Lehrveranstaltungen
im Wintersemester 2025/2026
Bachelorlehrveranstaltungen
VO Theorien der Erziehung und Bildung (STEOP) [ PLUSonline]
Was heißt Erziehung und Bildung?/ Grundlagen der Erziehungs- und Bildungstheorie (u.a.Platon, Ballauff, Benner/ Über das Problem von Theorie und Praxis (u.a. Herbart, Arendt) / Über den dialektischen Charakter von Erziehung und Bildung (u.a. Schleiermacher, Rousseau, Litt)/ Konditionierung oder Emanzipation als Erziehungs- und Bildungsziel? (Freire, Skinner) / Bildung und Gesellschaftskritik (u.a. Adorno, Mollenhauer, Heydorn) / Wer ist das Maß von Erziehung und Bildung? (u.a. Kant, d`Arcais, Noddings, Nussbaum) / Über die Zukunft von Erziehung und Bildung (u.a. OECD, Radtke). LV-Leitung: Prof.in Dr.in Sabine Seichter
PS Themen und Grundbegriffe von Erziehung und Bildung: Erziehung und Bildung im Roten Wien: (Reform-)Pädagogische Ideen im 20. Jahrhundert [ PLUSonline]
Im Zentrum der Lehrveranstaltung steht die Frage, welche Ideen zu Erziehung und Bildung zu Beginn des 20. Jahrhunderts – insbesondere im Kontext der sog. Reformpädagogik – in Österreich, genauer im Roten Wien, vertreten wurden. Durch das Lesen ausgewählter Originalquellen erschließen wir uns zentrale Ideen und Konzepte (reform-)pädagogischer Strömungen (bspw. S. Bernfeld, O.F. Kanitz) und setzen uns kritisch mit den gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen auseinander. Gemeinsame Diskussionen sollen die Möglichkeit bieten, die historischen Positionen im Kontext gegenwärtiger Fragen zu diskutieren. LV-Leitung: Claudia Schwertl MA
PS Themen und Grundbegriffe von Erziehung und Bildung: „Erziehung zum Mitmenschen“ [ PLUSonline]
Das Seminar „Erziehung zum Mitmenschen“ blickt auf allgemeinerziehungswissenschaftliche Positionen, die unter Bedingungen gesellschaftlicher Krisen, Gewalt und Krieg nach Formen des Zusammenlebens fragen. Ausgehend von Mathilde Vaerting und der zeitgenössischen Einordnung durch Hannah Meuter werden frühe Entwürfe einer pädagogisch gedachten Mitmenschlichkeit im Kontext der Zwischenkriegszeit (1918–1939) in den Blick genommen. Darauf aufbauend werden mit Theodor W. Adorno zentrale Krisendiagnosen des 20. Jahrhunderts besprochen, die Gewalt und Zivilisationsbruch analysieren und Erziehung als eine mögliche Antwort auf gesellschaftliche Krisenerfahrungen verhandeln. Abschließend wird mit Aleida und Jan Assmann (2024) der Begriff des Gemeinsinns als gegenwärtige Perspektive auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und Erinnerungskultur in pluralen und globalen Krisengesellschaften diskutiert. LV-Leitung: Sophie Schubert, BA, MA
UV Pädagogische Beziehungen auf Augenhöhe?! [ PLUSonline]
Wenn man Asymmetrie in pädagogischen Beziehungen als konstitutiv betrachtet, stellt sich die Frage nach der Möglichkeit einer Beziehung „auf Augenhöhe“. In der Lehrveranstaltung wollen wir danach fragen, ob und wie solche Beziehungsweisen möglich werden. Daher stellen wir pädagogische Machtverhältnisse in den Fokus theoretischer Überlegungen sowie experimenteller Erkundungen. Wir werden uns mit den machtvollen Strukturen auseinandersetzen, in denen wir als Pädagog:innen agieren. Im Bewusstsein dieser Eingebundenheit schlagen wir ein relationales Menschenbild vor. Dieses Menschenbild soll auch im Modus des gemeinsamen Arbeitens erfahrbar werden. LV-Leitung: Dr.in Theresa Lechner und Martha Stützle, MA
Masterlehrveranstaltungen
SE Projektseminar II – Theorie-Praxis-Transfer-Projekt: Aktuelle Frageanlässe in Erziehung und Bildung [ PLUSonline]
Das Theorie-Praxis-Problem ist ein Dauerthema in der Pädagogik und wurde zudem stets auch als pädagogisches Grundproblem gefasst. In welchem Verhältnis stehen Theorie und Praxis zueinander? Wie lässt sich beides miteinander verbinden? Wie das eine in das andere übersetzen?Ansetzend an den pädagogischen Grundbegriffen Erziehung und Bildung lassen sich historisch-systematische Linien rekonstruieren, aus denen sich wissenschaftlich ableiten lässt, was darunter auch im Hinblick auf aktuelle Krisen- und Problemkonstellationen sowie damit verbundene Erziehungs- und Bildungswirklichkeiten verstanden werden kann. je nachdem, welche anthropologischen Grundannahmen und Menschenbilder, welche Erziehungs- und Bildungstheorien und welches Wissenschaftsverständnis zugrunde gelegt wird, können sich sehr unterschiedliche Möglichkeiten erziehungswissenschaftlicher Forschung und möglicher Forschungsthemen ergeben.Im Projektseminar