AKTUELLES
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Workshop zur Bioökonomie in Salzburg
Bringen Sie Ihr Expert:innenwissen ein!
Im Workshop sollen innovative Ansätze für eine nachhaltige Nutzung regionaler Biomassen diskutiert werden. Den Einstieg in das Thema wird ein Impulsvortrag zur Bioökonomie geben. Und dann sind Sie gefragt! Denn es soll eine breite Vernetzung von Expert:innen der Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie, Landwirtschaft, Materialwissenschaft, Prozessentwicklung und der regionalen Wirtschaft erfolgen.
Wollen Sie dabei sein und Ihre Erfahrung, Expertise und Einschätzung zu regionalen Potenzialen einbringen und regionale Innovationen mitgestalten?
Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf und melden Sie sich zum Workshop an:
Telefon: +49 1577 4595479
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Der Workshop wird von der Universität Salzburg und der Fachhochschule Salzburg im Rahmen des EU-geförderten Interreg Italia-Österreich Projekts AMBRA veranstaltet.
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Why construction waste won’t turn into a gold mine
Why Waste is not Automatically Value: Lessons from Circular Economy Research
Recent debates on circular economy and bio-based value creation often assume that residual materials can be readily transformed into economic opportunity. Our empirical evidence shows that waste does not become a resource by default. Value creation from residual materials depends on the alignment of material conditions, institutional frameworks, and business model logics. In practice, this alignment is often missing.
Our recent research on waste valorization in material-intensive industries demonstrates three recurring challenges.
🎯 Material constraints
Residual materials are heterogeneous, geographically dispersed, and often contaminated. Availability, quality, and timing rarely match industrial demand.
🎯 Institutional fragmentation
Regulations, standards, and subsidies are frequently inconsistent or contested. Without regulatory clarity and shared definitions of what counts as “circular,” investment risks remain high.
🎯 Business model misfit
High logistics costs, limited market demand for secondary materials, and weak price signals undermine value capture, even when recycling is technically feasible.
The key insight is sobering but necessary: Circular economy is not about maximizing utilization, but about selective valorization under systemic conditions.
Rather than asking “How can we monetize waste?”, a more productive question is:
Under which institutional, material, and organizational conditions does waste actually become valuable?
Only by addressing these conditions jointly across policy, markets, and value chains can circular economy move beyond symbolic narratives toward structurally viable models.
Has your interest been sparked? Then you can find more information in the original paper and in the podcast.
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Image credit: iessephoto auf pixabay.com -
Projektende – Es ist geschafft!
Das Projekt CEFoodCycle wurde erfolgreich abgeschlossen
Im Projekt wurden Ressourceneinsparungspotenziale für definierte Produktkategorien (wie Obst und Gemüse, Fleisch oder Molkereiprodukte) durch die Konsolidierung von Lebenszyklusbewertungsstandards (LCA) ermittelt. Basierend auf Daten zu Lebensmittelproduktion und -konsum und den damit verbundenen CO2-Emissionen wurde ein digitales Servicesystem entwickelt, das mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) die Akteure innerhalb (z.B. Landwirte, Lebensmitteleinzelhändler, Restaurants) und außerhalb des Lebensmittelstroms (z.B. soziale Organisationen, Lebensmittelbanken, Bioenergieproduzenten) miteinander verbindet und es den Akteuren ermöglicht, Optimierungspotenziale zur transparenten Schließung von Lebensmittelkreisläufen zu identifizieren sowie Lebensmittelabfälle und CO2-Emissionsreduktionen zu überwachen.
Zu den konkreten Projektergebnissen gehören:
(1) alpenweite Konsolidierung der LCA-Methodik für definierte Lebensmittelproduktkategorien,
(2) intelligentes digitales LCA-Servicesystem (IDLCASS), das den Nutzern hilft, Entscheidungen im Hinblick auf Ressourcen- und CO2-Einsparungen zu bewerten (FoodCycle.ai),
(3) Implementierung intelligenter Netzwerke für geschlossene Lebensmittelkreisläufe,
(4) regional eingerichtete Circular Food Hubs, die Stakeholder akquirieren, schulen und betreuen, um die Auswirkungen von KI-System-basierten Entscheidungen nachhaltiger, transparenter und messbarer zu machen.
Der Circular Food Hub Salzburg – Bayern unterstützt regionale Unternehmen dabei, Potentiale gegen Lebensmittelverschwendung und für eine CO2-Reduktion zu identifizieren. Infomieren Sie sich auf Circular Food Hub Salzburg – Bayern über
— das Online-Tool FoodCycle.ai,
— eine erfolgreich durchgeführte Pilot-Aktion,
— umfangreiche Informations- und Bildungsmaterielien.
