Projekt Linear B mit Kindern und Jugendlichen

Ein Angebot für Schulen und viele offene Formate (Jugendzentren, Aktionstage, etc.)

Ziele:
Es soll Interesse an der Antike und der sie erschließenden Wissenschaften (Alte Geschichte, Archäologie, Klassische Philologie, Mykenologie, etc.) geweckt wecken. Ich gebe auch gerne etwas aus meinem Fachgebiet an eine breitere Öffentlichkeit zurück.

Methode und Zielgruppe:
Dieses Projekt versucht auf dem Weg des Erlernens der frühgriechischen Linear B-Schrift Kindern und Jugendlichen (gerne auch Erwachsenen) die spätbronzezeitliche Kultur Griechenlands (und in der Folge die ganze Antike) näher zu bringen. Das Projekt lässt sich sehr leicht an verschiedenen Altersgruppen und den Wissenshintergrund der Gruppe anpassen.
Alle Teilnehmer*innen bekommt einen Klumpen Ton und ein spitzes Holzstäbchen in die Hand. Die Arbeit mit den eigenen Händen leitet ganz von allein in das Thema ein und lässt die vermeintlichen Hürden wie „alte Schrift“, „Universität“, „uralt“ augenblicklich verschwinden.
Im ersten Teil erlernen wir anhand der Aufgabe „Schreibe deinen Namen mit der Linear B-Schrift“, die Schrift, ihre Funktion und ihre Eigenheiten.
In einem zweiten Teil (abhängig von der verfügbaren Zeit) simulieren wir mykenische Verwaltungsaufgaben. Dabei schreiben die Jugendlichen selbständig Tafeln, die dann mit anderen getauscht, gelesen und interpretiert werden. Am Ende der Einheit haben die TeilnehmerInnen ein kleines Linear B-Tafel-Archiv produziert. Die Tafeln müssen nicht gebrannt werden, bereits die getrockneten Tafeln sind gut haltbar.

Thematische Ausrichtung:
Bei diesem Projekt kann ich sehr flexibel sein. Teilweise geben die Jugendlichen mit ihren Fragen selbst eine Richtung vor; gerne können wir aber auch einen bestimmten Schwerpunkt vereinbaren (z.B. Schrift, Sprache, „Geheimschrift“, Entzifferung, die Schreiber, die Menschen in den Texten, die Verwaltung, die Kultur, die Schicksale der Menschen, die uns in diesen Texten entgegentreten, u.v.m.) und vor allem im zweiten Teil bei der Simulation einer mykenischen Verwaltung zur Geltung bringen.
Dieser Zugang erlaubt einen höchst variablen Umgang mit den Themen, die sich in diesem Zusammenhang anbieten und ein Eingehen auf die Interessensgebiete der Schüler*innen/Kinder/Erwachsenen, wie sie sich in den Fragen zeigen.
Wenn es sich zeitlich ausgeht, sage ich auch gerne noch mehr zur Kultur und Zeit.

Zeitaufwand für das Projekt:
In zwei Schulstunden kann man das Projekt schon sehr gut machen. Hat man etwas mehr Zeit, dann kann der Teil, in dem die Jugendlichen selbst Verwaltungsaufgaben erledigen und auch selber Texte lesen, umfangreicher werden.

Materieller Aufwand:
Ich verlange keine Bezahlung, ich bitte nur um den Ersatz eventueller Reisekosten.
Sie müssten nur etwas Ton besorgen (ein paar Kilo ganz normaler Ton vom nächsten Bastelgeschäft reichen aus; Sie könnten natürlich auch selbst Ton aus dem nächsten Bachbett graben…).
Als Arbeitsunterlagen reichen schon Zeitungen. Spitze Holzstäbchen zum Schreiben bringe ich mit.
Nachdem wir kein Wasser zum Kneten der Tafeln benötigen, sondern den Ton so verarbeiten, wie er ausgeliefert wird, hält sich die Verschmutzung eines Klassenzimmers in Grenzen.

Bitte kontaktieren Sie mich, wenn Sie Interesse haben.

Mag.Dr. Georg Nightingale

V.Ass.
Fachbereich Altertumswissenschaften
Alte Geschichte, Altertumskunde und Mykenologie
Residenzplatz 1| 5020 Salzburg | Austria
Tel.: +43/(0)662/8044 – 4707

 

Abbildung 1: Tontafel
Abb. 1: Die erste Tafel wird geschrieben.

 

Abbildung 2: Tontafelarchiv
Abb. 2: Ein Teil des Tontafelarchivs, welches in einer Klasse einer Gymnasiumsoberstufe entstand.