Fachbereich Psychologie an der Natur- und Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg
Universitätsprofessur gem. § 98 UG 2002
„Psychotherapieausbildung und Psychotherapieforschung“
Vorgesehener Dienstantritt: ehestmöglich, idealerweise Oktober 2026
Die Professur vertritt das Fach Psychotherapie in Ausbildung und Forschung.
Aufgabenbereiche: Die Professur soll die international anschlussfähige Forschung und Lehre zur Psychotherapie an der Universität Salzburg stärken. Die Professur wird im neuen ordentlichen Psychotherapie Masterstudium am Fachbereich Psychologie eine zentrale Rolle hinsichtlich Psychotherapieforschung und Ausbildung der Studierenden im humanistischen Therapie-Cluster übernehmen. Durch empirisch-quantitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden sollen …
- … neue Erkenntnisse zur Psychotherapieausbildung gemäß Psychotherapiegesetz 2024 gewonnen werden sowie
- … innovative clusterübergreifende Forschung zu Wirkung und Wirkweise von Psychotherapie mit klaren Bezügen zu humanistischen Therapieansätzen bei verschiedenen Zielgruppen in verschiedenen Therapiesettings (Einzel-, Gruppen-, Online-Therapie) durchgeführt werden.
Erwartet wird eine aktive Einbringung in die Universitätsambulanz für Psychotherapie und in die Gestaltung des neuen Psychotherapie Masterstudiums sowie im Psychologiestudium (Bachelor-, Master- und Doktoratsstudium).
Zudem wird erwartet sich aktiv an Gleichstellungsmaßnahmen sowie an der Förderung von Diversität und Chancengleichheit zu beteiligen.
Evidenzbasierung und theoriegeleitetes empirisches Vorgehen sichern den Erkenntnisgewinn und ermöglichen Bezüge zu anderen Forschungsthemen des Fachbereichs Psychologie und darüber hinaus.
Eine Professur an der Universität Salzburg steht für zukunftsweisende Forschung, engagierte Lehre und gesellschaftliche Verantwortung. Sie umfasst eigenständige und kooperative wissenschaftliche Arbeit, die Einwerbung von Drittmitteln, die Leitung von Teams sowie die Publikation von Forschungsergebnissen. Professor*innen fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs, schätzen Interdisziplinarität, gestalten Third-Mission-Aktivitäten und engagieren sich in universitären Gremien sowie Internationalisierung. Mit Verantwortungsbewusstsein, Integrität und Innovationskraft prägen sie ein respektvolles Arbeitsumfeld und treiben wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen voran.
Erforderliche Qualifikationen
dem akademischen Alter und der jeweiligen Biografie entsprechend
- Promotion in einem der Verwendung entsprechendem Fach oder eine gleichwertige ausländische Hochschulbildung;
- einschlägige Habilitation (venia docendi/venia legendi) oder eine gleichwertige wissenschaftliche Qualifikation;
- fundierte Kenntnisse in Forschung und Lehre mit Bezug zum humanistischen Therapie-Cluster sowie in empirisch-quantitativer Forschung mit Patient*innen, Psychotherapeut*innen, und/oder Studierenden in verschiedenen Settings (Einzel-, Gruppen-, Onlinesettings), nachgewiesen anhand von referierten Veröffentlichungen;
- ausgewiesene eigenständige wissenschaftliche Forschungs- und Publikationstätigkeit, sowie Erfahrung in der Umsetzung wissenschaftlicher Drittmittel-Projekte, im akademischen Wissenschaftsmanagement und in der Hochschuldidaktik;
- nationale und/oder internationale Vernetzung, idealerweise mit aktiver Beteiligung an interdisziplinären Kooperationen;
- Erfahrung in der akademischen Selbstverwaltung und Fähigkeit zur strategischen und verantwortungsvollen Leitung einer universitären Einrichtung;
- gute akademische Englischkenntnisse in Wort und Schrift bzw. Bereitschaft, binnen 3 Jahren das Niveau B2 zu erreichen;
- gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift bzw. Bereitschaft, binnen 3 Jahren das Niveau B1 zu erreichen.
