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Veröffentlicht am
März 26, 2026
Letzte Aktualisierung: März 26, 2026

ÖAW Dissertationspreis für Migrationsforschung 2025

Am 24. März 2026 wurde Iepke M. Rijcken mit dem Dissertationspreis für Migrationsforschung 2025 ausgezeichnet.

Ihr Dissertationsprojekt „Conviviality and Infrastructures of Mobility: Cross-border Commuting in the Polish-German Border Region“ untersucht, wie grenzüberschreitende Arbeitsmobilität den Alltag von Pendler:innen in der deutsch-polnischen Grenzregion prägt. Im Fokus stehen insbesondere Arbeitsbedingungen im sogenannten niedrig-qualifizierten Sektor des Arbeitsmarktes sowie die vergeschlechtlichte, affektiv-körperlichen und infrastrukturellen Dimensionen mobiler Arbeit in kapitalistischen Gesellschaft.

Mit innovativen partizipatorischen Methoden und einem interdisziplinären Zugang liefert die Arbeit wichtige Impulse für die Migrationsforschung und trägt zu aktuellen Debatten über europäische Arbeitsmobilität und Zusammenhalt und -arbeit der Region der beiden Länder bei. Ihr Dissertation wird unter der Betreuung von Kyoko Shinozaki (FB Soziologie und Sozialgeographie) und  Bianca Szytniewski (Utrecht, Geography) im Rahmen des durch die Volkswagen-Stiftung geförderten Forschungsprojekts  „VISION: Envisioning Convivial Europe“ durchgeführt (PI:  Magdalene Nowicka (DeZIM, Deutsches Zentrum für Integrations‑ und Migrationsforschung).

Mit ihrer Auszeichnung erhält der Schwerpunkt Sozialwandel und Mobilitäten des Fachbereichs Soziologie und Sozialgeographie (ehemals Politikwissenschaft und Soziologie) der Universität Salzburg zum zweiten Mal den renommierten ÖAW-Dissertationspreis für Migrationsforschung. Bei der Preisverleihung waren von der Universität  Victoria Reitter, die erste Preisträgerin des Fachbereichs (aktuell am Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung tätig), sowie Kyoko Shinozaki anwesend.

Der ÖAW Dissertationspreis für Migrationsforschung zeichnet herausragende, noch nicht abgeschlossene Dissertationsprojekte aus, die sich mit Migration, Flucht und gesellschaftlichem Wandel befassen.


Zur Person:

Iepke M. Rijcken ist seit Juni 2022 am Fachbereich Soziologie und Sozialgeographie der Universität Salzburg tätig. Sie hat eine Doktoratsstelle, die im Projekt „VISION: Envisioning Convivial Europe“ verankert ist. VISION ist ein Kooperationsprojekt zwischen etablierten Forschenden des DeZIM-Instituts (Berlin), der Universität Amsterdam und der Universität Salzburg. VISION befasst sich mit transnationaler Arbeitsmigration und verfolgt das Ziel, transformierendes Wissen für ein gerechteres, nachhaltigeres und konviviales Europa zu erzeugen. Iepke M. Rijcken arbeitet mit ethnografischen und visuellen partizipativen Forschungsmethoden, um ein tiefes Verständnis für die Lebenswelten von Menschen in „inneren Peripherien“ in Deutschland und Polen zu gewinnen.

Sie hat sowohl ihren Bachelor in Interdisziplinären Sozialwissenschaften als auch ihren Master in Kulturanthropologie an der Universität Utrecht abgeschlossen. Ihre Forschungsinteressen sind auf Machtverhältnisse, Intersektionalität und feministische Theorie fokussiert.

Die Universität Salzburg gratuliert sehr herzlich zur Auszeichnung!

Iepke Rijcken bei der ÖAW-Dissertationspreisverleihung

Iepke Marie Rijcken, MSc. (she/her)

Ph.D. Researcher | Project VISION: Envisioning Convivial Europe

Universität Salzburg | Soziologie und Sozialgeographie

Rudolfskai 42 | 5020 Salzburg | Austria

E-Mail an Iepke Marie Rijcken, MSc. (she/her)

Foto: © ÖAW / Daniel Hinterramskogler | v.l.n.r.: Iepke Rijcken, Christiane Wendehorst (deutsche Rechtswissenschaftlerin und Universitätsprofessorin am Institut für Zivilrecht der Universität Wien.)