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Bildnachweis: geralt auf pixabay.com
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Nachschau: Circular Solutions in Textile & Food
Vernetzung von Sektoren, Regionen und Strategien
Am 23. Oktober 2025 verwandelte sich die Große Universitätsaula der Universität Salzburg in einen Ort des Austauschs, der Inspiration und der Zusammenarbeit.
Unter dem Titel Circular Solutions in Textile & Food – Bridging Sectors, Borders & Strategies kamen Studierende, NGOs, kleine und mittlere Unternehmen, Vertreter:innen größerer Betriebe sowie Entscheidungsträger:innen aus Politik und Verwaltung zusammen, um zirkuläre Lösungen über Sektor- und Ländergrenzen hinweg zu diskutieren.
Veranstaltet wurde das Event von der Universität Salzburg. Beteiligte waren FH Salzburg und EUSALP. Fokus der Veranstaltung war die Frage, wie die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in den Bereichen Textil und Lebensmittel praktisch umgesetzt und miteinander verknüpft werden können. Im Mittelpunkt standen innovative Ansätze und Ergebnisse aus europäischen Projekten wie Interreg Österreich Italia FOODIS, Interreg Danube Region TEX DAN und Interreg Alpine Space CEFoodCycle, die zeigen, wie sich Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam auf den Weg zu zirkulären Wertschöpfungssystemen machen können. Ein Höhepunkt war das interdisziplinäre Panelgespräch, bei dem Vertreter:innen von Unternehmen, NGOs und politischen Institutionen Einblicke in Chancen und Herausforderungen der sektorübergreifenden Transformation gaben. Die Diskussion verdeutlichte sehr klar: Zirkularität gelingt nur, wenn alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Aus Sicht der Organisator:innen zeigte der Abend besonders eindrucksvoll, dass zirkuläres Design und das Management von Überschüssen längst keine Zukunftsvisionen mehr sind, sondern bereits reale Geschäftsmodelle prägen. Gleichzeitig wurde klar, dass sektorübergreifende Zusammenarbeit der eigentliche Motor der zirkulären Transformation ist – Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft sind entscheidend, um Innovationspotenziale tatsächlich in die Praxis zu bringen.
Trotz aller Fortschritte bleibt jedoch eine zentrale Herausforderung bestehen: Zirkuläre Produkte und Dienstleistungen sind nach wie vor im Nachteil gegenüber linearen Alternativen, weil bestehende Marktstrukturen und politische Rahmenbedingungen ressourcenintensive Produktionsweisen weiterhin begünstigen. Daher gilt es, den Übergang von freiwilligen Anreizen und unterstützenden Programmen hin zu verbindlichen Standards und klaren Rechenschaftsmechanismen zu beschleunigen, um Zirkularität fest im ökonomischen System zu verankern.
Besonders deutlich wurde auch die Rolle der Universitäten als Brückenbauerinnen: Sie schaffen Räume, in denen Wissenschaft, Politik und Praxis in den Dialog treten, und sie tragen dazu bei, dass zirkuläre Innovationen gesellschaftlich verankert werden können.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein Circular Tasting & Testing, bei dem Teilnehmende zirkuläre Produkte erleben, verkosten und diskutieren konnten – ein sinnlicher Abschluss, der zeigte, dass Nachhaltigkeit nicht nur notwendig, sondern auch inspirierend und genussvoll sein kann.
Zum Abschluss ein Zitat der Organisator:innen: „Wir sind unglaublich stolz und dankbar für die Offenheit, Energie und den Dialog, der an diesem Abend spürbar war. Es war ein starkes Signal dafür, dass echte Transformation dort beginnt, wo Sektoren, Disziplinen und Menschen miteinander ins Gespräch kommen.“ -
DSP-Kolleg für Organisationsforschung
Die Facheinheit Marketing ist Mitglied der DSP für Organization Studies
Die Doctoral School PLUS (DSP) „Organization Studies“ ist eine Forschungsplattform an der Paris Lodron Universität Salzburg, die sich mit den institutionellen Erwartungen und Anforderungen an Organisationen sowie deren Reaktionen darauf beschäftigt.
In interdisziplinärer Zusammenarbeit und auf einer breiten theoretischen Basis aus den Bereichen Organisations- und Managementforschung, Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Konsumentenverhalten untersucht die DSP „Organization Studies“ die zentrale Rolle von Organisationen und organisatorischen Praktiken bei der Gestaltung und Anpassung an dynamische Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Ein zentrales Ziel der DSP ist es, bestehende Organisationstheorien empirisch zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
Die fünf Forschungsschwerpunkte der DSP for Organization Studies sind:
· Übernahme von Strukturen und Praktiken
· Kreislaufwirtschaft und Organisationen
· Psychologische Diagnostik
· Human Ressource Management (HRM)
· Organisationskommunikation
Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des DSP-Kollegs Organization Studies.
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Bildnachweis: KI generiert mit Microsoft Copilot