werden Erziehung und Bildung in kritisch-reflexivem Sinne in ihren Verstrickungen in aktuelle Problem- und Krisenkonstellationen beforscht — dabei können Fragen von Nachhaltigkeit und Klimakatastrophen, Post- und Dekolonialität, Demokratiebildung, Ethik, Krieg und Frieden, Medienkritik und Digitalität, soziale Ungleichheiten, Geschlechtergerechtigkeit, unterschiedliche Lebensphasen (Kindheit, Jugend, Erwachenenalter, Alter, etc.) und vieles Weitere bearbeitet werden. Bei den so sich ergebenden erziehungswissenschaftlichen Frageanlässen wird es darum gehen, sie in ihren aktuellen kulturell-gesellschaftlichen Bedingungen, in ihren pädagogischen Bezügen als auch in ihren je spezifischen, (empirisch) gegebenen Voraussetzungen zu verstehen und hinsichtlich pädagogischer Praxis durchzuarbeiten. Die konkreten Fragestellungen werden von den Studierenden selbst erarbeitet und — ausgehend vom praktischen Gegenstand als Frageanlass — jeweils geeignete methodologische Zugänge gewählt, die sich im Bereich kultur-/geisteswissenschaftlich orientierter, theoretischer oder auch empirisch orientierter, qualitativer Forschung verorten lassen (etwa historisch-systematische Arbeiten, Begriffsarbeit, Diskursanalyse, Video-Ethnografie, etc.). Leitung: Dr. Matthias Steffel
UV Übergänge in unterschiedlichen Lebensphasen. Pädagogisch-anthropologische Erkundungen (Schwerpunkt A) [ PLUSonline]
Wenn man nach anthropologischen Konstanten in der Frage nach dem Menschen sucht, dann wird man allenfalls in seiner prinzipiellen Offenheit fündig. So betrachtet befinden sich Menschen eigentlich permanent in ›Übergängen‹. Als pädagogische Orientierung ist das hilfreich, aber für konkrete Fragen von Erziehung und Bildung nicht immer hinreichend. Wie lässt sich über den Menschen in einer Weise sprechen, dass dies den tatsächlich lebenden Menschen auch bestmöglich gerecht wird?Die ÜV wird an dieser Frage ansetzen und den Menschen in seiner grundlegenden Offenheit und seinem Vermögen zur Freiheit thematisieren – jedoch nicht losgelöst von den materiellen Bedingungen, unter denen Menschen heute leben. Um hier zu weiterführenden Erkenntnissen zu gelangen, lässt sich an den unterschiedlichen Lebensphasen ansetzen, die sich grob in Kindheit, Jugend/Adoleszenz, Erwachsenenalter und Alter einteilen lassen — und jeweils weiter ausdifferenziert werden können. Lebensphasen bieten Menschen Orientierungen an, aus denen heraus sie Identität beziehen können. Allerdings erweisen sich diese Konstruktionen nicht selten auch als irreführend, fremdbestimmend und subjektivierend. Um damit verbundene Identitätsprobleme thematisieren zu können, wird in der Lehrveranstaltung der Fokus auf die ›Übergänge‹ in und zwischen Lebensphasen gelegt und gerade hier nach pädagogischen Möglichkeiten und Grenzen gefragt. Dazu stellen sich pädagogisch-anthropologische Fragen: Wo kommen diese Ordnungen von Lebensphasen eigentlich her? Welche (verschiedenen) Menschenbilder liegen ihnen jeweils zugrunde? Und welche impliziten und expliziten Zuschreibungen und Normativitäten gehen damit einher? Und wie lassen sich darin sich vollziehende Übergänge pädagogisch sinnvoll begleiten?Diese und weitere Fragen werden in der VU zum Anlass genommen, sich kritisch mit vermeintlichen Selbstverständlichkeiten von Erziehung und Bildung auseinanderzusetzen. Ausgangspunkt dabei: Die konkret lebenden Menschen sind nicht identisch mit ihren Lebensphasen. Entsprechend werden in der UV die unterschiedlichen Lebensphasen nicht als ›Raster‹ mit festen ›Stationen‹ im Lebenslauf aufgefasst, sondern im Lichte ihrer historischen Gewordenheit rekonstruiert und problematisiert. In der UV geht es um die Erarbeitung eines Pädagogikverständnisses jenseits von strengen Standardisierungs- und Normalisierungslogiken. LV-Leitung: Dr. Matthias Steffel
SE Begleitseminar I (Masterarbeit) [ PLUSonline]
Die Belgleitung und Beratung der Masterarbeit betrifft ausschließlich bildungstheoretische und bildungsphilosophische Forschungsarbeiten im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaft.
LV-Leitung: Prof.in Dr.in Sabine Seichter
SE Begleitseminar II (Masterarbeit) [ PLUSonline]
Die Belgleitung und Beratung der Masterarbeit betrifft ausschließlich bildungstheoretische und bildungsphilosophische Forschungsarbeiten im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaft.
LV-Leitung: Prof.in Dr.in Sabine Seichter
Alle Lehrveranstaltungen können auch als freie Wahlpflichtfächer belegt werden.