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In dieser Rubrik finden Sie Informationen zu Veranstaltungen der Abteilung FGDD und ihrer Kooperationspartner*innen. 

 

Erika Weinzierl Preis und Stipendium 2022 

Der Erika Weinzierl Preis zeichnet herausragende Abschlussarbeiten aus der Geschlechterforschung aus, das Erika Weinzierl Stipendium vielversprechende Dissertationsprojekte ebenfalls aus dem Feld der Geschlechterforschung. Der Preis, gestiftet von der Abteilung Kultur, Bildung und Wissen der Stadt Salzburg und dem Referat Frauen, Diversität, Chancengleichheit des Landes Salzburg, wurde heuer bereits zum 10. Mal vergeben, das von der Abteilung Kultur, Bildung und Wissen der Stadt Salzburg gestiftete Stipendium zum 4. Mal.  

Die Verleihung fand am 29. September 2022 im Rahmen der Fachtagung der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF) statt. Beim Festakt in der Residenz zu Salzburg erwiesen Persönlichkeiten aus der Politik sowie nationale und internationale Wissenschafter*innen den Preisträgerinnen die Ehre. Die zahlreichen Einreichungen waren von ausgesprochen hoher Qualität, sodass die Jury unter dem Vorsitz von Univ.-Prof.in Zoe Lefkofridi, Professorin für Politik & Geschlecht, Diversität & Gleichheit, den Preis und das Stipendium jeweils zwei Nachwuchswissenschafterinnen zuerkannte:  

Erika Weinzierl Preise  

  • Stephanie Oliha: „Gewohnheitsrecht in Nigeria: Traditionelles Recht der Völker Nigerias im Recht Nigerias unter besonderer Berücksichtigung der Rechte von Frauen“
  • Eva Resch: „Between Invisibility and Inclusion: The Representation of Asexuality in the BBC’s Sherlock“ 

Erika Weinzierl Stipendien  

  • Anna Alabd: „Autonomie und Selbstbestimmung von Frauen aus dem Christentum und Islam als Herausforderung für interreligiöse/interkulturelle Ethik“
  • Gaelle Guicheney: „Subtile Rollenbilder und stereotype Sprachmodelle in österreichischen Französischlehrwerken“ 

Die Preise und Stipendien wurden durch Landesrätin Andrea Klambauer und Gemeinderätin Nicole Solarz verliehen. Beide Politikerinnen hoben die Wichtigkeit der Frauen- und Geschlechterforschung hervor. „Die Frauen- und Geschlechterforschung hat eine wichtige gesellschaftspolitische Bedeutung und der Preis lenkt die Aufmerksamkeit auf Themen, die sonst wenig öffentliche Aufmerksamkeit bekommen. Die Qualität und Vielfalt der prämierten Arbeiten zeigt, wie wichtig diese Auszeichnungen sind und ich bedanke mich bei allen, die ihre Arbeiten eingereicht haben“, so Landesrätin Andreas Klambauer anlässlich der Verleihung des Erika Weinzierl-Preis. Nicole Solarz ergänzt: „Grundlagenforschung und deren Ergebnisse sind für politisches Handeln enorm wichtig. Weil: Wenn ich ein politisches Ziel habe, welches ich erreichen möchte, muss ich erst mal wissen, wo ich stehe. Daher finde ich es unglaublich wichtig und notwendig, dass wissenschaftliche Arbeiten in diesem Bereich gefördert werden, wie eben durch den Erika-Weinzierl-Preis bzw. das Erika-Weinzierl-Stipendium.” 

Die Preisverleihung findet im Andenken an die außergewöhnliche Persönlichkeit Erika Weinzierl statt. Die Namensgeberin Erika Weinzierl war eine der ersten Universitätsprofessorinnen Österreichs und wurde 1969 zur ordentlichen Professorin für Österreichische Geschichte mit besonderer Berücksichtigung für Zeitgeschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Salzburg ernannt. Die renommierte Zeitgeschichtsforscherin stellte sich wichtigen Herausforderungen wie dem Kampf gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung, insbesondere der Aufarbeitung des Nationalsozialismus sowie der Gleichstellung von Frauen. Erika Weinzierl war eine unerschrockene und unbeugsame Historikerin; sie ist ein Vorbild für exzellente und kritische Wissenschaft. In den ausgezeichneten Arbeiten lebt ihr wissenschaftliches und gesellschaftliches Wirken weiter. 

Weinzierl Preisverleihung Preisträgerinnen