Veranstaltungen
Tage der Archive 2026 – kunst*voll

Von 8. bis 12. Juni finden auch dieses Jahr wieder die Tage der Archive statt – mit 18 teilnehmenden Einrichtungen. In einer Woche voller vielfältiger Veranstaltungen zeigen sie, wie unterschiedlich Archivarbeit aussehen kann, wie verschieden die Sammlungen sind und was es in den Archiven der Stadt Salzburg zu entdecken gibt. Dieses Jahr steht mit dem Motto „kunst*voll“ die künstlerische Komponente in historischen und zeitgenössischen Archivobjekten im Mittelpunkt.
Auch das Literaturarchiv Salzburg ist dieses Jahr wieder mit zwei Veranstaltungen dabei:
Am Montag, den 8. Juni, von 15:00 bis 16:30 Uhr findet im Literaturarchiv der Zeichen- und Malworkshop „Skizze, Wort, Bild“ mit Erwin Einzinger statt. Basierend auf Einzingers charakteristischen Übermalungen großformatiger Bildbände, bietet der Workshop die Gelegenheit, selbst Übermalungen anzufertigen und dabei mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Teilnehmer:innenanzahl: max. 9 Personen – Achtung: Der Workshop ist bereits ausgebucht, Anmeldungen können nur noch auf Warteliste erfolgen!
Am Donnerstag, 11. Juni, von 15:00 bis 15:45 Uhr stellen wir in der Führung „Mehrfachbegabt“ Dichter:innen in den Fokus, die neben der literarischen Arbeit auch andernwaltig künstlerisch beschäftigt waren. Dabei wird es Einblicke in die Bestände u.a. von Johann Barth, Erwin Einzinger, Charlotte Herzfeld, Georg Rendl, Karl Heinrich Waggerl und Kurt Wölfflin geben. Teilnehmer:innenanzahl: max. 12 Personen.
Beide Veranstaltungen finden im Literaturarchiv, Pfeifergasse 6 (2. Stock), statt. Aufgrund der begrenzenten Teilnehmer:innenanzahl bitten wir um Voranmeldung an oder telefonisch unter 0662/8044-4910.
Das vollständige Programm finden Sie hier.
News
Teilnahmestipendien für Studierende – Thomas-Bernhard-Tage 2026
In diesem Jahr stehen die Thomas-Bernhard-Tage von 9. bis 10. Oktober 2026 unter dem Titel „Die Schule des Lebens“. Dabei werden neben Bernhards Texten auch Querverbindungen zu anderen österreichischen Autor*innen (u. a. Ingeborg Bachmann, Barbara Frischmuth) in den Blick genommen. Zum Auftakt am 9. Oktober liest die Schriftstellerin Sabine Scholl aus ihrem aktuellen Buch Die zweite Haut. Am 10. Oktober bieten wir unter anderem einen offenen Lektüre-Workshop zu Bernhards autobiographischer Erzählung Der Keller an. Details zum Programm finden Sie hier.
Um interessierten Salzburger Studierenden einen kostenlosen Besuch der Veranstaltung zu ermöglichen, schreiben die Studienvertretung Germanistik und das Literaturarchiv Salzburg drei Teilnahme-Stipendien aus. Bewerben können sich alle Studierenden des Fachbereichs Germanistik (Fachstudium und Lehramt) sowie interessierte Student*innen verwandter Studienrichtungen (Geschichte, Komparatistik, Erziehungswissenschaft etc.).
Die Stipendien beinhalten jeweils:
- Zug- und Busfahrt von Salzburg nach Schwarzach/St. Veit und retour (ca. 1,5 h),
- eine Übernachtung inkl. Frühstück in St. Veit von Fr., 9., auf Sa., 10.10.2026,
- ein Mittagessen am Sa im Gasthof Metzgerwirt,
- die Übernahme der Teilnahmegebühr für die beiden Tage.
Die Bewerbung sollte allgemeine Angaben (u.a. Studienschwerpunkte und -fortschritt) und eine kurze Interessensskizze (insges. max. eine Seite) enthalten. Weitere Informationen zum Stipendium finden Sie hier.
Bewerbungen an:
Bewerbungsschluss: 30. Juni 2026
Teilnachlass Stefan Zweigs im Kulturpool Österreich
Der in Salzburg verwahrte Teilnachlass von Stefan Zweig ist nun neben unserer Plattform stefanzweig.digital seit 13.11.2025 auch über den österreichischen Kulturpool online zugänglich.
Der Kulturpool ist das zentrale Übersichts- und Suchportal für das digitalisierte Kulturerbe Österreichs. Mithilfe des Kulturpools können Museen, Bibliotheken und Archive übergreifend durchsucht und Kulturschätze im Detail erforscht werden. Im Zuge des Förderprogramms Kulturerbe digital wurde auch die Digitalisierungsinitiative des Literaturarchivs gefördert und das Migrieren der Digitalisate auf die Kulturplattform ermöglicht. Wir wünschen viel Freude beim Stöbern!
Ein Haus für Stefan Zweig
Seit über zehn Jahren widmen sich Literaturarchiv Salzburg und das Stefan Zweig Zentrum der Erforschung, Verbreitung und Vermittlung des literarischen und intellektuellen Vermächtnisses Stefan Zweigs. Nun hat sich die Universtiät Salzburg entschlossen, die Kräfte der beiden Institutionen zu bündeln und ein gemeinsames Haus für für Stefan Zweig zu schaffen. Der Festakt zur Gründung fand am 30. April, dem Gedenktag der Salzburger Bücherverbrennung, statt. Damit wird an die dunkelste Zeit Salzburgs erinnert, die auch Stefan Zweig ins Exil getrieben hat. Dazu passend konnte erstmals ein wertvoller Teil aus dem Nachlass Stefan Zweigs präsentiert werden, der mit der Exilzeit des Schriftstellers in Großbritannien, den USA und Brasilien in Beziehung steht. Der Nachlassteil wurde der Universität Salzburg als großzügiges Geschenk von den Erben Zweigs zur Begründung des Stefan Zweig Hauses überlassen.
Unter Wahrung unserer bisherigen Agenden als regionales Literaturarchiv – neben dem Nachlass Stefan Zweigs also auch unsere Salzburger Bachmann Edition und unsere vielen anderen Bestände österreichischer Autor*innen – werden wir in einer neuen gemeinsamen Struktur mit dem Stefan Zweig Zentrum zusammenwirken. Zukünftig soll diese Zusammenarbeit auch örtlich in den Räumen der Neuen Residenz, verankert werden, sobald die dortigen Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind.
Einen detaillierten Bericht zum Festakt finden Sie hier!