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Veröffentlicht am
Januar 28, 2026
Letzte Aktualisierung: Januar 28, 2026

SchülerUNI fragt nach innerem Kompass

Thema: „Civil Courage: Wann ist mein Handeln gefragt?“

In vielen Alltagssituationen spüren wir intuitiv, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist – jemand wird unfair behandelt, ausgegrenzt oder gemobbt. Doch obwohl unser innerer Kompass Alarm schlägt, ist es nicht immer leicht, Zivilcourage zu zeigen. Häufig finden Menschen Gründe, nicht sofort einzugreifen oder Verantwortung zu übernehmen.

MMag.a Mishela Ivanova vom Fachbereich Erziehungswissenschaft begrüßte bei der SchülerUNI unter dem Titel „Civil Courage: Wann ist mein Handeln gefragt?“ rund 70 Schülerinnen des Akademischen Gymnasiums und der Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik in Salzburg. Ihr Vortrag regte dazu an, über persönliche Verantwortung, Handlungsspielräume und die Bedeutung von Solidarität nachzudenken. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie man mutig handeln kann, ohne sich selbst zu gefährden – und wie jeder Einzelne zu einem respektvollen Miteinander beitragen kann.

Warum es dennoch so häufig nicht zum Eingreifen kommt, erklärte Ivanova anhand eines Fünfstufen‑Modells: Am Anfang steht die Wahrnehmung des Geschehens, gefolgt von der Einschätzung, ob tatsächlich eine Notsituation vorliegt. Danach braucht es ein Verantwortungsgefühl, konkrete Ideen für mögliche Interventionen und schließlich den Mut, diese auch umzusetzen. Besonders anschaulich wurden die verschiedenen Handlungsoptionen durch ein Filmbeispiel, in dem dieselbe bedrängende Situation in drei Varianten aufgelöst wurde. Die Empfehlung der Referentin: Ein gedanklicher Methodenvorrat hilft, in herausfordernden Momenten schneller ins Handeln zu kommen.

Die Rückmeldungen der Schüler*innen zeigen, wie gut das Thema ankam und wie sehr die Inhalte zum Weiterdenken anregten. Eine Teilnehmerin resümierte, die Veranstaltung „hat mir einen guten Eindruck und Überblick verschafft!“ und ein weiterer Schüler meinte „Ich fand es wirklich spannend und cool!!“. Viele betonten in ihrem Feedback außerdem, dass die Veranstaltung gerne länger hätte dauern dürfen, weil sie als besonders interessant und gut strukturiert wahrgenommen wurde. Obwohl das Thema Zivilcourage vielen in der Selbsteinschätzung nicht völlig neu war, erhielt der Vortrag ausschließlich positive Rückmeldungen – sowohl zum Spannungsbogen als auch zur Interaktivität, die nur knapp unter dem sehr erfreulichen Gesamteindruck lag.

Die Veranstaltung hat damit nicht nur Wissen zu Handlungsstrategien vermittelt, sondern auch Mut gemacht, im Alltag Haltung zu zeigen und Verantwortung für ein gutes Miteinander zu übernehmen.


Mit dabei waren auch die SN-Redakteurinnen der Social Media Redaktion. Hier geht es zum Beitrag der  Salzburger Nachrichten, einem  Kurzvideo auf Facebook und zum  Flickr-Fotorückblick der Veranstaltung (Fotos Universität Salzburg © Simon Haigermoser).

Schüler*innen bei der SchülerUNI

Mag.a Sylvia Kleindienst

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