Tagung in der Reihe „Salzburger interdisziplinäre Diskurse“
Warum tun wir nicht einfach, was wir wissen? Eine interdisziplinäre Nachfrage
Donnerstag, 12. November, bis Freitag, 13. November 2026 | EDMUNDSBURG | Mönchsberg 2 | 5020 Salzburg | Plakat
Eintritt frei | keine Anmeldung notwendig
Aktuelle Forschungen und gesellschaftliche Entwicklungen zeigen, dass Menschen, die über ein hohes Maß an Bildung und gute Informationen verfügen, nicht immer entsprechend handeln und Schritte zu positiven Veränderungen setzen. So wissen etwa heute sehr viele Menschen über die Ursachen und Zusammenhänge der weltweiten Klimaveränderung Bescheid, und sie erkennen auch den Zusammenhang mit Politik, Wirtschaft und dem persönlichen Handeln – aber trotzdem ändert sich nur wenig. Auch ist vielen klar, dass strukturelle Ungerechtigkeit und Ungleichheit zwischen den Ländern des Globalen Nordens und des Globalen Südens herrscht; wenn aber konkrete Konsequenzen anstehen (wie etwa ein Lieferkettengesetz, Maßnahmen zur Eindämmung der Plastikproduktion oder solidarische Maßnahmen in der Steuer- oder Migrationspolitik), werden diese Initiativen gebremst und blockiert. Auch im persönlichen Bereich sind viele Menschen über Ursachen von Erkrankung, psychischen Problemen oder Beziehungskrisen informiert – aber sie schrecken davor zurück, Schritte zu einer Beendigung von Abhängigkeiten und eingefahrenen Mustern zu setzen.
Warum klaffen Theorie und Wissen, Reflexion und Motivation einerseits und Praxis und tatsächliches Handeln andererseits auseinander? Warum tun wir nicht einfach, was wir eigentlich wissen und verändern könnten? Die diesjährige Tagung der Reihe „Salzburger interdisziplinäre Diskurse“ spürt dieser Problematik nach und setzt sich aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven mit dieser Fragestellung auseinander.
