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Porträtreihe des Fachbereichs Umwelt & Biodiversität: Dr. Beate Apfelbeck

Dr. Beate Apfelbeck

Fachgebiet Zoologische Evolutionsbiologie

FORSCHUNG:

Meine Forschung beschäftigt sich mit verhaltensbiologischen und physiologischen Anpassungen von Tieren, vor allem Vögeln, an eine sich verändernde Umwelt. Tiere stehen in ständiger Interaktion mit ihrer Umwelt. Sie müssen sich auf Veränderungen in ihrem sozialen Umfeld, saisonale Schwankungen oder auf Stressoren, z.B. Prädatoren oder schlechtes Wetter, einstellen. Diese Anpassungen werden durch Hormone vermittelt. Zum Beispiel fungieren Hormone als Mediatoren von Fortpflanzungsverhalten (z.B. Territorialverhalten, Gesang oder elterliche Fürsorge) und können als Indikatoren für Umweltstress in Wildtierpopulationen dienen. Heute beeinflusst der Mensch nahezu jeden Lebensraum auf der Welt und es ist oft unklar, wie sich diese durch den Menschen verursachten Umweltveränderungen auf Tiere auswirken oder warum manche Arten besser damit zurechtkommen als andere. Mit Hilfe von Methoden der Bewegungsökologie, Verhaltensbiologie und Physiologie erforsche ich wie Tiere auf anthropogene Habitatveränderungen und Stressoren reagieren. Meine Studien führen mich in die Nebelwälder Ostafrikas, aber auch in urbane Lebensräume direkt vor unserer Haustür, wo ich außerdem an einer tiergerechteren Gestaltung urbaner Lebensräume arbeite.

NACHHALTIGKEIT:

Nachhaltigkeit bedeutet für mich sich als Teil eines lokalen, regionalen und globalen Netzwerks zu verstehen. Insbesondere unser Konsumverhalten kann weitreichende, oft unvorhergesehene Folgen haben. So kann der Verzehr von manchen Lebensmitteln zur Zerstörung von Lebensräumen und Biodiversität auf anderen Kontinenten führen. Unser omnipräsenter Konsum von Wegwerfplastikprodukten wirkt sich weltweit auf das Nahrungsnetz von Tieren und Menschen aus. Die Verschmutzung ganzer Lebensräume mit Licht, Lärm und Schadstoffen beeinflusst Tiere in ihrem Fortpflanzungsverhalten, bei der Nahrungssuche und gefährdet ihre Gesundheit (und unsere auch). Für mich persönlich bedeutet Nachhaltigkeit daher vor allem weniger und bewusster zu konsumieren, Zusammenhänge zu verstehen und mein eigenes Verhalten danach auszurichten. Die Vermittlung systemischen Denkens versuche ich auch in der Lehre umzusetzen.

HOFFNUNG:

Wenn im Frühling die ersten Blau- und Kohlmeisen zu singen beginnen. Junge Menschen, die mit offenen Sinnen die Welt entdecken und mit Begeisterung unsere Artenvielfalt dokumentieren, wie man zum Beispiel während der City Nature Challenge erleben darf!

Apfelbeck

Beate Apfelbeck

Fachgebiet Zoologische Evolutionsbiologie

Fachbereich Umwelt & Biodiversität | Universität Salzburg PLUS

Hellbrunnerstraße 34 | A-5020 Salzburg

Tel: +43(0)662 8044 5512

E-Mail an Beate Apfelbeck