sich in den aktuellen Qualitätsstandards der stationären Kinder- und Jugendhilfe (als ein Beispiel für die Sozialpädagogik)?
Die seit fünf Jahren etablierte Veranstaltungsreihe „Sozialpädagogischen Blicke“ soll im Studienjahr 2020/21 wieder eine Plattform sein, die eine Plattform zum Austausch zwischen Praktiker*innen, Wissenschaftler*innen, Studierenden und Interessierten – diesmal zu sozialpädagogischer Fachlichkeit – bietet. Die Veranstaltungen werden erstmals online übertragen.

  • 28.10.2020 – Sozialpädagogische Fachlichkeit: Eine Frage der Rahmenbedingungen?!
    Rechtliche und institutionelle Bestimmungen und Gegebenheiten bilden einen Rahmen, in dem sozialpädagogisches Handeln überhaupt erst stattfinden kann (z.B. Betreuungsschlüssel, Qualifikation und Entlohnung des Personals, räumliche Ausstattung).  Aktuelle sozialpolitische Entwicklungen (z.B. Kostendruck) und die sehr heterogene Ausbildungs- und Trägerlandschaft in Österreich tragen dazu bei, dass entsprechende Fachdebatten bislang noch kaum geführt werden konnten. Am ersten Veranstaltungsabend beschäftigen wir uns daher mit der Frage, inwieweit die genannten Rahmenbedingungen ein fachliches Handeln ermöglichen oder begrenzen.
    Referent:innen: Fabian Kessl (Bergische Universität Wuppertal), Dorothea Hartl (OGSA), Nicole Walzl-Seidl (Österreichischer Fachverband für akademische Sozialpädagogik)
  • 18.11.2020 – Was heißt fachliches Handeln in der Sozialpädagogik?

    Welche grundlegenden Ideen und normativen Orientierungen der professionellen Akteur*innen (der Mitarbeiter*innen) stehen hinter fachlichem Handeln? Was unterscheidet fachliches von nicht-fachlichem Handeln? Und: Kann man fachliches Handeln mit Standards „verbessern“? Exemplarisch soll anhand der 2019 veröffentlichten Qualitätsstandards zur stationären Kinder- und Jugendhilfe, die eine österreichweite und trägerübergreifend vergleichbare Unterbringung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen gewährleisten sollen, diskutiert werden, inwieweit diese eine angemessene fachliche Grundlage für sozialpädagogisches Handeln sein können, wie sie sich praktisch umsetzen lassen (können) und welcher Rahmenbedingungen es hierzu bedarf.
    Referent:innen: Susanne Maurer (Universität Marburg), Christian Posch, Monika Lengauer (FICE Austria)

  • 9.12.2020 – Konzepte sozialpädagogischen Handelns als Grundlagen für Fachlichkeit?!
    Sozialpädagogisches Handeln realisiert sich in komplexen Prozessen und offenen Situationen zwischen professionellen Akteur*innen und Adressat*innen. In deutschsprachigen Fachdebatten hat sich das von Hans Thiersch entwickelte und weiter detaillierte Konzept der Lebensweltorientierung als überaus wichtig und innovativ erwiesen, den vielfältigen Herausforderungen entsprechend fachlich und mit kritischem Blick auf gesellschaftspolitische Zusammenhänge zu begegnen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob Lebensweltorientierung unter den an den vergangenen Abenden schon diskutierten Problematiken von sozialpädagogischer Fachlichkeit umsetzbar ist und wie Kooperation und Weiterbildung mit anderen Sozialarbeitenden und Professionen im sozialen Feld aussehen könnte.
    Referent:innen: Hans Thiersch (Universität Tübingen), Ria Wienerroither (KOKO Salzburg)
  • 27.1.2021 Podiumsdiskussion: Wie viel Fachlichkeit braucht die Sozialpädagogik?
    Referent:innen: Stephan Sting (Universität Klagenfurt), Eva Goetz (KOKO), Markus Manzinger (Rettet das Kind), Andrea Scharinger (Pro Juventute)

Veranstalterinnen:
Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft
Univ.-Prof.in Dr.in Birgit Bütow, Univ.-Ass. Melanie Holztrattner, MA

 


RÜCKBLICK: Sozialpädagogische Blicke im Herbst/Winter 2019/20
Sozialpädagogik zwischen Hilfe, Kontrolle, Strafe und Zwang

Unter folgendem Link können Sie den Flyer zur Vortragsreihe im Studienjahr 2019/2020 downloaden:
Plakat Sozialpädagogische Blicke 2019/20

