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    „Durch eigene Tätigkeit gewonnene Einsicht“

    Über Werkstätten an Kunstgewerbeschulen

    Am 9. Oktober 2026 fand anlässlich des 150. Geburtstag des Kunstgewerbemuseums Dresden im Japanischen Palais der SKD die 5. Jahrestagung des Forschungsnetzwerks „Pioniere der Designausbildung – neue Perspektiven auf die deutschen Kunstgewerbeschulen vor dem Bauhaus“ statt. Unter dem Thema  „Durch eigene Tätigkeit gewonnene Einsicht.“ Über Werkstätten an Kunstgewerbeschulen standen in diesem Jahr Kunstgewerbeschulwerkstätten als Orte der Pädagogik, Praxis und Produktion im Fokus. Isabella Hofmann, Doktorandin an der Abteilung Kunstgeschichte, stellte dort ihre Forschungen zum Batikunterricht an Kunstgewerbeschulen vor.

    Fotos: Isabella Hofmann, Anika Reineke
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    Isabella Hofmann über Batikunterricht an Kunstgewerbeschulen
    Die Batik – eine ursprünglich aus Indonesien stammende Textilfärbetechnik – verbreitete sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den Niederlanden ausgehend in Europa. Im Jahr 1904 schuf der sogenannte „Lehrwerkstättenerlass“ einen neuen pädagogischen Rahmen für die 35 preußischen Kunstgewerbeschulen. Im Rahmen dieser Reform lud die preußische Regierung ausländische Künstler nach Deutschland ein, um an diesen Einrichtungen zu unterrichten. Zu ihnen gehörte unter anderem der niederländische Künstler Johannes Aarnout Loebèr Jr., der die Batik-Technik an der Kunstgewerbeschule in Elberfeld einführte. In den folgenden Jahren etablierte sich der Batik-Unterricht an Kunstgewerbeschulen in ganz Deutschland, darunter in Berlin, Bielefeld, Breslau, Düsseldorf, Elberfeld, Königsberg, Krefeld, München, Stuttgart und Weimar.
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    Künstlerisch, nicht künstlich!
    Im Anschluss an die Tagung waren die Teilnehmer·innen zur Ausstellungseröffnung der Kabinettausstellung Künstlerisch, nicht künstlich! Leben und Werk der „Blümlerin“ Margarte von Liebenau (1886–1946), organisiert vom  Frauen* Stadtarchiv Dresden, eingeladen. Das Frauen* Stadtarchiv setzt sich zum Ziel die Frauen*geschichte Dresdens zu bewahren und zu vermitteln.