Gastvortrag: „des plus beaux ornements qui se puissent voir“
Kunst und Material in der französischen Renaissance
Dienstag, 10. November 2026 | 18:00 Uhr | UNIPARK | Seminarraum 2.205 | Erzabt-Klotz-Straße 1 | 5020 Salzburg
Im Rahmen eines Gastvortrags spricht Markus Rath (Universität Trier) über das Zusammenspiel von Kunst, Material und künstlerischen Techniken in der französischen Renaissance. Im Mittelpunkt steht die Ausstattung des Château de Fontainebleau in den 1530er-Jahren, die einen Höhepunkt des gattungsübergreifenden Zusammenwirkens der Künste darstellt.
Durch die Migration von Künstlern und künstlerischen Verfahren aus dem südlichen Alpenraum sowie die vom französischen Hof geförderte Zusammenarbeit unterschiedlicher Kunstschaffender entstand ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. Maler, Bildhauer und Kunsthandwerker entwickelten gemeinsam neue Ausdrucksformen, bei denen die Grenzen zwischen Medien und Materialien zunehmend verschwammen. Fontainebleau wurde so zu einem Experimentierfeld künstlerischer Innovation, in dem Austausch, Wettbewerb und Kooperation neue Bildwelten hervorbrachten. Der Vortrag beleuchtet diese produktive Verbindung von Kunst, Materialität und kulturellen Einflüssen.
Markus Rath ist Juniorprofessor für Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt „Kunst und Wissen im kulturellen Wandel der Frühen Neuzeit“ an der Universität Trier. Seine Forschung konzentriert sich auf die Kunst der Frühen Neuzeit, insbesondere die französische Renaissance, sowie auf Fragen der Materialität, Medialität und visuellen Wissenskulturen.