Sozialpädagogik setzt auf lebensweltnahe Unterstützung und soziale Hilfe, wo Menschen mit ihren Herausforderungen im Alltag nicht mehr zurechtkommen. Betroffene sollen die Möglichkeiten erhalten, ihr Leben produktiv zu bewältigen, selbst zu beeinflussen und gemeinsam zu gestalten. Oftmals entsprechen diese Personen jedoch nicht den Normalitätsvorstellungen. Ihnen werden Störungen, Kriminalität oder Untragbarkeit zugeschrieben. Möglicherweise werden sie gar als unerreichbar für sozialpädagogische Hilfen gesehen. Sozialpädagogik ist herausgefordert, im Spannungsfeld von Lebensweltorientierung einerseits und Sicherheits- sowie Normalitätsvorstellungen andererseits tätig zu sein. Sie wird dabei mit Erwartungen konfrontiert, abweichendem Verhalten mit Kontrolle, Strafe und Zwang zu begegnen. Worauf aber lässt sich eine Sozialpädagogik ein, wenn solche Phänomene das eigene Handeln mitbedingen? Was, wenn Kontrolle, Strafe und Zwang zu Gegenständen werden, die sozialpädagogisch bearbeitet werden sollen und müssen?

6.11.2019 – Kontrollieren und Strafen als Programm!?

  • Bernd Dollinger: Soziale Arbeit in der „Sicherheitsgesellschaft“ 
  • David Klingbacher: Der Strafvollzug in Österreich. Stand und Herausforderungen

11.12.2019 – Zwang als Chance!?

  • Julia Schröder: Über die (Un-)Möglichkeit, über Gewalt zu sprechen. Herausforderung in der Männerberatung
  • Brigitte Bauer & Thomas Kraft: Erfahrungen und Perpektiven aus der Männerberatung

22.01.2020 – Erziehung zwischen Hilfe und Zwang

  • Nina A.-L. Oelkers: Freiheitsentzug in der Kinder- und Jugendhilfe- Ein Blick auf eine hochumstrittene Maßnahme

Veranstalter:innen:
Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft
Univ.-Prof.in Dr.in Birgit Bütow, Ass.-Prof. Dr. Eberhard Raithelhuber, Univ.-Ass. Melanie Holztrattner, MA

 


RÜCKBLICK: Sozialpädagogische Blicke – Fachtag – im Herbst/Winter 2018
Der lange Schatten der Kinder- und Jugendhilfe: Zur Aufarbeitung der Fremdunterbringung im deutschsprachigen Raum

Mit der vierten Ausgabe der „Sozialpädagogischen Blicke“ öffnete sich die Universität Salzburg im Winter wieder für aktuelle Themen und Debatten in Praxis, Fachpolitik und Forschung. Diesmal referierten Fachleute aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Die Veranstaltung war öffentlich und kostenlos.

Unter folgendem Link können Sie den Flyer zum Fachtag der Vortragsreihe im Studienjahr 2018 downloaden:
Plakat Sozialpädagogische Blicke – Fachtag 2018

Wer die Vergangenheit nicht kennt, läuft Gefahr, sie wiederholen zu müssen. Damit sich dies in sozialpädagogischen Hilfen nicht bewahrheitet, schaut unser Fachtag auf die schmerzhafte Geschichte von Gewalt und Unterdrückung in der Heimerziehung sowie deren Folgen.Der Blick zu den deutschsprachigen Nachbarn zeigt: bei aller Unterschiedlichkeit war der problematische Umgang mit Schutzbefohlenen in öffentlicher Verantwortung von ganz ähnlichen Mechanismen und Bildern geprägt. Das hat zu Diskriminierungen und Verletzungen geführt, die viele Betroffene bis heute spüren. Und dieses Erbe wirkt auch in den  Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe fort. Die Sozialpädagogik an der Universität Salzburg trägt hierzu neuere Forschungserkenntnisse zusammen. Ziel ist es, „Licht ins Dunkel“ zu bringen. Wir wollen Praxis, Fachpolitik, Forschung und Studierende dafür gewinnen, sich verstärkt mit der Geschichte und Gegenwart von  Fremdunterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe auseinanderzusetzen. 

Referent:innen:

  • Josef Scheipl (Graz) – Österreichs Heimskandale und deren (pädagogische) Bearbeitung
  • Manfred Kappeler (Berlin) – Außer Spesen nichts gewesen? Ein kritisches Resümee von Praktiken und Resultaten der Aufarbeitung von Heimerziehung in Deutschland
  • Thomas Huonker (Zürich) – Brüche, Kontinuitäten, Tonalitäten. Aspekte der Thematisierung fürsorgerischer Zwangsmaßnahmen in der Schweiz
  • Karin Roth (Salzburg) – Beratungspraxis an der Ombudstelle der Diözese Salzburg für Opfer körperlicher, psychischer und/oder sexueller Gewalt in Einrichtungen der katholischen Kirche
  • Manfred May (Benshausen/Thüringen) – Die erstickten Stimmen – eine Suche 

