Veranstaltungen
Bachmann 100 – Malina und die Folgen
Am Donnerstag, 25. Juni ab 19 Uhr, feiern wir den 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns mit dem Abend Bachmann 100. Malina und die Folgen im Literaturhaus Salzburg (Strubergasse 23). Marlene Streeruwitz wird einen Text zu Bachmanns Malina vortragen. Renate Langer, die Herausgeberin der Neuedition des Romans in der Salzburger Bachmann Edition, spricht mit Irene Fußl über diese anspruchsvolle Arbeit. Eine Podiumsdiskussion zum Roman unter Beteiligung von Thomas Ballhausen, Renate Langer und Marlen Mairhofer beschließt den Abend. Die Schauspielstudierenden Emma Rebmann, Nia Sokolović und Julian Plattner (Thomas Bernhard Institut) rahmen die Veranstaltung durch szenische Lesungen aus Malina. Der Abend ist eine Kooperation mit dem Literaturhaus Salzburg, dem Literaturforum Leselampe und der Interuniversitären Einrichtung Wissenschaft & Kunst (W&K).
Bachmann Media II: Radio-Frequenzen
Die Reihe Bachmann Media geht am Freitag, 26. Juni von 10 bis 17 Uhr, im W&K-Atelier des KunstQuartiers (Bergstraße 12a) unter dem Titel Bachmann Media II: Radio-Frequenzen in ihr zweites Jahr. Thomas Ballhausen, Leiter von W&K, und Irene Fußl veranstalten einen Workshop zu Ingeborg Bachmanns Radioarbeit. Aus den Bereichen Wissenschaft und Kunst tragen Vera Eßl, Lona Gaikis, Katharina Kiening, Anna Seethaler und Karen Werner vor. Werner Michler spricht einleitende Worte. Schauspielstudierende des Thomas Bernhard Instituts berichten gemeinsam mit ihrem Lehrer Frank Streichfuss über ihre Erarbeitung und Aufführung von Auszügen aus Bachmanns Malina. Den genauen Programmverlauf finden Sie hier!
Filmpremiere: Jemand, der einmal ich war – R. Regina Schilling (2026)
Am Montag, 29. Juni, können Sie um 19.30 Uhr bei der Premiere des neuesten Bachmann-Films Jemand, der einmal ich war im DAS KINO dabei sein. Manfred Mittermayer spricht mit der Regisseurin Regina Schilling.
In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar. Ab 25.6. läuft der Film österreichweit im Kino!
Teilnahmestipendien für Studierende – Thomas-Bernhard-Tage 2026
In diesem Jahr stehen die Thomas-Bernhard-Tage von 9. bis 10. Oktober 2026 unter dem Titel „Die Schule des Lebens“. Dabei werden neben Bernhards Texten auch Querverbindungen zu anderen österreichischen Autor*innen (u. a. Ingeborg Bachmann, Barbara Frischmuth) in den Blick genommen. Zum Auftakt am 9. Oktober liest die Schriftstellerin Sabine Scholl aus ihrem aktuellen Buch Die zweite Haut. Am 10. Oktober bieten wir unter anderem einen offenen Lektüre-Workshop zu Bernhards autobiographischer Erzählung Der Keller an. Details zum Programm finden Sie hier.
Um interessierten Salzburger Studierenden einen kostenlosen Besuch der Veranstaltung zu ermöglichen, schreiben die Studienvertretung Germanistik und das Literaturarchiv Salzburg drei Teilnahme-Stipendien aus. Bewerben können sich alle Studierenden des Fachbereichs Germanistik (Fachstudium und Lehramt) sowie interessierte Student*innen verwandter Studienrichtungen (Geschichte, Komparatistik, Erziehungswissenschaft etc.).
Die Stipendien beinhalten jeweils:
- Zug- und Busfahrt von Salzburg nach Schwarzach/St. Veit und retour (ca. 1,5 h),
- eine Übernachtung inkl. Frühstück in St. Veit von Fr., 9., auf Sa., 10.10.2026,
- ein Mittagessen am Sa im Gasthof Metzgerwirt,
- die Übernahme der Teilnahmegebühr für die beiden Tage.
Die Bewerbung sollte allgemeine Angaben (u.a. Studienschwerpunkte und -fortschritt) und eine kurze Interessensskizze (insges. max. eine Seite) enthalten. Weitere Informationen zum Stipendium finden Sie hier.
Bewerbungen an: Bewerbungsschluss: 30. Juni 2026
News
Teilnachlass Stefan Zweigs im Kulturpool Österreich
Der in Salzburg verwahrte Teilnachlass von Stefan Zweig ist nun neben unserer Plattform stefanzweig.digital seit 13.11.2025 auch über den österreichischen Kulturpool online zugänglich.
Der Kulturpool ist das zentrale Übersichts- und Suchportal für das digitalisierte Kulturerbe Österreichs. Mithilfe des Kulturpools können Museen, Bibliotheken und Archive übergreifend durchsucht und Kulturschätze im Detail erforscht werden. Im Zuge des Förderprogramms Kulturerbe digital wurde auch die Digitalisierungsinitiative des Literaturarchivs gefördert und das Migrieren der Digitalisate auf die Kulturplattform ermöglicht. Wir wünschen viel Freude beim Stöbern!
Ein Haus für Stefan Zweig
Seit über zehn Jahren widmen sich Literaturarchiv Salzburg und das Stefan Zweig Zentrum der Erforschung, Verbreitung und Vermittlung des literarischen und intellektuellen Vermächtnisses Stefan Zweigs. Nun hat sich die Universtiät Salzburg entschlossen, die Kräfte der beiden Institutionen zu bündeln und ein gemeinsames Haus für für Stefan Zweig zu schaffen. Der Festakt zur Gründung fand am 30. April, dem Gedenktag der Salzburger Bücherverbrennung, statt. Damit wird an die dunkelste Zeit Salzburgs erinnert, die auch Stefan Zweig ins Exil getrieben hat. Dazu passend konnte erstmals ein wertvoller Teil aus dem Nachlass Stefan Zweigs präsentiert werden, der mit der Exilzeit des Schriftstellers in Großbritannien, den USA und Brasilien in Beziehung steht. Der Nachlassteil wurde der Universität Salzburg als großzügiges Geschenk von den Erben Zweigs zur Begründung des Stefan Zweig Hauses überlassen.
Unter Wahrung unserer bisherigen Agenden als regionales Literaturarchiv – neben dem Nachlass Stefan Zweigs also auch unsere Salzburger Bachmann Edition und unsere vielen anderen Bestände österreichischer Autor*innen – werden wir in einer neuen gemeinsamen Struktur mit dem Stefan Zweig Zentrum zusammenwirken. Zukünftig soll diese Zusammenarbeit auch örtlich in den Räumen der Neuen Residenz, verankert werden, sobald die dortigen Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind.
Einen detaillierten Bericht zum Festakt finden Sie hier!