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Neuerscheinung Salzburger Theologische Studien – interkulturell

Buchcover: Unterwegs zur Quelle des SeinsBettina Bäumer, Ulrich Winkler (Hg.)
Unterwegs zur Quelle des Seins.
Die Relevanz des Lebens und Denkens von Henri Le Saux/Abhishiktananda für die hindu-christliche Bewegung

(Salzburger Theologische Studien 55 – interkulturell 17)
200 S., 22,5 x 15 cm Paperback ISBN 978-3-7022-3455-3
Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2016
Die bleibende Aktualität eines Pioniers im christlich-hinduistischen DialogDer französische Benediktiner Henri Le Saux, in seiner indischen Existenz Swami Abhishiktananda (1910–1973), ist Jahre nach seinem Tod zu einer der Leitfiguren im interreligiösen Dialog geworden. Als echter Kontemplativer lebte er ein weitgehend zurückgezogenes Leben, großteils in seiner Einsiedelei im Himalaya, obwohl er bereits zu seinen Lebzeiten, in der entscheidenden Periode während und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, eine einflussreiche Rolle in der Kirche Indiens spielte.Bei aller persönlichen Bescheidenheit und Demut war Abhishiktananda von der Gültigkeit seiner Erfahrung an der Grenze zwischen Hinduismus und Christentum überzeugt. Zu einer Zeit, als Christen den Hinduismus mit Argwohn und vielen Missverständnissen betrachteten, versuchte er, dessen spirituelle Botschaft für diese zugänglich zu machen. Sein geistliches Tagebuch legt Zeugnis ab für seine authentische Erfahrung in der Begegnung zwischen seiner ursprünglichen christlich-monastischen Tradition und der hinduistischen, vornehmlich nicht-dualistischen Spiritualität (Advaita), basierend auf den Upanishaden und dem bedeutendsten Weisen des 20. Jahrhunderts, Ramana Maharshi.Der vorliegende Band enthält eine Auswahl von Beiträgen europäischer und indischer Autoren, welche eine doppeltes Ziel verfolgen: Auf der einen Seite Swami Abhishiktananda wieder in das Gedächtnis zu holen und seine Bedeutung anzuerkennen, auf der anderen Seite seine Relevanz in der heute vollständig veränderten geistigen Szene zu entdecken. Sie schlagen damit eine Brücke über die letzten 40 Jahre seit seinem Tod, in denen sich die Lage des interreligiösen Dialogs weiter entwickelt hat. Das Ergebnis ist erstaunlich und es zeigt sich, dass die Erfahrungen und Einsichten dieses hindu-christlichen Kontemplativen immer noch Sprengkraft besitzen.