Finanzbildung neu gedacht: Universität Salzburg und Partnerschule St. Ursula feiern erfolgreichen Abschluss des „Young Finance“-Pilotprojekts
Mit einem Festakt an der Universität Salzburg wurde am Donnerstag, den 22. Januar 2026, der erfolgreiche Abschluss des Pilotprojekts „Young Finance“ gefeiert. 25 Schülerinnen und Schüler der Partnerschule St. Ursula im Alter von 15 bis 17 Jahren erhielten im Beisein von Vertreter*innen der Universität, den beteiligten Banken – Volksbank Salzburg eG sowie DADAT-Schellhammer Capital Bank AG – und ihren Familien die Urkunden für die erfolgreiche Absolvierung des Pilotprojekts.
Initiiert wurde „Young Finance“ von RA Hon.-Prof. Dr. Helmut Hegen, M.B.L. Dieser lehrt Bankrecht an der Universität Salzburg und ist Vater zweier Schülerinnen aus St. Ursula. Aus einer Idee, die an einem Elternabend entstand, entwickelte sich eine umfassende Workshopreihe. Gemeinsam mit Lehrenden der Schule – darunter Evelyn Schornsteiner – erarbeitete Hegen den Lehrplan. Zwei regionale Bankpartner unterstützten das Projekt sowohl fachlich als auch finanziell. „Finanzielle Bildung ist eine Zukunftsfrage. Als Universität haben wir die Verantwortung, junge Menschen dafür bestmöglich zu rüsten“, so Hegen.
In sieben Unterrichtseinheiten erhielten die Schülerinnen und Schüler einen praxisnahen Einblick in zentrale Themen wie die Welt der Banken, Zahlungsverkehr, Cyberrisiken, Grundlagen der Veranlagung sowie Kredit- und Finanzierungsmodelle. Dabei erklärten sich auch die Vorstände der beiden Banken (Gen. Dir. Mag. Andreas Höll und Ernst Huber, MBA) persönlich bereit den Jugendlichen die Welt der Finanzen beizubringen. Höll zeigte sich besonders beeindruckt von der schnellen Auffassungsgabe – etwa als eine Teilnehmerin spontan die Zinseszinsrechnung zur Frage präsentierte, wie sich 10.000 Euro über zehn Jahre entwickeln können. Höll betonte: „Finanzbildung wird im Unterricht oft als Randthema behandelt, dabei sollte es längst ein Hauptthema sein.“
Dekan Univ.-Prof. Dr. Auer hob in seiner Eröffnungsrede die besondere Relevanz des Pilotprojekts hervor: „Das Programm ist außerordentlich wertvoll, weil es genau das abbildet, wofür Lehrer*innen auf allen Bildungsstufen, insbesondere auch an Universitäten – heute Verantwortung tragen: Wissen weiterzugeben.“
Zum Abschluss gaben drei Schülerinnen selbst Einblick in ihre Lernerfahrungen: Budgetplanung, Betrugsprävention, ethische Finanzentscheidungen und Investmentstrategien standen im Fokus. Eine Besonderheit bildete ein Praxisbeispiel in Form der Veranlagung eines Musterdepots. Die Schülerinnen präsentierten die damit verbundenen Überlegungen und Entscheidungen: Risiko oder Sicherheit? Kurzfristig oder langfristig? Nachhaltig oder renditestark? Die Antworten zeigten, wie ernsthaft und reflektiert sich die Teilnehmerinnen mit finanziellen Herausforderungen beschäftigten.
Mag. Dr. Ingrid Seiringer, Direktorin der St.-Ursula-Schule, würdigte das Engagement aller Beteiligten und brachte als Dank einen besonderen „Ursulinenwein“ aus der schuleigenen Pacht mit – ein symbolisches Zeichen dafür, wie lebendig Wirtschaft in der Praxis sein kann.
Kontakt:
Website von Hosp, Hegen und Partner
Fotos © Kay Müller, Universität Salzburg Weitere Fotos finden Sie in unserem FLICKR-Album
