AMBRA Aktivitäten
AKTION 16.04.2026
Neophyten-Entfernung an der Saalach
Bereits seit mehreren Jahren treffen sich engagierte Helfer:innen an der Saalach, um invasive Neophyten im Uferbereich zu entfernen. Diesmal waren auch Projekt-Mitarbeiterinnen des Interreg Italia-Österreich Projekts AMBRA von der Universität Salzburg und der FH Salzburg dabei.
Invasive Neophyten (Riesen-Bärenklau, drüsiges Springkraut, kanadische Goldrute, japanischer Staudenknöterich, …) breiten sich sehr schnell aus, da sie aufgrund ihrer Gebietsfremdheit – im Gegensatz zu heimischen Pflanzen – keine oder nur wenige artspezifische Schädlinge und Krankheiten haben: Sie breiten sich quasi „ohne natürliche Gegenspieler“ aus. Und dies bleibt nicht ohne Folgen:
- Verdrängung einheimischer Pflanzenarten und damit Verringerung der Biodiversität
- Gesundheitliche Risiken für Menschen und Tiere (allergische Reaktionen, schwere Hautirritationen, …)
- Ökonomische Schäden (Ertragseinbußen in der Landwirtschaft, Kosten für Bekämpfug/Entfernung, …)
An der Saalach wurden in den letzten Jahren im Bereich der Gemeinde Wals-Siezenheim (südlich des Siezenheimer Steges, Fkm 5,3 – 7,3) Renaturierungs-/Aufweitungsmaßnahmen zum Hochwasserschutz durchgeführt. Den Abschluss des Projekts bilden (Wieder-)Begrünungen der Uferböschungen mit heimischem Saatgut. Zuvor mussten aber noch die invasiven Neophytenbestände an den Ufern eingedämmt werden.
Am 16. April fand sich hierzu eine Gruppe von ca. 30 Personen (Schüler*innen/Lehrkräfte der Modeschule Hallein, Mitarbeitende der Berg- und Naturwacht, Mitglieder des Bundesheers sowie Mitarbeiter:innen des AMBRA-Projekts) – unterstützt von Ing. Karin Juriga (Abfall- und Umweltberaterin in der Gemeinde Wals-Siezenheim), der Walser Transport- und Logistik-Firma VegaTrans und dem Land Salzburg – zur Neophyten-Entfernungs-Aktion an der Saalach ein.

Für das AMBRA-Projekt hatte dieser Nachmittag aber noch einen weiteren Zweck: Es wurden Daten und Informationen für eine mögliche wirtschaftliche Verwendung von Neophyten in Bioraffinerien gesammelt. Und um Kreislaufwirtschaft gleich in die gelebte Praxis umzusetzen, wurde ein Teil der gesammelten Neophyten (Goldruten) auch nicht entsorgt, sondern in die Modeschule Hallein für Textilfärbe-Experimente transportiert.

LANGE NACHT DER FORSCHUNG 24.04.2026

Lange Nacht der Forschung
AMBRA ist am 24. April 2026 auf der Langen Nacht der Forschung an der FH Salzburg am Standort Puch-Urstein vertreten.
WORKSHOP 25.03.2026

Biomasse neu gedacht: Bioökonomie in Salzburg
Im Rahmen des Interreg Italia-Österreich Projekts AMBRA luden am 24. März 2026 die Universität Salzburg und die FH Salzburg Wissenschafter und Praktiker aus verschiedenen Fachrichtungen zur Diskussion über innovative Ansätze für eine nachhaltige Nutzung regionaler Biomassen ein.
Nach einem Impulsvortrag zu Bioökonomie und Bioraffinerie wurden die Möglichkeiten für (neue) Geschäftsmodelle, die Biodiversitätsaspekte und die Rohstoff-Ströme, aber auch die Herausforderungen, die potenziellen Risiken und die Barrieren der Bioökonomie gemeinsam diskutiert. Durch die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teilnehmer:innen (aus Landwirtschaft, Gemeinden, Abfall- und Umweltberatung, Schulen sowie Vereinen) ergaben sich neue Perspektiven und interessante Vernetzungsmöglichkeiten zu diesem Thema. Die Ergebnisse des Workshops fließen in Maßnahmen des Projekts AMBRA ein.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmer*innen für ihre Diskussionsbeiträge!
PROJEKTTREFFEN 16.-17.03.2026

Drittes Projekttreffen in Friaul-Julisch Venetien
Der erste Tag in Barcis, am Rande des Parco Naturale Dolomiti Friulane gelegen, diente einem intensiven Austausch der Projektpartner über erreichte Milestones sowie der Akkordierung weiterer Maßnahmen und Aktivitäten. Am zweiten Tag erfolgte der Besuch einer ökologischen Landwirtschaft in Claut. Die Projektpartner erfuhren Wissenswertes zu nachhaltigen Anbau- und Bewirtschaftungsmethoden im Alpenraum, Möglichkeiten der kaskadischen Nutzung von Rohstoffen und der Herstellung entsprechender Produkten sowie wichtige Informationen zu Förder- und Absatzmöglichkeiten einer kleinstrukturierten, diversifizierten Berglandwirtschaft. Im Anschluss ging es nach Cimolais, wo im Rahmen des Projektes AMBRA ein landwirtschaftliches Revitalisierungsprojekt geplant ist.
Unser Dank geht an die Partnerinstitutionen Fondazione Agrifood & Bioeconomy FVG und GAL Montagna Leader für die Organisation des Projekttreffens sowie an alle Projektpartner ( Fondazione Agrifood & Bioeconomy FVG , GAL Montagna Leader, Freie Universität Bozen, Universität Innsbruck, FH Salzburg, Universität Salzburg) für den konstruktiven Dialog.
BROSCHÜRE

Broschüre: Best Practices & Ideen für Bioraffinerie-Modelle
Die im Interreg Italia-Österreich Projekt AMBRA recherchierte Broschüre präsentiert eine vielfältige Sammlung innovativer Bioraffinerie-Modelle aus dem Alpenraum und darüber hinaus. Die ausgewählten Best-Practice-Beispiele zeigen, wie land- und forstwirtschaftliche Nebenprodukte, Lebensmittelreste oder Pflanzenbiomasse in hochwertige Produkte wie Naturfarbstoffe, Textilfasern, Kosmetika, Lebensmittelzutaten oder erneuerbare Energie verwandelt werden können. Die Broschüre bietet einen Überblick über funktionierende Ansätze der zirkulären Bioökonomie, macht Potenziale für regionale Wertschöpfung sichtbar und dient als praktische Orientierung für Betriebe, Gemeinden und Initiativen, die eigene nachhaltige Nutzungskonzepte entwickeln möchten.
Ist Ihr Interesse geweckt? Hier geht es zur AMBRA_Broschüre_Best_Practices!