Nachwuchs der Universität Salzburg mit DOC-Stipendien der ÖAW ausgezeichnet
Am Dienstag, 20. Jänner 2026, zeichnete die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) 95 Nachwuchsforscher*innen mit Stipendien aus. Auch fünf Dissertant*innen der Universität Salzburg wurden feierlich geehrt. Die Verleihung fand im Festsaal der ÖAW in Wien statt, anwesend waren Bundesministerin Eva‑Maria Holzleitner sowie ÖAW‑Präsident Heinz Faßmann.
Von der Universität Salzburg erhielten Anna Elisabeth Bergauer und Mareike Röttger (Fachbereich Psychologie), Anna Höll und Thomas Rauter (Fachbereich Biowissenschaften und Medizinische Biologie) sowie Astrid Stollnberger (Fachbereich Altertumswissenschaften) ein Stipendium aus dem Doktorand*innenprogramm der ÖAW (DOC).
Insgesamt wurden 79 junge Wissenschaftler*innen von 15 Universitäten und Forschungseinrichtungen in Österreich mit einem DOC‑Stipendium bedacht. Weitere 17 Förderungen verlieh die ÖAW im Rahmen der Programme APART‑GSK und MAX KADE.
Langjährige Förderung von Exzellenz
Seit 1994 vergibt die ÖAW Stipendien zur Förderung individueller Exzellenz und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Forschungslandschaft. Die geförderten Vorhaben decken ein breites Spektrum ab: Natur- und Technikwissenschaften, Life Sciences und Medizin sowie Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.
Bundesministerin und ÖAW-Präsident über die Programme
Heinz Faßmann, Präsident der ÖAW: „Wir müssen das Potenzial von vielversprechenden Talenten nützen. Ihre neuen und frischen Ideen brauchen frühzeitig die richtigen Rahmenbedingungen, um sich entfalten zu können. Mit ihren Stipendien investiert die ÖAW gezielt in Wissenschaft und Forschung und damit in die Zukunft der Republik.“
Eva‑Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung: „Wissenschaft braucht faire Chancen. Wenn wir junge Forscher*innen gezielt unterstützen, stärken wir nicht nur Innovation, sondern auch soziale Gerechtigkeit und echte Gleichstellung. Der hohe Frauenanteil zeigt: Öffentliche Förderung baut Hürden ab und schafft Zugang. Unser Anspruch ist klar: Herkunft oder Geschlecht dürfen niemals darüber entscheiden, wer forschen, gestalten und Zukunft möglich machen kann.“
Hoher Frauenanteil
Bei den fünf geehrten Nachwuchswissenschaftler*innen der Universität Salzburg sind vier weiblich – das entspricht 80 Prozent und liegt deutlich über dem Frauenanteil der aktuellen Ausschreibung (59 Prozent), spiegelt diesen insgesamt hohen Anteil jedoch wider.
Fördervolumen und Bewilligungsquote
Die 95 Stipendien aus den Programmen DOC, APART‑GSK und MAX KADE werden mit insgesamt 13,3 Mio. Euro gefördert, davon 470.000 Euro aus Mitteln der MAX KADE Foundation. Eingegangen sind 465 Anträge, 391 davon für das DOC‑Programm. Rund 20 Prozent wurden bewilligt.
_________________________
Die fünf DOC-Stipendiat*innen der Universität Salzburg und ihre Dissertationen
- Anna Elisabeth Bergauer | Fachbereich Psychologie | Long-Term Impact of Mild Traumatic Brain Injury in Athletes: A Multimodal Imaging Study Using MEG, DTI, and fMRI
- Anna Höll | Fachbereich Biowissenschaften und Medizinische Biologie | Identification, Development and Characterization of Specific PC7-Inhibitors
- Thomas Rauter | Fachbereich Biowissenschaften und Medizinische Biologie | GlycoMapNet: Determining Enzyme and Metabolite Importance in cNISTmAb Glycosylation Using Knowledge-Primed Neural Networks
- Mareike Röttger | Fachbereich Psychologie | Push or Throw? Testing the Relative Effectiveness of a mobile Approach-Avoidance Intervention versus Imaginal Retraining in modifying Eating Behaviour
- Astrid Stollnberger | Fachbereich Altertumswissenschaften | Römische Spuren im ländlichen Raum. Eine GIS-basierte Analyse der Siedlungsstruktur im Nordwesten der Provinz Noricum
Die Universität gratuliert sehr herzlich!
Kontakt ÖAW:
ÖAW | Österreichische Akademie der Wissenschaften | Stipendien & Preise