Erwünschte Kompetenzen
dem akademischen Alter und der jeweiligen Biografie entsprechend
- Nachgewiesene wissenschaftliche Tätigkeit außerhalb der Universität Salzburg, vorzugsweise mit Auslandserfahrung von mindestens einem Jahr;
- soziale Kompetenzen zur Entwicklung und Zusammenarbeit von Personal und Studierenden sowie Bewusstsein für DEI-Themen sowie die Fähigkeit, Teams inspirierend zu leiten, strategische Ziele umzusetzen und eine kooperative, wertschätzende Arbeitskultur zu fördern;
- digitale Kompetenzen im Umgang mit zeitgemäßen Technologien und deren praktische Anwendung;
- Erfahrung in der Evidenzgewinnung zu Wirkung und Wirkweise von Psychotherapien in den oben genannten Bereichen mit quantitativen Methoden bzw. mixed methods (qualitativ und quantitativ) sowie Offenheit für Gestaltung und Beforschung der österreichischen Psychotherapieausbildung;
- bereits erfolgte Eintragung bzw. zeitnahe Eintragung (ggfs. auf Basis gleichwertiger Ausbildungen außerhalb von Österreich) in die österreichische Berufsliste der Psychotherapeut*innen sowie mehrjährige klinische Erfahrung in der Anwendung von Interventionen mit klaren Bezügen zum humanistischen Therapie-Cluster bei psychisch kranken Personen;
- Offenheit gegenüber und im Idealfall bereits Erfahrung in Forschung und/oder Lehre mit den weiteren Therapie-Clustern „Psychoanalytisch-Psychodynamische Therapie“, „Systemische Therapie“ und „Verhaltenstherapie“;
- Anschlussfähigkeit in der Mitgestaltung von Ambulanzen für Psychotherapie sowie zur Klinischen / Gesundheits- Psychologie und Kognitiven Neurowissenschaft;
- klare „Open Science“ Orientierung sowie Bereitschaft zum Engagement im Rahmen von „Third Mission“ (z. B. Wissenschaftskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Theorie-Praxis-Transfer, Universitätsambulanz für Psychotherapie).
Bewerbung
Ihre Bewerbung in einem PDF enthält:
- Bewerbungsformular (zum Download hier);
- Motivation und Konzept für künftige Pläne in Forschung, Lehre und Third Mission;
- Curriculum Vitae
- Darstellung der bisherigen Erfolge in der Forschung (insb. Drittmittelprojekte);
- Darstellung der Erfahrungen und Tätigkeiten in der Lehre (und allenfalls in der Nachwuchsbetreuung) inkl. Lehrevaluationen und Didaktik-Zertifikate;
- Darstellung der bisherigen Third Mission-Aktivitäten;
- Darstellung der sozialen und digitalen Kompetenzen;
- Publikations- und Vortragsliste;
- Nachweise über relevante Hochschulabschlüsse;
- Nachweise über Psychotherapieausbildung und/oder klinische Erfahrungen.
Bei Bedarf kann um die Nachreichung weiterer Unterlagen gebeten werden (z.B. relevante Publikationen).
Bewerbungsfrist: 27. Mai 2026
Geplanter Hearingtermin: nach Bekanntgabe
Bewerbungen sind an den Rektor, Univ.-Prof. Dr. Bernhard Fügenschuh, zu richten.
E-Mail:
Betreff: 2026_15_98
Bitte beachten Sie, dass Reise- und Aufenthaltskosten im Zusammenhang mit dem Berufungsverfahren leider nicht übernommen werden können.
Die Universität Salzburg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in wissenschaftlichen und administrativen Bereichen – insbesondere in Leitungsfunktionen – an und lädt qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung ein. Bei gleicher Qualifikation, entsprechend der jeweiligen Biografie, werden Bewerberinnen vorrangig aufgenommen.
Ebenso ermutigen wir Personen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, die die fachlichen Voraussetzungen erfüllen, sich zu bewerben. Für Fragen zur Barrierefreiheit und Unterstützung im Bewerbungsprozess steht Ihnen unser Team der Abteilung Family, Gender, Diversity & Disability unter +43 662 8044-2462 oder gerne zur Verfügung.
Gehalt
Die Aufnahme erfolgt unbefristet in Vollzeitbeschäftigung nach § 98 UG 2002 und dem Angestelltengesetz sowie dem Kollektivvertrag der Universitäten/Verwendungsgruppe A1. Eine Überzahlung des kollektivvertraglichen jährlichen Mindestentgelts von € 93.986,20 brutto ist vorgesehen.
Kontakt
Für Auskünfte steht Ihnen als stellvertretender Vorsitz der Berufungskommission Univ.-Prof. Dr. Thomas Probst unter zur Verfügung.
Weitere Informationen zur Arbeit an der Universität Salzburg finden Sie hier.