Veranstalter:innen:
Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft
Univ.-Prof.in Dr.in Birgit Bütow, Ass.-Prof. Dr. Eberhard Raithelhuber, Univ.-Ass. Melanie Holztrattner, MA

 


RÜCKBLICK: Sozialpädagogische Blicke – Fachtag – im Herbst/Winter 2017/18
Sozialpädagogische Blicke: Problematische Übergänge bei Jugendlichen

Mit der dritten Ausgabe der „Sozialpädagogischen Blicken“ öffnete sich die Universität Salzburg im Herbst/Winter 2017/18 wieder für aktuelle Themen und Debatten in Praxis, Fachpolitik und Forschung. An jedem Themenabend referierten diesmal gleich zwei Gäste. Im Anschluss an Vorträge und Diskussion luden wir zum Smalltalk bei Getränken und Snacks im Foyer ein.

Unter folgendem Link können Sie den Flyer und das Plakat zur Vortragsreihe im Studienjahr 2017/2018 downloaden:
Flyer Sozialpädagogische Blicke 2017/18
Plakat Sozialpädagogische Blicke 2017/18

Übergänge zwischen Lebensaltern und Institutionen bestimmen maßgeblich, wer oder was wir sein können. Der_die Einzelne muss heute Entscheidungen selbst verantworten und beeinflusst damit spätere Lebenschancen. Die Gesellschaft stellt zwar hierfür mehr Optionen zur Verfügung und lässt biographische Spielräume zu. Gleichzeitig existieren nach wie vor hohe Erwartungen, Übergänge „erfolgreich“ zu bewältigen – wie bspw. von der Schule über die Ausbildung in die Erwerbsarbeit. Dass Übergänge heute für viele „ganz normal“ schwierig sind und zum Dreh- und Angelpunkt der weiteren Biographie werden, ist inzwischen anerkannt.Eine „Sozialpädagogik des Übergangs“ fordert, dass Professionelle dieses Übergangshandeln in den Blick nehmen sollen – bspw. im Rahmen von Erziehungs-, Bewältigungs- und Bildungsangeboten.Doch gerade dort, wo soziale und gesundheitsbezogene Hilfen für junge Menschen bereitgestellt werden, zeigt sich: wer schon Probleme hat, dessen Übergänge sind besonders problematisch.Die öffentliche Veranstaltungsreihe  nimmt daher drei aktuelle Ausschnitte solcher problematischen Übergänge im Jugendalter in den Blick: Übergänge im Kontext von Kinder- und Jugendhilfe, Übergänge in Ausbildung und Arbeit sowie Übergänge bei psychischer Beeinträchtigung.

22. November 2017 – Übergänge in Ausbildung und Arbeit

  • Birgit Reißig (Deutsches Jugendinstitut – Außenstelle Halle) – „Die soziale und berufliche Integration Jugendlicher: ein ganzheitlicher und mehrdimensionaler Blick auf Übergänge
  • Barbara Glinsner (Wirtschaftsuniversität Wien) – „Zwischen Street-Level Bureaucrats und SeelsorgerInnen: Die Dienstleistungsarbeit von BeraterInnen am Wiener AMS Jugendliche

29. November 2017 – Psychiatrie – und was dann?

  • Thomas Lankmayer (Universität Linz, Institut für Berufs- und Erwachsenenbildungsforschung) – „Psychische Gesundheit und Arbeitsmarktintegration im Jugendalter
  • Michael Tetzer (Fachhochschule Kärnten, Soziale Arbeit) – „Ein sozialpädagogischer Blick auf die Übergänge zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie

10. Jänner 2018 – Was kommt bloß nach der Jugendhilfe?

  • Stephan Sting (Universität Klagenfurt, Sozial- und Integrationspädagogik) – „Bildungswege von Care Leavern im Übergang in ein eigenverantwortliches Leben
  • Hubert Löffler (Dachverband Österreichischer Kinder & Jugendhilfeeinrichtungen) – „Welcome to Life! Eine Initiative zur Unterstützung und Selbstorganisation von Care Leavern in Österreich

Veranstalter:innen:
Universität Salzburg, Fachbereich Erziehungswissenschaft
Univ.-Prof.in Dr.in Birgit Bütow, Ass.-Prof. Dr. Eberhard Raithelhuber

 


Weitere Vortragsreihen – Archiv:

2016/17 – Soziale Ungleichheiten in der Jugendhilfe? Migration – Geschlecht – Armut:
Flyer Sozialpädagogische Blicke 2016/17
Plakat Sozialpädagogische Blicke 2016/17

2015/16 – FOKUS Kinder- und Jugendhilfe:
Flyer Sozialpädagogische Blicke 2015/16
Plakat Sozialpädagogische Blicke 2015/16