Veranstaltungen

Lesung und Buchpräsentation: Erwin Einzinger – Aus dem Zuckerlautomat am Marktplatz kam ein Kaugummi-Koalabär

Am 16. April 2026 um 17 Uhr findet in der art bv Berchtoldvilla (Josef-Preis-Allee 12) ein Abend für und mit Erwin Einzinger statt.
Vor beinahe fünfzig Jahren erschien 1977 mit Lammzungen in Cellophan verpackt der erste Gedichtband des Autors. Im Laufe der Jahre kamen neben Romanen, Prosaarbeiten und Übersetzungen noch zahlreiche weitere Lyrikbände dazu. 2024 wurde Erwin Einzinger für sein Lebenswerk mit dem Georg-Trakl-Preis für Lyrik ausgezeichnet. Sein literarischer Vorlass wird seit 2025 im Literaturarchiv Salzburg aufbewahrt.

Im Rahmen der Veranstaltung liest der Autor aus seinem neuesten Gedichtband Aus dem Zuckerlautomat am Marktplatz kam ein Kaugummi-Koalabär. Im Gespräch mit Harald Gschwandtner gibt Einzinger Einblick in die literarischen Stationen seines Lebens.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Literaturarchivs mit der Leopold Kohr-Akademie im Rahmen der Veranstaltungsreihe Akademisches Wirtshaus. Weitere Informationen finden Sie hier.

Eintritt frei – um Anmeldung wird gebeten:


„Aber jetzt Schluss mit dem Schweigen“ – Konzert und Lesung im Andenken an Stefan und Lotte Zweig

Donnerstag, 30.04.2026 | 16:00–17:30 Uhr
Solitär der Universität Mozarteum | Mirabellplatz 1, Salzburg

Das Stefan Zweig Haus/Stefan Zweig Zentrum und Literaturarchiv Salzburg an der Universität Salzburg lädt zu einer Gedenkfeier für Stefan und Lotte Zweig mit Lesung und Musik. Den Erben Stefan und Lotte Zweigs verdanken wir eine großzügige Schenkung von über 500 Briefen und Dokumenten, verbunden mit der Verpflichtung, Andenken und Erbe Zweigs zu bewahren und zu verbreiten. Als ein Zeichen der Verbundenheit wird ein Mitglied der Familie – der international renommierte Geiger David Alberman (London) – persönlich das musikalische Programm mitgestalten.

Für Stefan Zweig als überzeugten Humanisten war Europa eine geistige Heimat – ein Kulturraum des Austauschs, der Toleranz und des Friedens. In seinem autobiographischen Erinnerungsbuch Die Welt von Gestern thematisiert Zweig den Zerfall alter Ordnungen sowie die politische Radikalisierung, die in der Machtergreifung der Nationalsozialisten und dem Zweiten Weltkrieg gipfelte. Das Werk ist nicht nur literarisches und historisches Dokument, sondern ist als Aufruf gegen Krieg und Faschismus und für ein kulturelles Miteinander auch heute von großer Bedeutung. Die Veranstaltung findet am Jahrestag der Salzburger Bücherverbrennung nach der nationalsozialistischen Machtübernahme vom 30. April 1938 statt, bei der auch Stefan Zweigs Bücher ins Feuer geworfen wurden.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Literaturfrühstück: Mutter und Tochter am Schreibtisch – Christine Haidegger und Meta Merz

Seit 2024 verwahrt das Literaturarchiv Salzburg den gemeinsamen Nachlass von Christine Haidegger (1942–2021) und ihrer Tochter Christina Haidegger (1965–1989), die den Großteil ihrer Texte unter dem Pseudonym Meta Merz veröffentlicht hat. Am 7. Mai 2026, um 10:30 Uhr, stellt Harald Gschwandtner die beiden Autorinnen beim Literaturfrühstück im Literaturhaus Salzburg vor und beleuchtet dabei verschiedene Dimensionen familiären Schreibens.

