MÖNCHSBERG – Der Stadtberg als Natur-, Kultur- und Lebensraum
Vier Perspektiven – In der Felsenreitschule fand eine Begegnung zwischen Disziplinen statt.
Der Festspielbezirk ist historisch aus dem Mönchsberg entstanden und wird mit dem Bau- und Sanierungsprojekt Festspielbezirk 2030 in den Mönchsberg erweitert. In einer Veranstaltung am 13. Januar gemeinsam mit der Universität Salzburg wurde zur Auseinandersetzung mit dem Salzburger Stadtberg eingeladen. Forscher*innen aus drei Disziplinen betrachteten den Mönchsberg aus verschiedenen Perspektiven. In konzentrierter Form wurden in Impulsvorträgen Erkenntnisse aus Geologie (Univ.-Prof. Dr. Christoph von Hagke), Geschichte (Univ.-Prof. Dr. Martin Knoll) und Psychologie (Dr.in Janine Stollberg) veranschaulicht. Darüber hinaus beschrieb Lukas Crepaz in seinem Vortrag den Mönchsberg als Kulturraum. Dabei blickte er zurück auf große architektonische Visionen für Salzburg in den vergangenen 100 Jahre und präsentierte das anstehende Bauvorhaben. Schauspieler Fritz Egger entführte zwischen den Vorträgen in die Gedankenwelt großer Salzburger Schriftsteller. Er las Salzburgbeobachtungen von Stefan Zweig, Thomas Bernhard und Georg Trakl.
„Die Veranstaltung machte deutlich in welcher Tradition die Nutzung des Mönchsbergs steht. Schaut man in die Geschichte Salzburgs, erkennen wir, dass sich die Menschen den Berg bereits seit dem 12. Jahrhundert, beginnend mit dem Bau des Almkanalstollens, nutzbar gemacht haben. Die Felsenreitschule sehe ich als den perfekten Ort um den Mönchsberg mit all seiner Geschichte zu begreifen. Bereits 1595 ließ hier Fürsterzbischof Wolf Dietrich die Kavernen in den Berg schlagen. Über die letzten Jahrhunderte entwickelte sich hier der Festspielbezirk wie wir ihn kennen und jetzt mit dem Projekt Festspielbezirk 2030 in die Zukunft führen“, so Lukas Crepaz. Rektor Fügenschuh brachte die Bedeutung dieses Areals prägnant auf den Punkt: „Der Festspielbezirk ist wie der Berg der Stadt. So wie der Kalzitzement die Komponenten des Möchsbergkonglomerats zusammenhält, so vereinen die Festspiele alle Bereiche der Stadt und stärken sie.“


