Informationsveranstaltungen speziell für Zweitsemestrige

Liebe Studierende!

Ihr erstes Semester neigt sich dem Ende zu. Wie geht es nun im zweiten Semester weiter? Besonderheiten? Haben Sie Fragen?

Gerne stehen wir für Informationen und Ihre Fragen im Rahmen unserer Online-Veranstaltungen speziell für Zweitsemestrige zur Verfügung.

Wann?

Die Webex-Meetings finden am 10.2.2022 statt.

  • 16:30 Uhr zum Bachelorstudium Recht & Wirtschaft 
  • 17:00 Uhr zum Diplomstudium Rechtswissenschaften

Wie?

Online via Webex.

 

Weitere Infos finden Sie hier!

 


Salzburger Unternehmensrecht erneut ausgezeichnet

 

Nach den großen Erfolgen beim renommierten Bankenverbandspreis wurden die Leistungen des Salzburger Unternehmensrechts nun erneut ausgezeichnet: Herr Univ.-Ass. Dr. Andreas Gaggl, LLB.oec. und Herr Dr. Manuel Steiner wurden mit ihren Dissertationen auch mit dem Walter Haslinger Preis prämiert!

Darüber hinaus wurde Herrn Univ.-Ass. (Postdoc) Dr. Marcus W. A. Sonnberger ein Wissenschaftlicher Preis durch den Verein der Dr. Alois Mock Preise (vormals Leopold Kunschak Preise) zuerkannt. Er erhielt den Preis für seine im Verlag Österreich erschienene und bereits mit dem Jean Monnet Wissenschaftspreis für Europarecht und einem Förderpreis des Walter Haslinger Preises ausgezeichnete Dissertation.

 

Der Walter Haslinger Preis wird von der Walter Haslinger Privatstiftung für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich des Wirtschaftsrechts, insbesondere des Unternehmens- und Gesellschaftsrechts und der wirtschaftsrelevanten Teile des allgemeinen Privatrechts, verliehen. In diesem Jahr gingen gleich zwei von drei Auszeichnungen an das Salzburger Unternehmensrecht, das damit wie schon beim Bankenverbandspreis wieder besonders stark vertreten ist.

 https://www.haslinger-nagele.com/wissenschaft/walter-haslinger-preis/

Dr. Andreas Gaggl, LLB.oec. ist am Fachbereich für Arbeits- und Wirtschaftsrecht bei Univ.-Prof. Dr. Martin Auer tätig. Er wurde für seine im Linde Verlag publizierte Arbeit „Gläubigerschutz bei Umgründung der GmbH und Co KG“ ausgezeichnet. Grundgedanke der GmbH & Co KG ist es, die Vorteile von Personen- und Kapitalgesellschaften in einer Rechtsform zu kombinieren. Gleichwohl es sich um eine Personengesellschaft handelt, haftet keine natürliche Person unbeschränkt. Das kann für die Gesellschaftsgläubiger problematisch sein. Zudem ändern sich wirtschaftliche Gegebenheiten ständig. Mitunter ist es dann sinnvoll, die rechtlichen Strukturen anzupassen und z. B. aus einer GmbH eine GmbH & Co KG zu machen oder umgekehrt (Umgründung). Für die Gesellschaftsgläubiger bringt das wiederum besondere Gefahren mit sich. Damit ist das Forschungsfeld der Arbeit auch schon umschrieben: Im Kern geht es um Gläubigerschutz bei Umgründung einer gesellschaftsrechtlichen Mischform. Aufbauend auf der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zum Einlagenrückgewährverbot werden insbesondere Realteilung, Umwandlung und Vermögensübergang nach § 142 UGB behandelt. Erstbetreuer der Arbeit war Herr Univ.-Prof. Dr. Martin Auer. Die Zweitbetreuung hat Herr az.Univ.-Prof. DDr. Patrick Warto übernommen.

Dr. Marcus W. A. Sonnberger ist Universitätsassistent (Postdoc) und Habilitand am Fachbereich Arbeits- und Wirtschaftsrecht bei Herrn Univ.-Prof. Dr. Martin Auer. Ihm wurde ein Wissenschaftlicher Preis des Vereins der Dr. Alois Mock Preise (vormals Leopold Kunschak Preise) für seine Dissertation über „Die Spürbarkeit im europäischen Kartellrecht“ zuerkannt. Die Arbeit wurde von Herrn em. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schuhmacher hauptbetreut und bereits in der Vergangenheit mehrfach ausgezeichnet (Jean Monnet Wissenschaftspreis für Europarecht 2017; Förderpreis des Walter Haslinger Preises 2018; für Vortrag zentraler Thesen zudem 2. Platz in der Themengruppe Law & Economics beim Young Investigators Award der Universität Salzburg 2017). Sie setzt sich mit wesentlichen Grundfragen des Kartellrechts auseinander. Im Kern geht sie der Frage nach, welches Mindestmaß an Wettbewerbsbeschränkung und Handelsbeeinträchtigung erforderlich ist, damit insbesondere das Kartellverbot tatsächlich greift. Die Arbeit wurde bereits äußerst positiv aufgenommen und ihre Thesen haben sowohl in Österreich als auch in Deutschland prominente Beachtung gefunden (insb OGH 16 Ok 10/16f; BGH KZR 59/16; Münchener Kommentar; rezensiert von Deichfuß, NZKart 2018, 199). Die Preisverleihung konnte aufgrund der aktuellen Situation noch nicht stattfinden.