Christine Haidegger war als Literaturvermittlerin, Herausgeberin und Mentorin für junge Autorinnen fest im literarischen Leben Salzburgs verankert; auch ihr Ehemann Eberhard Haidegger (1940–2025) war neben der Regulärarbeit als Schriftsteller tätig. Meta Merz wurde durch dieses literaturaffine Umfeld in ihrer frühen schulischen wie späteren schriftstellerischen Praxis geprägt:  Auch, wenn sie danach strebte, künstlerisch einen anderen Weg als ihre Mutter einzuschlagen, stärkte das Aufwachsen um und mit Literatur ihre Vorraussetzungen als Autorin und ihr Bewusstsein für ein Leben abseits von Konventionen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Literaturarchivs mit dem Literaturforum Leselampe. Infos zu Eintritt und Kartenreservierung finden Sie  hier.


Jahrestagung Austrian Studies Association: Meta Merz – „eine art tag und nachtbuch“

Am Freitag, den 29. Mai 2026, von 19:00 bis 20:30 Uhr ist im Rahmen der Jahrestagung der Austrian Studies Association eine Text- und Klangperformance aus dem Werk von Meta Merz „eine art tag und nachtbuch“ im Europasaal der Edmundsburg (Mönchsberg 2) zu hören.

Die Lyrikerin Frieda Paris hat für den Abend im Rahmen der Jahrestagung der Austrian Studies Association Texte aus dem Nachlass von Meta Merz, der im Literaturarchiv Salzburg aufbewahrt wird, ausgewählt und konstelliert. Gemeinsam mit den elektronischen Klangwelten von Benjamin Lageder geben sie Einblick in das artistische Laboratorium von Meta Merz.Zugleich stehen die Arbeiten der Autorin exemplarisch für eine alternative Gegenkultur, die in Salzburg neben großen Namen und etablierten Institutionen damals wie heute um Anerkennung kämpft.

Die Einführung und Moderation erfolgt durch Harald Gschwandtner (Stefan Zweig Haus | Literaturarchiv Salzburg).

Weitere Informationen finden Sie unter  https://w-k.sbg.ac.at/veranstaltung/meta-merz-klang-textperformance/.


News

Teilnachlass Stefan Zweigs im Kulturpool Österreich

Der in Salzburg verwahrte Teilnachlass von Stefan Zweig ist nun neben unserer Plattform  stefanzweig.digital seit 13.11.2025 auch über den österreichischen  Kulturpool online zugänglich.
Der Kulturpool ist das zentrale Übersichts- und Suchportal für das digitalisierte Kulturerbe Österreichs. Mithilfe des Kulturpools können Museen, Bibliotheken und Archive übergreifend durchsucht und Kulturschätze im Detail erforscht werden. Im Zuge des Förderprogramms  Kulturerbe digital wurde auch die Digitalisierungsinitiative des Literaturarchivs gefördert und das Migrieren der Digitalisate auf die Kulturplattform ermöglicht. Wir wünschen viel Freude beim Stöbern!

Ein Haus für Stefan Zweig

Seit über zehn Jahren widmen sich Literaturarchiv Salzburg und das  Stefan Zweig Zentrum der Erforschung, Verbreitung und Vermittlung des literarischen und intellektuellen Vermächtnisses Stefan Zweigs. Nun hat sich die Universtiät Salzburg entschlossen, die Kräfte der beiden Institutionen zu bündeln und ein gemeinsames Haus für für Stefan Zweig zu schaffen. Der Festakt zur Gründung fand am 30. April, dem Gedenktag der Salzburger Bücherverbrennung, statt. Damit wird an die dunkelste Zeit Salzburgs erinnert, die auch Stefan Zweig ins Exil getrieben hat. Dazu passend konnte erstmals ein wertvoller Teil aus dem Nachlass Stefan Zweigs präsentiert werden, der mit der Exilzeit des Schriftstellers in Großbritannien, den USA und Brasilien in Beziehung steht. Der Nachlassteil wurde der Universität Salzburg als großzügiges Geschenk von den Erben Zweigs zur Begründung des Stefan Zweig Hauses überlassen. 

Unter Wahrung unserer bisherigen Agenden als regionales Literaturarchiv – neben dem Nachlass Stefan Zweigs also auch unsere Salzburger Bachmann Edition und unsere vielen anderen Bestände österreichischer Autor*innen – werden wir in einer neuen gemeinsamen Struktur mit dem Stefan Zweig Zentrum zusammenwirken. Zukünftig soll diese Zusammenarbeit auch örtlich in den Räumen der Neuen Residenz, verankert werden, sobald die dortigen Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind. 

Einen detaillierten Bericht zum Festakt finden Sie hier!