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Veröffentlicht am
Januar 16, 2026
Letzte Aktualisierung: Januar 16, 2026

Neue Professur für Englische Literatur und Kultur an der Universität Salzburg

Julia Boll stärkt Forschung, Lehre und internationale Vernetzung am Fachbereich Anglistik und Amerikanistik

Mit Oktober 2025 hat Frau Prof. Dr. Julia Boll am Fachbereich Anglistik und Amerikanistik der Universität Salzburg die Professur für Englische Literatur und Kultur übernommen. Die Bremerin studierte an den Universitäten Münster, Bremen und Liverpool und schloss ihr Magisterstudium in English-Speaking Cultures, Germanistik und Politikwissenschaften ab. Ihre Promotion in English Studies and Drama absolvierte Julia Boll an der University of Edinburgh, wo sie die Darstellung von Krieg und Gewalt auf der Bühne im Kontext der „Neuen Kriege“ untersuchte. Die Habilitation in Anglistik erfolgte an der Universität Konstanz mit einer Arbeit über Gemeinschaft, Ausgrenzung und die Figur des „nackten Lebens“ in Theatertraditionen von der Antike bis zur Gegenwart.

Vor ihrem Ruf an die Universität Salzburg war Julia Boll unter anderem Vertretungsprofessorin an den Universitäten Bonn, Duisburg-Essen und Hamburg sowie Privatdozentin in Konstanz. Sie war Marie Skłodowska-Curie Fellow in Konstanz, leitete drei Jahre die Scottish Universities’ International Summer School (University of Edinburgh) und unterrichtete sechs Jahre lang Literatur und Theater an der University of Edinburgh.

Die Forschungsschwerpunkte von Julia Boll liegen in der anglophonen Literatur-, Kultur- und Theaterwissenschaft, mit themenübergreifendem Fokus auf Ethik und Politik. Weitere Themen sind Identität und Zeitlichkeit sowie die Schnittstelle von Literatur, Naturwissenschaft und Ethik. Ein übergreifender Schwerpunkt ihrer Forschung und Lehre liegt auf schottischer Literatur und Kultur.

Julia Boll unterrichtet im Fachbereich Anglistik und Amerikanistik mit einem breiten thematischen und historischen Spektrum – von der britischen Literaturgeschichte bis zu Seminaren zu Gender, Queerness und Theaterpraxis.

„Am Fachbereich Anglistik und Amerikanistik schätze ich die offene, kollegiale Atmosphäre und die starke lokale, aber auch internationale Vernetzung. Forschung und Lehre sind hier sehr vielseitig transdisziplinär und transkulturell ausgerichtet, was mir große Freiheit und Raum für kreative Ansätze bietet. Besonders wichtig ist mir der dialogische Austausch und die Zusammenarbeit – beides wird hier im universitären Alltag gelebt“, so Julia Boll.

Der Uni Salzburg attestiert die Wissenschafterin eine hohe Qualität in Forschung und Lehre und eine große Offenheit für neue Ideen und innovative Formate. Die gute internationale Vernetzung macht es möglich, sich global aufzustellen. Boll zeigt sich zudem begeistert vom kulturell außergewöhnlichen Umfeld der Stadt Salzburg.

An der Universität Salzburg möchte Julia Boll innovative Lehrformate entwickeln, die Theorie und Praxis verbinden, und die internationale Vernetzung sowie die Zusammenarbeit mit der lokalen jungen Kulturszene ausbauen.

„Die Begeisterung für Forschung wirkt ansteckend – deshalb ist forschungsnahe Lehre für mich unverzichtbar. In meinen Seminaren verbinde ich mein Forschungsinteresse daran, Literatur und Theater mit politischer und kritischer Kulturtheorie sowie performativer Praxis zusammenzuführen. Dabei setze ich auf erfahrungsorientierte und interdisziplinäre Ansätze, die oft praktische Elemente beinhalten: etwa das Schreiben von Sonetten oder Balladen, um die Formen der Romantik greifbar zu machen, oder die Arbeit auf einer Bühne, um dramatische Texte als dreidimensionales, ‚embodied‘ Material zu erleben“, betont Boll.

Die Lehrstrategie der Anglistin zielt darauf ab, Studierende für die Debatten rund um Literatur und Kulturgeschichte zu begeistern und ihnen nachhaltige Denkanstöße zu geben, mit dem Ziel, kritisches Denken und Eigenständigkeit zu fördern.

Julia Boll legt großen Wert auf die Förderung von Early- und Mid-Career-Forscher*innen und engagiert sich in der Doctoral School Popular Culture Studies sowie in Mentoring-Programmen. Ihr Ziel ist es, die Geisteswissenschaften als Reflexions- und Orientierungswissenschaften zu profilieren und Salzburg als internationalen Standort für kulturwissenschaftliche Debatten zu etablieren. Zukünftig möchte sie die Zusammenarbeit mit Theater-, Musik- und Kulturprojekten intensivieren und internationale Kooperationen – etwa mit der Scottish Universities’ International Summer School – weiter vertiefen.

Mit ihrer Expertise und ihrem Engagement für innovative Lehr- und Forschungsansätze setzt Julia Boll wichtige Impulse für die internationale Vernetzung und die kulturelle Vielfalt an der Universität Salzburg.

Die Antrittsvorlesung von Julia Boll wird voraussichtlich am 14. April stattfinden.

Professorin Julia Boll

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