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Veröffentlicht am
September 23, 2026
Letzte Aktualisierung: September 23, 2026

10. November 2026 | Hybrid: Verwandtschaftsbeziehungen im mykenischen Griechenland aus bioarchäologischer Perspektive

Vortrag auf Einladung der ÖGUF und der Universität Salzburg von Philipp W. Stockhammer

10.11.2026 | Alte Residenz | SR E.33 | Residenzplatz 1 | Salzburg | EINLADUNG

Seit den Ausgrabungen Heinrich Schliemanns zählt die Rekonstruktion der sozialen Organisationmykenischer Gesellschaften zu den zentralen Fragestellungen der ägäischen Archäologie. Neben denschriftlichen Quellen bilden insbesondere die reich ausgestatteten Gräber die wichtigste Grundlage fürdie Erforschung sozialer Strukturen. Über lange Zeit wurden gemeinsam in Kammergräbern oderanderen Formen der Kollektivbestattung beigesetzte Personen als Mitglieder biologischer Familieninterpretiert und ihre gemeinsame Bestattung als Ausdruck familiärer Identität verstanden. Inzwischenist jedoch klar, dass biologische Verwandtschaft und soziale Zugehörigkeit zwar zusammenfallenkönnen, aber keineswegs deckungsgleich sein müssen. Zugleich eröffnen jüngste archäogenetischeUntersuchungen erstmals die Möglichkeit, biologische Verwandtschaftsbeziehungen direkt zurekonstruieren.Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich biologische Verwandtschaft und soziale Praktiken bei derEntstehung und dem Ausdruck von Zugehörigkeit zueinander verhielten. Anhand ausgewähltermykenischer Kammergräber werden neue archäogenetische Ergebnisse mit archäologischen Befundenzusammengeführt, um die Bedeutung von Sekundärbestattungen, Heiratsmustern und Mobilität für dieKonstruktion sozialer Gemeinschaften im bronzezeitlichen Griechenland neu zu bewerten.

Zugangsdaten für Teilnahme über Zoom
 https://us06web.zoom.us/j/84815484716?pwd=Xl8JM9BYWeRJG7PutszmxIfVtEgzPR.1

Teilnahme über den Internet-Browser: https://zoom.us/join
Meeting-ID: 848 1548 4716, Kenncode: 882808

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Bild aus dem Computerspiel “Epic Palace: Knossos” (© Philipp W. Stockhammer)