Fachbereich Gerichtsmedizin an der Natur- und Lebenswissenschaftliche Fakultät der Universität Salzburg
Universitätsprofessur gem. § 99 (1) UG 2002 für
„Forensische Molekularbiologie“
Vorgesehener Dienstantritt: ehestmöglich
Die Professur für Forensische Molekularbiologie vertritt das Fach in Forschung, Lehre und Wissenstransfer mit Schwerpunkt auf der Analyse biologischer Spuren im kriminalwissenschaftlichen Kontext. Zu den Aufgaben zählen die Weiterentwicklung und Anwendung moderner DNA-, RNA- und epigenetischer Methoden zur Identifizierung von Personen, zur Interpretation komplexer Spurenlagen sowie zur Validierung und Qualitätssicherung forensischer Analysen. Die Professur übernimmt die Lehre in einschlägigen Studiengängen, insbesondere in den Bereichen Molekulargenetik, forensische DNA-Analytik, Biostatistik und Laborpraxis, und betreut Abschlussarbeiten sowie Promotionen. Erwartet wird eine international sichtbare Forschungsagenda, die Einwerbung von Drittmitteln sowie die Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Kriminaltechnik und anderen wissenschaftlichen Partnern. Darüber hinaus umfasst die Stelle den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis sowie die Beteiligung an der Entwicklung fachlicher Standards.
Eine Professur an der Universität Salzburg steht für zukunftsweisende Forschung, engagierte Lehre und gesellschaftliche Verantwortung. Sie umfasst eigenständige und kooperative wissenschaftliche Arbeit, die Einwerbung von Drittmitteln, die Leitung von Teams sowie die Publikation von Forschungsergebnissen. Professor*innen fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs, schätzen Interdisziplinarität, gestalten Third-Mission-Aktivitäten und engagieren sich in universitären Gremien sowie Internationalisierung. Mit Verantwortungsbewusstsein, Integrität und Innovationskraft prägen sie ein respektvolles Arbeitsumfeld und treiben wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen voran.
Erforderliche Qualifikationen
dem akademischen Alter und der jeweiligen Biografie entsprechend
- Promotion in Molekularbiologie, Biologie, Biochemie, Medizin oder einem verwandten Fachgebiet oder eine gleichwertige ausländische Hochschulbildung;
- einschlägige Habilitation (venia docendi/venia legendi) oder eine gleichwertige wissenschaftliche Qualifikation im Bereich Forensische Molekularbiologie, Forensische Genetik oder einem angrenzenden Gebiet;
- mehrjährige praktische Erfahrung in der Anwendung moderner molekularbiologischer Methoden (z.B. DNA-Analytik, Sequenzierung, Analyse komplexer Spuren, Arbeit mit geringem oder degradiertem Probenmaterial) und in der Arbeit in akkreditierten Laborumgebungen, in Qualitätssicherung und methodischer Validierung;
- Erfahrung in der Betreuung von Studierenden und Promovierenden;
- ausgewiesene eigenständige wissenschaftliche Forschungs- und Publikationstätigkeit mit Bezug zur forensischen Praxis, sowie Erfahrung in der Umsetzung wissenschaftlicher Drittmittel-Projekte, im akademischen Wissenschaftsmanagement und in der Hochschuldidaktik im Kontext praktischer Laborfertigkeiten und forensischer Methoden;
- nationale und/oder internationale Vernetzung, idealerweise mit aktiver Beteiligung an interdisziplinären Kooperationen;
- Erfahrung in der akademischen Selbstverwaltung und Fähigkeit zur strategischen und verantwortungsvollen Leitung einer universitären Einrichtung;
- gute akademische Englischkenntnisse in Wort und Schrift bzw. Bereitschaft, binnen 3 Jahren das Niveau B2 zu erreichen;
- gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift bzw. Bereitschaft, binnen 3 Jahren das Niveau C1 zu erreichen.
Erwünschte Kompetenzen
dem akademischen Alter und der jeweiligen Biografie entsprechend
- Nachgewiesene wissenschaftliche Tätigkeit außerhalb der Universität Salzburg, vorzugsweise mit Auslandserfahrung von mindestens einem Jahr;
- soziale Kompetenzen zur Entwicklung und Zusammenarbeit von Personal und Studierenden sowie Bewusstsein für DEI-Themen sowie die Fähigkeit, Teams inspirierend zu leiten, strategische Ziele umzusetzen und eine kooperative, wertschätzende Arbeitskultur zu fördern.
- digitale Kompetenzen im Umgang mit zeitgemäßen Technologien und deren praktische Anwendung;
- praktische Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Kriminaltechnik oder Sicherheitsbehörden;
- Erfahrung in der Erstellung oder Bewertung molekulargenetischer Gutachten;
- Erfahrung in Qualitätssicherung, Akkreditierung oder Standardisierung forensischer Labormethoden;
- internationale Vernetzung und interdisziplinäre Kooperationsfähigkeit;
- Sachverständige/r auf dem Gebiet der Forensischen Molekularbiologie bzw. biologischen Spurenkunde;
- Erfahrung im Vertreten von Sachverständigengutachten vor Gericht (im Rahmen einer Hauptverhandlung).
Bewerbung
Ihre Bewerbung in einem PDF enthält:
- Bewerbungsformular ( zum Download);
- Motivation und Konzept für künftige Pläne in Forschung, Lehre und Third Mission;
- Curriculum Vitae
- Darstellung der bisherigen Erfolge in der Forschung (insb. Drittmittelprojekte);
- Darstellung der Erfahrungen und Tätigkeiten in der Lehre (und allenfalls in der Nachwuchsbetreuung) inkl. Lehrevaluationen und Didaktik-Zertifikate;
- Darstellung der bisherigen Third Mission-Aktivitäten;
- Darstellung der sozialen und digitalen Kompetenzen;
- Publikations- und Vortragsliste;
- Nachweise über relevante Hochschulabschlüsse.
Bei Bedarf kann um die Nachreichung weiterer Unterlagen gebeten werden (z.B. relevante Publikationen).
Bewerbungsfrist: 27. Mai 2026
Bewerbungen sind an den Rektor, Univ.-Prof. Dr. Bernhard Fügenschuh, zu richten.
E-Mail:
Betreff: 2026_14_991
Bitte beachten Sie, dass Reise- und Aufenthaltskosten im Zusammenhang mit dem Berufungsverfahren leider nicht übernommen werden können.
Die Universität Salzburg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in wissenschaftlichen und administrativen Bereichen – insbesondere in Leitungsfunktionen – an und lädt qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung ein. Bei gleicher Qualifikation, entsprechend der jeweiligen Biografie, werden Bewerberinnen vorrangig aufgenommen.
Ebenso ermutigen wir Personen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, die die fachlichen Voraussetzungen erfüllen, sich zu bewerben. Für Fragen zur Barrierefreiheit und Unterstützung im Bewerbungsprozess steht Ihnen unser Team der Abteilung Family, Gender, Diversity & Disability unter +43 662 8044-2462 oder gerne zur Verfügung.
Gehalt
Die Aufnahme erfolgt auf fünf Jahre befristet in Vollzeitbeschäftigung nach § 99 (1) UG 2002 und dem Angestelltengesetz sowie dem Kollektivvertrag der Universitäten/Verwendungsgruppe A1. Eine Überzahlung des kollektivvertraglichen jährlichen Mindestentgelts von € 93.986,20 brutto ist vorgesehen.
Kontakt
Für Auskünfte steht Ihnen der Fachbereichsleiter Univ.-Prof. Dr. Fabio Monticelli unter zur Verfügung.