Dr. Manuel Steiner war am Fachbereich für Arbeits- und Wirtschaftsrecht bei RA o.Univ.-Prof. Dr. Friedrich Harrer und Univ.-Prof. Dr. Martin Auer beschäftigt und ist derzeit als Rechtspraktikant am Landesgericht Salzburg tätig. Er erhielt den Walter Haslinger Preis für seine bei Manz erschienene Dissertation „Geschäftsleiterhaftung im Wettbewerbsrecht“. Untersucht wurden innenhaftungsrechtliche Probleme wie die Frage, ob eine gegen ein Unternehmen verhängte, zum Teil exorbitant hohe, Kartellgeldbuße vom Geschäftsleiter herausverlangt werden kann oder ob Vorteile, die aus einem Kartellverstoß resultieren, bei der Schadenersatzhaftung des Geschäftsleiters zu berücksichtigen sind. Auch die Frage, wie ein Geschäftsleiter beim alltäglichen Problem der unklaren Rechtslage vorzugehen hat, wurde diskutiert. Außerdem war zu klären, ob ein Manager für Kartellrechts- und Wettbewerbsverstöße nicht nur gegenüber der Gesellschaft, sondern auch gegenüber geschädigten Dritten haftet. Schließlich wurde untersucht, ob und inwieweit eine Beschränkung der möglicherweise existenzvernichtenden Haftung möglich ist. Erstbetreuer der Arbeit war Herr RA o.Univ.-Prof. Dr. Friedrich Harrer. Zweitbetreut wurde die Studie von Herrn em. o.Univ.-Prof. Dr. Hans-Georg Koppensteiner, LL.M. (Berkeley).

Preisträger und Betreuer

v.l.n.r.: Andreas Gaggl I Friedrich Harrer I Marcus W.A. Sonnberger I Martin Auer I Manuel Steiner I J. Michael Rainer

Foto: © Kolarik

 


Salzburg International Templar Studies Network

Auf den Spuren der Tempelritter

Ende April 2021 wurde an der rechtswissenschaftlichen Fakultät in Kooperation mit dem IFFB Gerichtsmedizin an der Universität Salzburg das „Salzburg International Templar Studies Network“ von Prof. J. M. Rainer, Prof. F. Monticelli, Assoz. Prof. Jan Cemper Kiesslich und PD Daniele Mattiangeli gegründet. Das Network steht unter dem Patronat des Landes Salzburg, der Stadt Salzburg und der Erzdiözese Salzburg. Zudem wurde um ein Patronat des Heiligen Stuhls angesucht. 

Es handelt sich hierbei um die erste anerkannte universitäre Forschungsgruppe, die sowohl historische als auch naturwissenschaftliche Aspekte des Templerordens wissenschaftlich rekonstruiert. 

Die Forschungsgruppe „Salzburg international Templar Studies Network – Auf den Spuren der Tempelritter“ ist ein Zusammenschluss nationaler und internationaler WissenschaftlerInnen, welche sich im Zuge der multidisziplinären Forschung in Zusammenhang mit der Entdeckung des mutmaßlichen Grabes des Tempelrittergroßmeisters Arnau de Torroja und zur Wiederaufbereitung der historischen Dokumente über den Untergang des Templerordens zusammengefunden haben. Die durch Kooperation der verschiedenen Fachbereiche gewonnenen Erkenntnisse wurden bereits unmittelbar der Öffentlichkeit zugänglich gemacht:  Die Gruppe als interdisziplinäre Forschungsplattform ist sowohl Initiatorin als auch Koordinatorin dieser Arbeiten und richtet sich in ihrem Wissenstransfer (u.a. durch Publikationen und science-to-public Veranstaltungen) direkt an alle Interessierte und bietet einen stets aktuellen Einblick in den Fortgang der Forschungsarbeit – sozusagen auf den (wissenschaftlichen) Spuren der Tempelritter.

Weitere Informationen finden Sie  hier

Foto Templar

Foto: © Lisa Gorkiewicz