19 April: Presentation, “Weser Sandstone as a Global Heritage. Innovation in the Construction Sector and Its Worldwide Distribution in Pre-industrial Times (16th-19th Centuries)”
Im Jahr 1963 machte man vor der westaustralischen Küste einen spektakulären Fund: das Wrack des 1629 gesunkenen Handelsschiffes Batavia der niederländischen VOC (Verenigde Oostindische Compagnie). An Bord befand sich ein vorgefertigter Bausatz eines Portals aus 149 Einzelteilen.für die Zitadelle von Batavia, dem heutigen Djakarta.Dieser Befund wirft eine Reihe von Fragen materiell-technischer, handels- und betriebswirtschaftlicher sowie kultureller Art auf, die mit den Methoden der Kunst- und Architekturgeschichte und der Wirtschaftsgeschichte in Projekt WeSa beantwortet werden sollen.
Mit der Erforschung der Präfabrikation von Bauten, weltweitem Transport, Export und Kulturtransfer lange vor der Industrialisierung betritt das Projekt Neuland. Das Forschungsvorhaben will sowohl im geistes- und kulturwissenschaftlichen Bereich unterschiedliche Perspektiven, die bisher gesondert untersucht worden sind, interdisziplinär miteinander verbinden (Kunst-, Architektur- und Wirtschaftsgeschichte) als auch durch die Einbeziehung der kontextuellen Informatik und der CAD-basierten Computersimulation der Architekten diesen Ansatz allererst verwirklichen.
